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Gilead Sciences oder Teva Pharmaceuticals: Welche ist die bessere Dividendenaktie?

Foto: Pixabay

Der Gesundheitssektor bietet viele großartige Aktien für Anleger, die an Dividenden interessiert sind. Die Wahl beschränkt sich dabei nicht nur auf große Pharmaaktien. Gilead Sciences (WKN:885823) beispielsweise ist eines der wenigen Biotechunternehmen, die eine Dividende zahlen. Teva Pharmeceuticals (WKN:906517) sticht unter den Generikaherstellern mit seiner Dividende heraus. Welche dieser beiden Dividendenaktien ist die klügere Wahl? Wir werden sehen.

Die Zahlen

Wenn es um die Rendite geht, geht der Sieg an Teva. Das Unternehmen hat eine Dividendenrendite von gegenwärtig 2,09 %. Gilead hat im Vergleich nur 1,59 %. Satz und Sieg für Teva? Nicht so schnell.

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Die Rendite ist nur eine Zahl, die Investoren beachten sollten. Eine weitere wichtige Zahl ist das Auszahlungsverhältnis. Dies ist der Anteil der Dividende an den Einnahmen. Im Allgemeinen ist es so, dass je niedriger das Auszahlungsverhältnis ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Dividende auch weiterhin gezahlt wird.

Hier gewinnt Gilead mit einem extrem niedrigen Auszahlungsverhältnis von 4,54 %. Teva hingegen zahlt 45,67 % seiner Gewinne aus. Das ist deutlich höher als bei Gilead.

Investoren sollten sich auch die Geschichte des Unternehmens anschauen. Eine Historie durchgehend gezahlter Dividenden, und vielleicht sogar einer ständigen Erhöhung derselben, ist ein großes Plus. Welcher der Kandidaten hat die Geschichte auf seiner Seite? Teva. In den letzten zehn Jahren hat das Unternehmen seine Dividende vervierfacht. Gilead hingegen hat erst dieses Jahr mit der Zahlung einer Dividende begonnen.

Mehr als nur Zahlen

Das kritische Element, das die Zahlen nicht preisgeben, ist, wie stark die Dividende in Zukunft sein wird. Es gibt zwar keine Kristallkugel beim Investieren, aber ein Blick auf die Fundamentalwerte der Unternehmen hilft, die zukünftige Stärke von Dividenden vorherzusagen.

Gilead hat weiterhin ein hervorragendes Gewinnwachstum, dank seiner Hepatitis C-Medikamente Harvoni und Sovaldi. Die zwei Mittel machten im dritten Quartal 58 % des Umsatzes von Gilead aus. Das ist gut und schlecht. Mit nur zwei Medikamenten 4,8 Milliarden USD Umsatz in einem einzigen Quartal zu erzielen ist schön. Allerdings ist es auch etwas beängstigend, wenn man so sehr von nur zwei Medikamenten abhängt.

Auch der Wettbewerbsdruck stellt ein Risiko für Gilead dar. Die Kostenträger sind nicht glücklich über den hohen Preis für Harvoni und Sovaldi und haben die Kostenübernahme nach unten gedrückt. Zudem könnte in naher Zukunft ein Konkurrenzprodukt von Merck auf dem Markt sein. Merck hat sich im Mai um die Genehmigung seiner Kombination Grazoprevir/Elbasvir beworben. Es besteht die Möglichkeit, dass im Falle einer Zulassung Merck einen Preiskrieg anzettelt, der den Umsatz von Gilead schwer beschädigt. Damit würden auch die Chancen auf höhere Dividenden geschmälert.

Teva hingegen hat seine Investoren in letzter Zeit nicht gerade verblüfft. Der Umsatz im dritten Quartal und die Gewinne sanken im Vergleich zum Vorjahr. Ein Kernproblem, dem sich Teva gegenübersieht, ist der Rückgang der Umsätze des Multiple Sklerosemittels Copaxone, da nun drei Konkurrenten auf dem Markt sind. Das Unternehmen hat zudem Umsatzrückgänge für drei seiner wichtigsten Mittel – Budesonide, Niacin ER, und Capecitabine hinnehmen müssen.

Trotz dieser Probleme sollten die Zukäufe von Teva helfen. Das Unternehmen hat ein paar größere Zukäufe gemacht, die seine Pipeline und Position in Latein Amerika unterstützen.

Welches Unternehmen sieht nun bei den Fundamentalwerten besser aus? Ich stimme definitiv für Gilead Sciences. Selbst mit der potenziellen Gefahr durch Merck. Das Unternehmen sollte keine Probleme haben, seine Dividende auf dem gegenwärtigen Niveau beizubehalten und sogar in Zukunft zu erhöhen. Die Dividende von Teva scheint nicht gerade in Gefahr zu sein, aber eine Erhöhung scheint weniger wahrscheinlich, wenn ich mir die Herausforderungen des Unternehmens anschaue.

Die Perspektive zählt

Teva ist für Dividendeninvestoren im Moment die bessere Wahl. Die Dividendenrendite ist höher und das Auszahlungsverhältnis deutet in naher Zukunft nicht auf ein Problem hin.

Auf lange Sicht denke ich jedoch, dass sich Gilead als die attraktivere Dividendenaktie herausstellen wird. Es wäre nicht überraschend, wenn die Dividendenrendite des Biotechunternehmens die von Teva in den kommenden Jahren übersteigt.

Denke daran, dass wir nur über Dividenden gesprochen haben. Das Wachstum des Aktienpreises ist eine andere Sache. Wenn du nach einer Aktie suchst, die Dividenden zahlt und ein großartiges Wachstumspotenzial hat, dann ist Gilead aus meiner Sicht die bessere Wahl. Deine Investitionsperspektive macht hier den Unterschied, welche Aktie besser zu dir passt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Gilead Sciences. The Motley Fool empfiehlt Teva Pharmaceutical Industries.

Dieser Artikel wurde von Keith Speights auf Englisch verfasst und am 16.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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