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Indexfonds können risikoreicher sein, als du denkst

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Indexorientiertes Investieren hat den Markt im Sturm erobert. Hunderte Exchange Traded Funds (ETFs) bieten fast unbegrenzte Möglichkeiten, Indexe aus jeder Vermögensklasse, Branche und geographischen Region der globalen Wirtschaft zu verfolgen. Indexorientiert zu investieren, hat einige Vorteile gegenüber dem aktiven Verwalten, aber da die Strategie immer beliebter wird, birgt es immer mehr Risiken, welche Gewinne der Investoren in Zukunft mindern können.

Hüte dich vor der Masse

Kluge Investoren lernen früh, dass man vorsichtig sein sollte, sobald man dem Konsens unter Investoren zustimmt. Die Beliebtheit des Index-Investierens ist kürzlich durch die Decke gegangen, da aktiv verwaltete Investmentfonds und sogar Hedgefonds es nicht immer geschafft haben, den Markt so zu überbieten, dass Investoren ihnen ihr Geld anvertrauen. Laut dem Unternehmen Morningstar, welches Fonds verfolgt, macht das Vermögen in Investmentfonds und ETFs, welche Indexe passiv verfolgen, mehr als 30 % aller Fondsinvestitionen aus.

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Der Geldfluss in Richtung Index-Investieren hat verschiedene Risiken für Anleger kreiert. Bei dem ersten geht es um die relative Bewertung von Aktien aus beliebten Indexen und denen außerhalb jener. ETFs wie der SPDR S&P 500 (WKN:A1C4T1) und der iShares Russell 2000 ETF (WKN:592353) sind immer beliebter geworden und ihre Aktien sehen ihre Bewertungen entsprechend steigen, da Indexfonds ihre Aktien kaufen – unabhängig von ihren individuellen Werten und Zukunftsaussichten. In einem Bullenmarkt verstärkt sich dieser Effekt durch den typisch höheren Zufluss in Indexfonds. Deswegen haben einige Menschen die Befürchtung, dass Aktien innerhalb beliebter Indexe am Ende des Bullenmarkts höheres Risiko tragen werden – besonders wenn Investoren den artifiziellen Weg erkennen, durch den ihre Aktienpreise gestiegen sind und ihr Geld zurückziehen.

Die Suche nach Liquidität

Das andere große Risiko am indexorientierten Investieren liegt darin, dass es zu Unterbrechungen des reibungslosen Handels kommen kann, wenn jeder zur gleichen Zeit Richtung Ausgang rennt. Investmentfonds bearbeiten Rückkaufgesuche nur ein Mal am Tag und jeder, der verkauft, bekommt den Nettovermögenswert der Fonds-Aktien am Ende des Handelstages. Für ETFs hängt die Möglichkeit, zu kaufen und zu verkaufen, allerdings von anderen Marktteilnehmern ab, die das andere Ende des Handels übernehmen müssen.

Große ETFs wie der SPDR S&P 500 und der iShares Russell 2000 ETF haben genug Investoren, die ihnen folgen, weswegen sie wahrscheinlich nicht unter handelsbezogenen Problemen leiden werden. Kleinere ETFs haben jedoch kein großes Handelsvolumen. Das hat in der Vergangenheit zu Situationen geführt, in denen die ETF-Anteilspreise stark geschwankt haben – besonders während Marktpaniken, wenn Investoren um jeden Preis raus wollen.

Die Art, wie ETFs funktionieren, birgt auch mögliche Risiken für Investoren. Zu Zeiten von hoher Unbeständigkeit kann die Börse eine Volatilitätsunterbrechung für einzelne Aktien verhängen, die sich um mehr als einen bestimmten Prozentsatz verändern. Wenn eine Aktie, die Teil eines ETF-Korbes ist, nicht mehr gehandelt werden kann, hält das institutionelle Market-Maker, welche den Handel von ETFs beobachten, davon ab, bestimmte Schritte einzuleiten, um eine höhere Liquidität der Aktien des ETFs zu ermöglichen. Diese Institutionen müssen dann quasi ein höheres Risiko eingehen, um einen Markt für ETF-Anteile zu schaffen und ihre Zögerlichkeit, das zu tun, reduziert die Liquidität häufig weiter. Investoren konnten dieses Phänomen im August sehen, als viele ETFs nicht so effizient, wie erhofft, gehandelt wurden.

Eine Chance für aktive Investoren

Wenn indexorientiertes Investieren die Aktienpreise innerhalb eines Indexes aufbläht, gibt das aktiven Investoren die Chance, Vorteile aus diesen falschen Bewertungen zu ziehen. So hat zum Beispiel der kürzliche Sturz der Energiepreise die Gewichtung von Energie-Aktien im SPDR S&P 500 von 14 % im frühen 2009 auf heute 7 % reduziert. S&P 500 Index-Investoren, die glauben, dass sich der Energiesektor wieder erholen wird, müssen ihre Index-Anteile aufstocken, um voll von einer Erholung zu profitieren, indem sie entweder Aktien eines energiespezifischen Indexfonds wie dem Energy Select Sector SPDR (WKN:989934) kaufen oder in einzelne Aktien investieren.

Außerdem kann das Beobachten individueller Aktien, die nicht in beliebten Indexfonds zu finden sind, lukrative Chancen bieten. Erstens werden Aktien in der selben Branche häufig zu sehr unterschiedlichen Multiplikatoren gehandelt, einfach weil eine Aktie in einem Index zu finden ist und die andere nicht. Die preiswertere Aktie kann einen höheren eigentlichen Wert im Vergleich zu seinem aktuellen Preis haben. Außerdem können Aktien, die noch nicht in einem beliebten Index sind, letztendlich in einen aufgenommen werden, wenn sie genug gewachsen sind. Aktienpreise steigen häufig, wenn eine Aktie einem Index hinzugefügt wird, der von hohen Summen verfolgt wird.

Sei klug, was das Index-Investieren angeht

Indexorientiertes Investieren bietet Investoren, die nicht so viel Zeit damit verbringen wollen, einzelne Aktien zu analysieren, immer noch viele Vorteile. Trotzdem solltest du dir der Risiken von Indexfonds und ETFs bewusst sein, um sicherzustellen, dass du dich beim Investieren wohlfühlst.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 22.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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