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Bombardier: Die 3 größten Hindernisse für die geplante Kehrtwende

Foto: Bombardier.

Am 24. November haben die Führungskräfte von Bombardier (WKN:866671) einen umfassenden Plan vorgelegt, der die Kehrtwende des Unternehmens vorstellt.

Die Ziele sind mit Sicherheit ehrgeizig: Sie hoffen auf Umsatz in Höhe von 25 Milliarden USD, EBIT-Margen zwischen 7 % und 8 % und einen Freien Cashflow, der 80 % der Nettoeinnahmen entspricht – und all das innerhalb von fünf Jahren. Sollte Bombardier diese Zahlen erreichen, erwarten Anleger hohe Gewinne.

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Aber das ist alles andere als sicher. Wir schauen uns die drei größten Hindernisse für Bombardiers Pläne an.

  1. Die Bilanz

Bombardier sieht dem nächsten Jahr mit 6,5 Milliarden USD an liquiden Mitteln (inklusive nichtgenutzte Kredite) entgegen, was sein Überleben kurzfristig sichern sollte.

Über die nächsten zwei bis drei Jahre gesehen, ändert sich diese Bild jedoch schnell. Bombardier hat Schulden in Höhe von rund 9 Milliarden USD und erwartet bis 2018 keinen positiven Freien Cashflow. In diesem Jahr muss das Unternehmen 1,4 Milliarden USD an Schulden begleichen und in den folgenden fünf Jahren sind weitere 5,2 Milliarden USD geplant.

Selbst wenn Bombardiers Plan also perfekt funktioniert, könnte es dennoch zu Engpässen kommen. Sollte es in den nächsten Jahren kleine Hindernisse geben (und davon kann man ausgehen), werden die Nachrichten noch schlechter.

  1. Die Rolle der Regierung

Wie wir mittlerweile alle wissen, hat Quebecs Regierung 1 Milliarde USD für einen Anteil in Höhe von 49,5 % an Bombardiers CSeries Jetprogramm investiert und der größte Pensionsfonds der Region hat weitere 1,5 Milliarden USD für einen Anteil in Höhe 30 % an Bombardier Transportation investiert.

Das wird Bombardier kurzfristig helfen. Aber mit den Jahren könnte das Geld aus zwei Gründen zu einem großen Problem werden. Das Unternehmen muss zum einen Kosten einsparen, was normalerweise zu Entlassungen führt. Bombardier wird allerdings politischen Druck, das nicht zu tun, zu spüren bekommen, nachdem es das Geld der Regierung akzeptiert hat.

Zum anderen ist der Status als „gerettet“ nicht gut für den Markenwert des Unternehmens, was Bestellungen negativ beeinflussen könnte.

  1. Marktkräfte

Bombardier zählt auf robustes Wachstum seiner Luftfahrt- und Zugabteilungen. Aber auch hier gibt es Schwierigkeiten.

Was das Zuggeschäft angeht, spitzt sich der Wettbewerb besonders seitens der Chinesen zu. Die beiden staatlichen Zughersteller CNR Corp. und CSR Corp. haben sich zu CRRC Corp. zusammengeschlossen und dieser Gigant wird aggressiv Marktanteile zu sichern versuchen. CRRC hat auch durch Skaleneffekte und preiswerte Arbeitskräfte Kostenvorteile gegenüber Bombardier Transportation.

Was Luftfahrt angeht, sieht sich Bombardier auch hier starkem Wettbewerb ausgesetzt. Was alles noch schlimmer macht, ist, dass der Geschäftsjetmarkt besonders in Ländern wie China und Russland schwächelt. Daher gibt es in dieser Branche eine Überkapazität und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich das bald ändern wird.

Um das klarzustellen: Es ist noch zu früh, um Bombardier abzuschreiben, aber die Pläne des Unternehmens werden sich schwer durchsetzen lassen. Wenn du nach einer sicheren Aktie suchst oder nach einer, die sofort Ergebnisse liefert, solltest du dich anderweitig umsehen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 28.11.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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