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BP wird durch die Decke gehen, wenn sich der Ölpreis erholt!

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Bis vor 18 Monaten war BP (WKN:850517) vor allem selbst an seiner schlechten Lage schuld. Die Katastrophe im Golf von Mexiko und die kontroverse Zusammenarbeit mit dem vom Kreml kontrollierten Rosneft gehen auf Handlungen des Unternehmens zurück. Aber der Ölgigant konnte nichts gegen die fallenden Ölpreise unternehmen, da diese fast komplett außerhalb seiner Kontrolle lagen. BP sieht sich höheren Mächten ausgeliefert und das ist selten gut.

Während der Ölpreis auf rund 50 USD pro Barrel gefallen ist, liegt es nahe, dass BPs Gewinne auch fallen. Daher kommt der Fall der Gewinne um 40 % im dritten Quartal auf 1,8 Milliarden USD. BP ist aber nicht komplett hilflos. Es gibt vieles, was das Unternehmen machen kann, um den Schaden einzugrenzen, wie zum Beispiel Vermögenswerte abladen, Stellen streichen, Investitionskosten kürzen und unprofitable Ölprojekte abstoßen. Das hat Investoren glücklich gemacht und die Dividende bei 0,10 USD pro Anteil gehalten.

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Cashflows

Das Geld, welches BP durch diese Aktionen zur Verfügung stand, war nicht wenig. Veräußerungen haben in diesem Jahr bisher 7,8 Milliarden USD eingebracht und sollten 10 Milliarden USD bis zum Ende nächsten Jahres erreichen. Das sollte weitere 3 – 5 Milliarden USD nächstes Jahr einbringen und 2 – 3 Milliarden USD im Jahr danach. Das Geld wird alle Unbeständigkeiten ausgleichen, verbleibende Kompensationszahlungen decken und es BP erlauben, seine großzügigen Dividenden länger fließen zu lassen.

BP hat außerdem seine voraussichtlichen Investitionsausgaben von ungefähr 25 Milliarden USD pro Jahr auf „nur“ 19 Milliarden USD in diesem Jahr gekürzt. Kontrollierbare Kosten sind auch gesunken – um ca. 3 Milliarden USD. Mit einer jährlichen Dividenden-Rechnung von ungefähr 9 Milliarden USD muss BP so viel Geld aufbringen, wie es kann, um schädliche Kürzungen seiner Auszahlungen zu vermeiden. Sein verarbeitendes Geschäft schlägt sich gut und die Profite vor Steuern im 3. Quartal liegen bei 2,3 Milliarden USD und sind damit von 1,5 Milliarden USD zur gleichen Zeit im letzten Jahr gestiegen.

Dudley Mach-es-richtig

Was BP wirklich braucht, ist ein höherer Ölpreis. Vorstandsvorsitzender Bob Dudley bereitet sich auf Öl zum Preis von 60 USD pro Barrel bis 2017 vor. Während ich das schreibe, wird es mit 46,75 USD gehandelt und liegt damit weit unter der gewünschten Summe. Dudley behauptet, er habe BP auf eine Zeit mit geringeren Ölpreisen vorbereitet und die Ergebnisse sehen gut aus. Hat er aber seine Ziele niedrig genug gesteckt? Goldman Sachs sagt weiteres Risiko für die Ölpreise im nächsten Frühling voraus.

Sollte der Ölpreis weiter fallen, könnten BP und Dudley für ihren Optimismus diese Woche leiden. Was schlimmer ist, die derzeitige Dividendenrendite von 6,47 % könnte unter Druck geraten und schwerer haltbar sein.

Schock im Dunkeln

Der Ölpreis könnte sich jeden Moment ändern. Ein Wandel in der Produktionspolitik der Saudis oder selbst die Andeutung dessen, könnte ihn steigen lassen. Sollten die Geschehnisse in Syrien weiter außer Kontrolle geraten, könnte der Preis steigen. Ein weiterer Rückgang der US-Bohranlagen durch die fallenden Margen in der Ölschieferindustrie könnte das Angebot auch treffen. Die Nachfrage wird BP wahrscheinlich nicht helfen können, da Deflation die globale Wirtschaft weiter in Schach hält, aber ein Angebotsschock könnte die Preise schnell nach oben bringen.

Dudley hat den Markt in dieser Woche beruhigt und BPs Aktienpreis ist im letzten Monat um 14 % gestiegen. Wenn 1 Barrel Öl 60 USD erreicht und vielleicht sogar mehr, wird die Aktie durch die Decke gehen. Wenn du jetzt kaufst, wettest du quasi darauf, dass sich der Ölpreis auf 60 USD oder höher erholt. Das könnte eine lukrative Wette sein, aber bedenke, dass du den Ölpreis auch nicht beeinflussen kannst.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Harvey Jones auf Englisch verfasst und am 28.10.2015 auf Fool.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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