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3 bemerkenswerte Dinge aus dem Quartalsbericht von PayPal

PayPal Hauptsitz. Quelle: PayPal

Am Ende war die „Take Rate” der Grund, warum die Aktie von PayPal (WKN:A14R7U) nach der ersten Bekanntgabe der Quartalszahlen am 28. Oktober leicht nachgab. (Mit „Take Rate“ ist der Prozentsatz gemeint, den PayPal bei jeder Transaktion einbehält.) Einige Analysten ließen sich gleich wieder zu negativen Äußerungen hinreißen und senkten ihre Kursziele nach dieser „Enttäuschung” und das obwohl die Erwartungen übertroffen wurden und Umsatz und Gewinn gesteigert werden konnten.

Selbst nach der Herabstufung liegt das Kursziel von PayPal mit 44 USD immer noch deutlich über dem aktuellen Niveau (zumindest als ich diesen Artikel geschrieben habe). Wenn die Analysten erwarten, dass PayPal „nur” 24 % Potenzial birgt, dann ist das aber auch keine große Herabstufung. Wenn wir uns die Quartalszahlen genau ansehen, dann könnte sich das aber als eine konservative Schätzung herausstellen.

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Die Sache mit der Take Rate

Alle, die PayPal verfolgt haben, haben einen Rückgang bei der Take Rate in diesem Quartal erwartet. Ein Grund dafür sind mehrere neue Partnerschaften mit großen Unternehmen wie Macy’s und dem größten lateinamerikanischen Wireless-Anbieter America Movil. Das Problem ist hierbei, dass diese Unternehmen groß genug sind, um die Take Rate mit PayPal neu zu verhandeln. Schließlich bringen sie ja auch ein entsprechend großes Auftragsvolumen.

Dank dieser Partnerschaften konnte PayPal im letzten Quartal das gesamte Zahlungsvolumen um 27 % auf 70 Milliarden USD steigern. Das wiederum trieb die Einnahmen auf das Rekordniveau von 2,3 Milliarden USD, was eine Verbesserung von 15 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum darstellt. Aber diese Fortschritte wurden von dem Rückgang bei der Take Rate auf 3,24 % überschattet. Im letzten Jahr waren es noch 3,39 % gewesen. Dieser Rückgang war keine Überraschung, der Umfang allerdings schon.

Investoren, die sich deswegen Sorgen machen, kann ich eines sagen: Bereitet euch auf Schlimmeres vor. Das war’s noch nicht. Wie CEO Dan Schulman sagte: „Die Take Rate wird weiter sinken, aber die Gewinne werden durch die höheren Einnahmen steigen.” Unterm Strich klingt das vernünftig. Zum Vergleich: Der Prozentsatz von PayPal ist nicht schlecht im Vergleich zu anderen.

Visa (WKN:A0NC7B), eines der größten Unternehmen im diesem Bereich, behält etwa 2 %. Natürlich gibt es auch variable Sätze und andere Faktoren, darunter auch das Auftragsvolumen des Kunden, aber das ist in etwa der Durchschnittswert. Der Grund dafür ist derselbe wie bei PayPal: Visa bedient praktisch jeden großen Kunden auf der Welt und diese Kunden zahlen nicht dasselbe wie die Pizzeria am Ort. Visa zieht das Volumen einem höheren Prozentsatz vor – genau wie PayPal.

Venmo kommt zu den Massen

Obwohl es nur einen kleinen Teil in den Planungen von PayPal ausmacht, wächst Venmo sehr schnell. Im letzten Quartal wurde ein Zahlungsvolumen von 2,1 Milliarden USD verarbeitet. Das ist mehr als das Doppelte als noch vor einem Jahr und man geplant, das noch weiter zu steigern.

Bis jetzt war Venmo nur eine P2P-Zahlungsoption. PayPal gab während der Quartalskonferenz an, dass diese Tage jetzt vorbei wären. Das neue „Pay with Venmo” wird eine neue Zahlungsoption bei Onlinezahlungen und über mobile Apps bei jedem PayPal-Händler. Das ist das erste bedeutende Upgrade, das PayPal vorgenommen hat, aber es wird nicht das letzte sein.

Es bestehen Pläne, diesen neuen Dienst in nicht allzu ferner Zukunft auch auf andere Bereiche wie bei Macy’s und anderen auszuweiten. Das Zahlungsvolumen von Venmo machte in Q3 nur einen kleinen Teil von PayPals Gesamtvolumen aus, aber das wird sich mit jedem Quartal bessern. Und bei denselben Take Rates wird auch Venmo bald beträchtliche Gewinne für PayPal einfahren.

PayPal erwartet ein weiteres Wachstum bei den Einnahmen zwischen 15 % und 18 % verglichen mit den 8,01 Milliarden USD im letzten Jahr. Der nicht-GAAP-Gewinn pro Aktie (ohne einmalige Posten) soll im Bereich von 1,23 USD bis 1,27 USD liegen. Das entspricht den Erwartungen der Analysten von 9,2 Milliarden USD Umsatz und 1,26 USD nicht-GAAP-Gewinn pro Aktie.

Es scheint, als hätten die Anleger verstanden, dass die Furcht vor einer sinkenden Take Rate unbegründet war. Die Aktie klettert gerade wieder zurück auf das Niveau vor der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse. Stell dir vor, dass noch mehr Partnerschaften wie mit Macy’s kommen und Venmo dann auch einen bedeutenden Teil zum Gewinn beträgt… Dann ist es kein Wunder, das Schulman dieses Jahr zweistellige Wachstumsraten erwartet.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt PayPal Holdings und Visa.

Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und wurde am 04.11.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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