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Gilead Sciences lässt die Konkurrenz hinter sich

Die Tatsache, dass die Aktie von Gilead Sciences (WKN:885823) seit Juli um 8 % gefallen ist, mag einen vielleicht zu der Annahme veranlassen, dass die Konkurrenten vielleicht langsam die Überhand gewinnen, aber die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen, dass das nicht der Fall ist.

Gilead behauptet sich gegen die Konkurrenten

Das wichtigste Argument gegen Gilead war immer, dass sie diese Dominanz auf dem Hepatitis-C-Markt nicht gegen die immer stärker werdende Konkurrenz behaupten könnten. Aber seit der Einführung von Viekira Pak von AbbVie (WKN:A1J84E) im letzten Januar war genau das der Fall.

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BILDQUELLE: GILEAD SCIENCES.

BILDQUELLE: GILEAD SCIENCES.

Obwohl das Medikament von AbbVie einen exklusiven Platz auf der größten Arzneimittelliste der USA gewinnen konnte, hat der Umsatz von Gilead kaum Schaden genommen.

Im letzten Quartal erreichten die Umsätze von Viekira Pak 469 Millionen USD und obwohl das ein guter Wert ist, erblasst er doch im Vergleich mit Harvoni von Gilead Sciences, das im letzten Quartal 3,33 Milliarden USD generiert hat.

Darüber hinaus laufen die Umsätze von Viekira Pak, das ohne Zweifel ein wichtiges Mittel im Kampf gegen diese Krankheit ist, auch denen von Sovaldi von Gilead hinterher. Sovaldi erzielte Einnahmen von 1,46 Milliarden USD im letzten Quartal. Viekira liegt mit seinen Umsätzen nicht viel höher als die beiden Hepatitis-C-Medikamente von Bristol-Myers Squibb, die zusammen 402 Millionen USD in Q3 erreicht haben.

Obwohl die neueren Medikamente von AbbVie und Bristol-Myers sich sehr gut verkaufen und Milliarden von Dollar einnehmen, so haben sie den Markt eher erweitert, als Gilead die Kunden abzugraben. Während der ersten neun Monate dieses Jahres hat Gilead 190.000 Patienten in den USA behandelt. Das sind schon jetzt deutlich mehr als die 140.000 Patienten im gesamten Jahr 2014.

Gilead könnte aber immer noch über Merck & Co (WKN:A0YD8Q) stolpern, falls deren zwei Hepatitis-C-Medikamente am 28. Januar zugelassen werden sollten. Trotzdem glaube ich, dass Merck die größere Bedrohung für AbbVie sein wird.

BILDQUELLE: ABBVIE.

BILDQUELLE: ABBVIE.

Die Therapie von Merck und Harvoni von Gilead Sciences sind beides Medikamente, die in Pillenform einmal täglich eingenommen werden und ähnlich wirken. Beide werden vorrangig bei Patienten mit dem Genotyp 1 benutzt. Aber während die Pille von Merck über 12 Wochen dosiert wird, kann Harvoni in mehr als 40 % der Typ-1-Patienten über 8 Wochen dosiert werden und das ist ein großer Vorteil, der Harvonis Marktanteil festigen könnte.

Man kann darüber streiten, ob das Medikament von Merck besser ist als Viekira Pak, das in Pillenform mehrmals täglich eingenommen werden muss, oft auch zusammen mit ribavirin. Zusätzlich wurde Viekira Pak vor Kurzem mit Leberschäden bei Patienten mit bereits bestehenden Lebererkrankungen in Verbindung gebracht. Das könnte dazu führen, dass Ärzte eher Merck verschreiben könnten.

Wie geht es weiter?

Gilead Sciences könnte die Konkurrenten mit seinen bereits erhältlichen Medikamenten schon abwehren, aber vor Kurzem berichtete das Unternehmen von den beeindruckenden Phase-3-Ergebnissen des nächsten Hepatitis-C-Medikamentes, das Gileads Führungsrolle noch weiter ausbauen könnte.

Während der letzten Versuchsphase mit Patienten aller sechs Genotypen kurierte das Medikament zwischen 83 % und 100 % der Patienten. Das legt nahe, dass diese Behandlung für alle Genotypen angewendet werden könnte (selbst bei Patienten mit bereits existierenden Leberschäden). Damit könnten dann auch Genotyptests überflüssig werden, was Schwellenländern mit begrenzter Gesundheitsinfrastruktur zugute kommen würde.

Gilead Sciences führt auch gerade andere Studien durch, die zu einer Verkürzung der Behandlungsdauer bei vielen Patienten führen könnten. Meiner Meinung nach könnten genau diese Studien der Schlüssel zu Gileads langfristigem Erfolg sein, denn durch eine kürzere Behandlungsdauer halten sich die Patienten eher an die Therapie. Darüber hinaus hat die kürzeste Behandlung die besten Chancen, Ärzte und Patienten zu überzeugen.

In jedem Fall legen die Fakten nahe, dass die Bemühungen von Gilead Sciences Früchte tragen und das Unternehmen damit seine Führungsrolle auf dem Hepatitis-C-Markt auch behalten kann. Da es an einer größeren Bedrohung vonseiten der Konkurrenz fehlt, ist es schwer vorstellbar, dass die Umsätze in naher Zukunft sinken könnten.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und wurde am 31.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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