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BlackBerry ist nicht das neue Apple – und das ist gut so

Quelle: The Motley Fool

Auf den ersten Blick scheint es viele Ähnlichkeiten zwischen BlackBerry Ltd. (WKN:A1W2YK) im Jahre 2015 und Apple Inc. (WKN:865985) im schwierigen Jahr 1997 zu geben.

Apple war nur ein paar Jahre zuvor der tonangebende PC-Hersteller. Die Verkaufszahlen sanken, aber es hatte immer noch loyale Anhänger. Außerdem feierte Apple die Rückkehr von Steve Jobs, der darauf bestand, dass das Unternehmen neue Produkte herstellt. Apples Produkte waren in den 1990er Jahren teurer als vergleichbare PCs – und das ohne die innovativen Funktionen, für die Apple bekannt ist. Das hat Jobs geändert.

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Wir wissen alle, was danach passierte. Unter Jobs Führung brachte Apple das iMac, iBook und dann auch den iPod, das iPad, das iPhone und andere branchenführende Produkte auf den Markt. Apple wurde zum größten Unternehmen der Welt.

Wie Apple war auch BlackBerry einmal ein dominanter Spieler, der einst mehr als 20 % des Smartphone-Markts kontrollierte. Und wie Apple hat das Unternehmen einen Retter-CEO geholt, als es in Schwierigkeiten steckte. John Chen erweckte die gleiche Hoffnung bei BlackBerry wie Jobs 1997 bei Apple.

BlackBerry hat auch neue Produkte versprochen. Das Unternehmen hat sein Betriebssystem von Grund auf neu gestaltet und Anfang 2014 das BB10 herausgebracht. Als das Q10- und Z10-Modell floppten, brachte BlackBerry neue Modelle heraus, anstatt das BB10 neu zu gestalten. Es hat dann aufgegeben und das Android-betriebene Priv auf den Markt gebracht.

Der Unterschied zwischen BlackBerry und Apple

Es gibt einen großen Unterschied zwischen BlackBerrys und Apples Bemühungen. Apple hat sozusagen seine Nachfrage selbst geschaffen, indem es neue und innovative Produkte herausgebrachte. Der iPod hat den Markt dramatisch verändert, genau wie die Produkte, die folgten.

BlackBerry versuchte, sich zu verändern, indem es das Gleiche wie vorher tat. Anstatt zu erkennen, dass Android die Plattform der Zukunft war, ist das Unternehmen bei seinen Plänen geblieben und brachte das BB10 heraus. Das hat nicht so gut funktioniert und die Leute kauften das Handy nicht, weil es nicht genügend verfügbare Apps gab.

Das Priv löst das App-Problem, aber es ist immer noch nur ein Smartphone auf einem überfüllten Markt. BlackBerry-Anhänger freut das vielleicht, aber die meisten Kunden wissen kaum, dass es existiert. Es ist möglich, dass sich das Priv millionenfach verkauft, aber ich halte das für unwahrscheinlich. Investoren sollten sich bestenfalls auf einen moderaten Erfolg einstellen. Selbst eine Million verkaufte Smartphones würden BlackBerrys Bilanz jedoch verbessern.

Ich denke, Investoren hoffen darauf, dass BlackBerry wie Apple mit dem iPhone mit einem neuen Gerät aufwarten wird, womit es etwas seiner früheren Dominanz wieder erreichen kann. Aber in der heutigen Technologiewelt hat BlackBerry nicht mehr den Vorteil, der Erste zu sein. Daher denke ich, dass es fast keine Chance hat.

Wie es sich erholen kann

John Chen versteht, dass die Zukunft des Unternehmens nicht in Geräten steckt, genauso gut wie ich. Aber er kann nicht so schnell das verändern, was das Unternehmen berühmt gemacht hat.

Stattdessen ist es wichtig, sich auf Software zu konzentrieren. Das Unternehmen kann eine Führungsrolle im Bereich des Internets der Dinge spielen. Von diesem Markt wird erwartet, dass er über eine Billion CAD schwer werden kann. BlackBerry ist bereits dominant, wenn es um Software geht, die Unterhaltungssysteme für Fahrzeuge steuert.

BlackBerry setzt auch auf Sicherheit. Es hat bereits Verträge mit vielen Giganten der Branche unterschrieben, um ihnen dabei zu helfen, ihre Geräte sicherer zu machen. In den nächsten Jahren wird Sicherheit ein großes Thema werden und BlackBerry ist bereits ein etablierter Experte auf diesem Gebiet.

BlackBerry hat 2015 bereits zwei wichtige Akquisitionen getätigt. Bei der ersten handelt es sich um Good Technology – ein Sicherheitsunternehmen für mobile Geräte. Das andere ist AtHoc, welches Netzwerk-Kommunikation in Notfallsituationen bietet.

Fällt dir auf, dass keine von beiden mit Geräten zu tun hat? Das hat gute Gründe.

BlackBerrys Wandel wird nicht so sein wie der von Apple. Tatsächlich ist es so, dass BlackBerrys Zukunft in den Bereichen Software und Sicherheit liegt und nicht im Gerätegeschäft. Die gute Nachricht ist, dass das Management das weiß und dass es immer noch eine große Zukunft für die beiden Unterbranchen der Technologiewelt gibt. Es wird Zeit, dass BlackBerrys Investoren das auch merken.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Nelson Smith auf Englisch verfasst und am 23.11.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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