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Welche ist die bessere Dividendenaktie? Pfizer oder GlaxoSmithKline?

GlaxoSmithKline (WKN:940561) zahlt eine übermächtige Dividende von 5,75 %, aber das muss nicht zwangsläufig heißen, dass es auch die beste Option für die Investoren ist.
Das Produktportfolio von Glaxo steht vor schmerzhaften Patentabläufen. Daher könnten die Anleger vielleicht Pfizer (WKN:852009), einem von GlaxoSmithKlines größten Konkurrenten, trotz der niedrigeren Dividendenrendite von 3,37 % den Vorzug geben.

BILDQUELLE : GLAXOSMITHKLINE.

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Patentsorgen

Infolgedessen sind die Umsätze der beiden Pharmagiganten in den letzten fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Das hat die Investoren wiederum dazu gebracht, beide Unternehmen mit Vorsicht zu behandeln.

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Der Patentablauf von mehreren Topsellern wie Paxil führte dazu, dass die Jahresumsätze bei GlaxoSmithKline vom Spitzenwert von 45 Milliarden USD im Jahr 2008 auf 37,9 Milliarden USD gefallen sind. Der Verlust des Patentschutzes des Cholesterinsenkers Lipitor führte im selben Zeitraum bei Pfizer zu einem Umsatzeinbruch von 60 auf weniger als 50 Milliarden USD.

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Da die beiden Unternehmen mit diesen Patentsorgen zu kämpfen haben, sollten Dividendenanleger vielleicht nicht nur die aktuellen Zahlen ansehen, sondern sich darauf konzentrieren, welches der beiden Unternehmen besser positioniert ist, um schneller wieder zu wachsen.

In dieser Hinsicht scheint Pfizer besser aufgestellt zu sein, denn Glaxo verliert nächstes Jahr auch den Patentschutz seines Verkaufsschlagers Advair Diskus.

Obwohl Advair seinen Patentschutz schon 2010 verloren hat, haben die Patente von Diskus die Generika bisher vom Markt ferngehalten. Aber damit ist 2016 auch Schluss. Sobald dieses Patent ausläuft, könnten mehrere Hersteller von Generika bei der FDA die Erlaubnis einholen, ihr eigenes Advair herzustellen. Und wenn diese generischen Alternativen die FDA überzeugen, dann könnten die Umsätze von GlaxoSmithKline in die Knie gehen, denn Advair Diskus ist Glaxos bestverkauftes Medikament.

Der Jahresumsatz von Advair lag zum Ende von Q3 bei etwa 4,8 Milliarden USD. In den ersten neun Monaten 2015 machte Advair 20 % der Gesamtumsätze des Unternehmens aus. Da etwa 2,4 Milliarden USD davon aus den USA kommen, könnte ein Verlust des Patentschutzes hier deutliche Spuren hinterlassen. GlaxoSmithKline teilte den Investoren bereits im Mai mit, dass im Falle einer Zulassung dieser Generika, der Umsatz von Advair Diskus bis 2020 unter 300 Millionen USD fallen könnten.

BILDQUELLE : PFIZER.

Die Rückkehr zum Wachstum

Da Advair ein relativ komplexes Medikament ist, wird immer noch darüber diskutiert, ob die Konkurrenten es überhaupt schaffen, ein generisches Advair herzustellen. Aber wenn wir annehmen, dass das nur eine Frage der Zeit ist, dann werden die neuen Medikamente gegen Atemwegserkrankungen viel Umsatz schaffen müssen, wenn Glaxo seinen Marktanteil behalten möchte.

Ich spreche hierbei insbesondere von Anoro Ellipta, das zu Behandlung von COPD (chronisch obstruktiver Bronchitis) zugelassen wurde, und Breo Ellipta, das für COPD und auch für Asthma zugelassen ist. Die Umsätze der beiden Medikamente waren seit ihrer Markteinführung eher lau. Im dritten Quartal erzielte Anoro Ellipta 22 Millionen USD und Breo Ellipta 42 Millionen USD in den USA.

Wenn Anoro Ellipta und Breo Ellipta ihre Umsatzzahlen nicht deutlich verbessern, dann müssen andere Medikamente mit schnellem Umsatzwachstum einspringen, um die Einnahmen nicht einbrechen zu lassen. Unter den Kandidaten befinden sich die HIV-Behandlungen Tivicacy und Triumeq. Die Umsätze der beiden sind in den vergangenen 12 Monaten um 100 % auf etwa 200 Millionen in Q3 gesprungen. Hier steckt also erhebliches Potenzial.

Bei Pfizer scheint die Sache allerdings deutlich weniger unsicher.

Das Unternehmen begann 2015 mit sechs Medikamenten im Registrierungsprozess und 23 in den klinischen Tests in Phase 3. Diese gut gefüllte Pipeline mit neuen Produkten im fortgeschrittenen Stadium könnte neue Medikamente auf den Markt bringen, die Pfizers schnell wachsendes Angebot vervollständigen könnten, darunter Ibrance und Eliquis. So könnte Pfizer 2016 seinen Umsatz wieder erhöhen.

Vielleicht hat Pfizer den Wendepunkt ja auch schon hinter sich. Im dritten Quartal halfen die Umsätze von neuen Medikamenten ein Umsatzplus von 4 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zu erzielen. Dadurch konnte Pfizer auch den Ausblick für das ganze Jahr auf mindestens 47,5 Milliarden USD Umsatz erhöhen. Zuvor lag der Ausblick noch bei mindestens 46,5 Milliarden USD. Daher glauben Experten, dass die Umsätze sich im nächsten Jahr auf 52,5 Milliarden USD erhöhen könnten.

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Ein Blick in die Zukunft

GlaxoSmithKline und Pfizer reduzieren gerade beide die Kosten. Diese Umstrukturierungen sollten beiden Unternehmen genug Spielraum geben, um den Gewinn zu erhöhen, sobald die Umsätze sich stabilisieren und wieder steigen. Geringere Ausgaben sollten die aktuellen Dividenden stützen, aber meiner Meinung nach, ist das Umsatzwachstum der Schlüssel zu langfristigen Dividendenerhöhungen. Aus diesem Grund glaube ich, dass Pfizer eine bessere Dividendenaktie ist als GlaxoSmithKline.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell  auf Englisch verfasst und wurde am 14.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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