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Die beste aller Strategien

pixabay user geralt

Man kann viel über das Investieren lernen, wenn man sich ansieht, wie Probleme woanders gelöst werden. Der Krebs zum Beispiel.

Richard Nixon verabschiedete den National Cancer Act 1971. „Ich habe dem Kongress am Ersten dieses Jahres eine Nachricht geschickt, dass wir den Krebs besiegen wollen und darum versuchen werden, ein Heilmittel zu finden.” sagte er.

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Die Dokumentation von Ken Burns “The Emperor of all Maladies” behandelt, was als nächstes passierte: Jahrzehntelange Forschung, die unser Verständnis der Krankheit verbessert und die Lebenserwartung der Patienten erhöht hat.

Aber das Heilmittel, das immer in Reichweite zu sein schien, blieb uns doch verwehrt.

Der Krebs ist nämlich sehr clever. Er hat einen Vorteil von Millionen von Jahren gegenüber denen, die versuchen, ihn zu besiegen.

Vor ein paar Jahren hielt Harold Varmus, der Direktor des National Cancer Institute, eine Rede, in der er die Frustration der Forscher zum Ausdruck brachte:

Da ist dieses Paradox, dem wir uns mit aller Ehrlichkeit stellen müssen. Trotz der außerordentlichen Fortschritte, die wir gemacht haben beim Verständnis der zugrundeliegenden Defekte in den Krebszellen, haben wir es bisher nicht geschafft, den Krebs als Krankheit im dem Ausmaß zu kontrollieren, das ich für möglich halte.

Der weitere Weg – kein Heilmittel, sondern die nächsten rationalen Schritte auf diesem Weg – erklärt Burns, war es, zusätzlich zur Forschung, die Prävention zu verbessert.

„Wenn die Gesellschaft das, was wir über Prävention wissen, umsetzen würde, dann könnten die Todesfälle im Zusammenhang mit Krebs schätzungsweise halbiert werden.” sagt Bert Vogelstein von der John-Hopkins-Universität im Film.

Der MIT-Biologe Robert Weinberg gibt ein tolles Interview in der Dokumentation, in dem er über die Vorteile der Prävention spricht. Genauso wichtig ist seiner Meinung nach, warum das so oft ignoriert wird (Hervorhebungen des Autors):

Wenn man keinen Krebs bekommt, dann wird man auch nicht daran sterben. Das ist eine simple Wahrheit, die wir [Ärzte/ Forscher] manchmal übersehen, denn es ist intellektuell nicht besonders stimulierend und weniger aufregend.

Jemanden davon zu überzeugen, mit dem Rauchen aufzuhören, ist eine psychologische Sache. Es hat nichts mit Molekülen, Genen und Zellen zu tun. Daher sind Leute wie ich daran einfach nicht interessiert – und das trotz der Tatsache, dass es deutlich größere Auswirkungen auf die Sterblichkeit bei Krebserkrankungen hätte als alles, das ich in meinem ganzen Leben jemals erreichen könnte.

Und hier kommt das Investieren ins Spiel.

Wir studieren das Investieren seit Jahrhunderten. Wir sind besser als in der Vergangenheit. Die Kosten sind niedriger und der Zugang ist breiter. Das ist als würde man die Lebenserwartung bei einem Krebspatienten erhöhen.
Aber das Investieren wirklich zu beherrschen – oder ein Heilmittel finden – bleibt uns verwehrt.

Genau wie beim Krebs gibt es auch hier viele kluge Forscher. Sie sichten die Daten und führen Experimente durch, sagen die Renditen des Marktes und die nächste Rezession voraus, vermeiden den nächsten Bärenmarkt und optimieren das perfekte Portfolio. Es sind gute Menschen und viele davon helfen ihren Mitmenschen.

Aber wir müssen auch akzeptieren, was Harold Varmus gesagt hat: Trotz unserer besten Bemühungen beherrschen wir das Investieren nicht so wie die Leute meinen, dass wir es könnten. Die Beweislast ist überwältigend.

Das liegt teilweise daran, dass die Märkte im Kapitalismus das Äquivalent von Krebs sind. Jedes Mal, wenn man einen Schritt nach vorne macht, passt er sich an und transformiert sich in etwas Anderes und widersteht der Behandlung, die in der Vergangenheit vielleicht funktioniert hat.

Aber wir sollten auch das anerkennen, was Robert Weinberg gesagt hat. Auch beim Investieren gibt es Präventionsmöglichkeiten – einfache Verhaltensänderungen, die die Ergebnisse massiv beeinflussen können, aber die oft von den Profis ignoriert werden, weil sie intellektuell nicht stimulierend sind.

Nehmen wir das Sparen als Beispiel. Das Ziel des Investierens ist, genug Geld zu haben, um zukünftige Ziele zu erreichen. Eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten, das zu erreichen, ist mehr zu sparen. Aber den Leuten zu sagen, sie sollen doch mehr sparen, findet man in keinem Investmentkommentar und zwar aus demselben Grund, warum die Forschungsabteilung von Pfizer sich nicht damit beschäftigt, den Leuten das Rauchen abzugewöhnen: Es ist einfach nicht ihr Problem, selbst wenn es die richtige Lösung ist.

Nehmen wir den Durchschnittskosteneffekt, wenn du jeden Monat, egal unter welchen Umständen dieselbe Menge Aktien kaufst. Das ist langweilig. Die Zuschauer protestieren, wenn man es im Fernsehen empfiehlt. Aber es ist schwer, eine bessere Investitionsstrategie zu finden. Es ist wie jemandem zu raten, mit dem Rauchen aufzuhören. Es ist so simpel wie effektiv.

Fast jeder kann seine Ergebnisse beim Investieren verbessern, indem er einen längeren Zeithorizont annimmt. Aber ich wünsche demjenigen viel Glück, der mit diesem Argument einen Hedgefonds auflegen will. Das ist nicht aufregend genug.

Willst du innerhalb der nächsten 40 Jahre eine Million Dollar verdienen? Dann musst du nicht den nächsten Megatrend erwischen. Investiere einfach in eine steuerbegünstigte Altersvorsorge. Zahl jedes Jahr so viel wie möglich ein und die Steuerersparnis allein wird dir eine Million sparen. Das ist ein Ratschlag, wie „iss mehr Gemüse”, der dein Leben zum Positiven verändern kann, der dir aber keine Follower auf Twitter bringt.

Das Problem mit der Medizin und dem Investieren ist folgendes: Ratschläge, die simpel, aber wichtig sind, erfahren nicht die Wertschätzung wie komplizierte Pläne, die vielleicht nur dann notwendig werden, wenn du die Grundlagen ignoriert hast.

Die beste aller Strategien ist oft, die effektivste Lösung zu einem komplizierten Problem zu erkennen. Und meist hat man sie direkt vor der Nase.

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Dieser Artikel wurde von Morgan House auf Englisch verfasst und wurde am 02.12.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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