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Netflix fällt um 20 %: Ist das eine Kaufgelegenheit?

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Die Aktie von Netflix (WKN:552484) war in letzter Zeit sehr volatil und ist seit dem Hoch im Sommer um über 20 % gefallen. Grund dafür sind das enttäuschende Wachstum in den USA im dritten Quartal und der erhöhte Wettbewerbsdruck von anderen Anbietern wie Amazon (WKN:906866) , HBO von Time Warner (WKN:A0RGAY) und der neue Dienst Youtube Red von Alphabet (WKN:A14Y6H).

Die langfristigen Wachstumsperspektiven bleiben unverändert. Der kurzfristige Absturz sieht nach einer Kaufgelegenheit aus.

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Die Eroberung der Welt

Das Nutzerwachstum in den USA enttäuschte. Das Management hatte zuerst 1,15 Millionen neue Abonnenten erwartet, am Ende waren es dann nur 0,88 Millionen im Heimatmarkt. Das stellt auch eine Verlangsamung dar, denn im Vorjahreszeitraum hatte man noch 0,98 Millionen verzeichnet.

Laut Management ist das zumindest teilweise auf die Umstellung auf chip-basierte Kredit- und Debitkarten in den USA zurückzuführen. Viele Kunden haben bei der Ausgabe neuer Karten auch neue Kartennummern bekommen, was bei Netflix zu Problemen geführt hatte, als man versuchte, die Gebühren einzuziehen. Ob das nur ein kurzfristiges Problem war oder ob sich daraus weitere Probleme ergeben, bleibt abzuwarten. Aber es ist anzunehmen, dass sich das Wachstum in den USA auch in den kommenden Jahren weiter verlangsamen wird.

Andererseits verzeichnet man auf den internationalen Märkten starkes Wachstum. Allein im letzten Quartal gewann Netflix 2,74 Millionen neue Abonnenten auf der ganzen Welt im Vergleich zu 2,04 Millionen im Vorjahreszeitraum. Wenn wir uns die Zahlen aus den USA und dem Rest der Welt zusammen ansehen, dann nimmt das Wachstum sogar noch an Fahrt auf mit 3,6 Millionen Neukunden im letzten Quartal, verglichen mit 3 Millionen in Q3 2014.

Die folgende Grafik zeigt sowohl die Kunden aus dem Streaming-Segment in den letzten Quartalen als auch die Neukunden im letzten Quartal verglichen mit den Zahlen aus dem Vorjahr. Wenn wir uns diese Zahlen ansehen, dann gibt es kaum Grund zur Sorge für die Investoren.

DATENQUELLE: SEC

DATENQUELLE: SEC

DATENQUELLE: SEC

Man sollte auch nicht vergessen, dass Netflix auch global stark expandiert. Das Unternehmen startet seinen Dienst im vierten Quartal in Spanien, Italien und Portugal. Danach geht es Anfang 2016 weiter mit Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur.

Internationale Expansion ist teuer und das wird sich auch in den Gewinnen niederschlagen. Trotzdem deutet alles darauf hin, dass Netflix auf einem guten Weg ist, auch mittelfristig nachhaltig zu wachsen.

Ein großer Fisch in einem immer größer werdenden Teich

Der Wettbewerbsdruck im Online-Streamingmarkt wird schnell immer größer und die Anleger sollten die Dynamik in diesem Bereich im Auge behalten. Besonders da Unternehmen wie Amazon, Time Warner und Alphabet weltweit operierende Unternehmen mit prall gefüllter Kriegskasse und wertvollen strategischen Ressourcen sind.

Amazon bietet über 40.000 Titel über seinen Videodienst Amazon Prime und wagt sich auch in die Produktion von eigenen Serien vor. Ein Beispiel hierfür ist die erfolgreiche Serie Transparent, die bereits fünf Emmys gewonnen hat. Amazons Vorstoß in den Online-Videomarkt stärkt seine Position im Online-Einzelhandel. Das Unternehmen bietet seinen Prime-Mitgliedern den Dienst Prime Video in Verbindung mit mehreren anderen Vorteilen für 99 USD pro Jahr. Wenn man Amazons Ambitionen und die erfolgreiche Vorgeschichte in verschiedenen Bereichen bedenkt, dann wäre es keine Überraschung, wenn sie auch hier in den nächsten Jahren schnell an Boden gewinnen würden.

HBO von Time Warner besitzt einige der beliebtesten Serien, darunter auch Game of Thrones. Seit Kurzem bietet Time Warner HBO auch als Streaming-Dienst an. Der Preis ist mit 14,99 USD etwas höher als die anderen Alternativen auf dem Markt. Das Unternehmen expandiert auch nach Lateinamerika und bietet HBO Go auch als eigenständigen Dienst in der Region an. Time Warner scheint es ernst damit zu meinen, ein Global Player in der Streaming-Revolution zu werden.

Doch damit nicht genug. Alphabet erhöht den Druck und startet YouTube Red, ein neues Abo, das kostenlosen Zutritt zur Videothek von YouTube bietet, inklusive Musikvideos und Offline-Downloads. YouTube Red beinhaltet auch Zugang zu Google Play Music und dem neuen YouTube-Spieledienst für 9,99 USD. Der Dienst steht zwar noch am Anfang, aber Alphabet ist eines der größten Unternehmen in der Online-Welt, daher sollte man sie nicht übersehen.

Der Wettbewerbsdruck wird in jedem Fall steigen, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass Netflix sehr darunter leiden wird. Die Analysten an der Wall Street und die Finanzmedien sehen viele Industriezweige oft als Nullsummenspiel, in dem der Gewinner alles nimmt. Aber das ist nicht immer der Fall in der Geschäftswelt.

Das analoge Fernsehen bietet seit Jahrzehnten jede Menge Platz für viele verscheidene Unternehmen. Daher gibt es keinen Grund zur Annahme, dass Netflix, Amazon, Time Warner, Alphabet und andere nicht auch im Online-Markt erfolgreich nebeneinander existieren könnten.

Streaming-Dienste sind immer noch deutlich günstiger als traditionelles Pay-TV und je mehr Kunden in den kommenden Jahren ihr Pay-TV-Abo kündigen, desto mehr Möglichkeiten sollten sich für verschiedene Unternehmen ergeben. In jedem Fall stellt ein wachsendes Angebot an beliebtem Content ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für Netflix dar. Daher ist der steigende Konkurrenzdruck allein noch kein Grund, seine Netflix-Aktien zu verkaufen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A und C) Amazon.com und Netflix. Motley Fool empfiehlt Aktien von Time Warner.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und wurde am 26.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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