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Volkswagen: neue Strategie, aber Besserung noch lange nicht in Sicht

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Eigentlich wird Halloween an einem einzigen Tag begangen. Für Volkswagen (WKN:766403), seine Manager und Investoren stellte sich der gesamte Oktober als Gruselmärchen heraus.

Volkswagen Aktie. Daten von YCharts

Es gab Entlassungen, die Schlagzeilen waren heftig und die Verkäufe in den USA stagnierten – und das ist für Volkswagen erst der Anfang. Hier sind drei weitere Szenarien, die beweisen, dass das Schlimmste für die Anleger noch lange nicht vorbei ist.

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Gern geschehen, Toyota

Eigentlich bestand das deklarierte Ziel von Volkswagen darin, dass man bis 2018 der Weltmarktführer in verkauften Fahrzeugen werden will. Die Medien glaubten anfangs nicht daran, dass man Toyota Motors (WKN:853510) überholen könne – doch schon bald gestaltete sich das Ziel als realistisch erreichbar. Leider sieht es derzeit ganz und gar nicht danach aus.

Seit dem Diesel-Skandal und dem damit verbundenen Zorn der Käufer konnte Toyota seinen Vorsprung ausbauen. Bis Ende September hat Toyota weltweit 7,49 Millionen Fahrzeuge verkauft und liegt damit knapp über den 7,43 Millionen Fahrzeugen, die VW an den Mann bringen konnte.

Tragisch: Volkswagen lag eigentlich Anfang des Jahres noch vor Toyota und rutschte dann ab. Die Verkaufszahlen bis Ende September beinhalten nur ungefähr zwei Wochen seit Bekanntwerden des Skandals. Es wird also erst einmal düster für die globalen Verkäufe aussehen, bevor wieder Licht am Ende des Tunnels erkennbar wird.

Schneller Preisverfall

Nicht genug damit, dass Volkswagens Verkäufe in den kommenden Monaten eher stagnieren oder gar sinken werden, auch die Preise für gebrauchte Dieselmodelle von VW sinken. Automotive News berichteten, dass die Preise für das in den USA erhältliche Modell Jetta TDI vom 18.9., als der Skandal öffentlich wurde, bis zum 12.10. um 7,9 % fielen, bis zum 19.10. sogar 14 %. Beim Passat TDI sah es in den USA in demselben Zeitraum ganz ähnlich aus – 7,9 % und 13,5 % betrugen die Preisverluste.

Es besteht die große Gefahr, dass dieser Preisverfall bei Dieselfahrzeugen sich auf die Preise von Benzinern auswirkt, sobald Käufer der Marke Volkswagen erst einmal richtig misstrauen.

Eine Strategie von Volkswagen, dem Preisverfall Herr zu werden, besteht darin, dass man Händlern anbietet, die Diesel-Fahrzeuge zu den Preisen von vor dem Skandal zurückzukaufen. Der Plan besteht darin, dass Volkswagen den Wert eines gebrauchten Skandal-Diesels garantiert, falls der Wagen 60 Tage oder länger bei dem Händler stand, ohne dass sich ein Käufer finden konnte.

Dieser Schritt ist ein Versuch, einen Tiefstpreis für gebrauchte VWs zu etablieren, aber es könnte sich als hilfreicher herausstellen, Händlern eine rettende Hand zu reichen und vor zu großen Verlusten zu bewahren.

Was also wird VW bei stagnierenden Verkaufszahlen und sinkenden Preisen tun?

Wer braucht schon Volumen?

Es gibt Gerüchte, dass VW an einem neuen Geschäftsmodell tüftelt, das den Namen Strategy 2025 trägt. Dieses soll sich darauf konzentrieren, die Rentabilität zu steigern anstatt noch höhere Verkaufszahlen anzustreben. Das ist eine beachtliche Abkehr von dem Vorhaben, im Jahr 2018 der Autokonzern mit den meisten verkauften Fahrzeugen zu sein.

„Viele Menschen außerhalb aber auch innerhalb des Konzerns haben nicht verstanden, dass die Strategy 2018 viel mehr beinhaltete, als bloß hohe Produktionszahlen“, äußerte sich VW-CEO Matthias Müller in einer Pressemitteilung. „Viele Dinge wurden dem Streben nach ‚Schneller, Größer, Weiter’ untergeordnet.“

Auch wenn die Eckpfeiler der Strategy 2025 nicht vor dem nächsten Jahr bekannt werden, sprach man bei VW schon einmal ein paar Dinge an, auf die man sich unter anderem konzentrieren würde. Höchste Priorität hat die Konsolidierung jener Kunden, die von dem Diesel-Skandal betroffen waren, sowie eine systematische Aufarbeitung, wie es so weit kommen konnte – das sollte natürlich eine Selbstverständlichkeit sein. Man wird außerdem die 300 Modelle im Portfolio unter die Lupe nehmen und deren Beiträge zum Profit prüfen. Investoren werden in den kommenden Monaten und Jahren noch häufiger zu hören bekommen, dass man sich in Zeiten schwacher Verkäufe auf die Profite stürzen wird.

Insgesamt hat Volkswagen also nichts wirklich Überraschendes gesagt. Alles, was derzeit als sicher gelten dürfte, ist, dass es erst einmal schlechter wird bevor Besserung in Sicht ist.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Daniel Miller erschien am 10.11.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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