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Diese Nachricht könnte VW zu einem Kauf machen

Quelle: Marcell Marra @ Flickr

Letzte Woche sagte der Amerikachef von Volkswagen (WKN:766400) vor dem Kongress aus, dass laut seinem Verständnis, die Verantwortung für den Emissionsskandal bei „ein paar Softwareentwicklern“ lag.
Ich wusste, dass an der Geschichte etwas nicht stimmt.

Ein neuer Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel schreibt, dass „mindestens 30“ Manager von VW darin involviert gewesen wären und die Details könnten schon bald publik werden. Wenn du darauf gewartet hast, dann könnte es bald soweit sein.

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Viele bei VW müssen es gewusst haben

Als Teil der Antwort auf den Skandal hat der neue CEO Matthias Müller die amerikanische Anwaltskanzler Jones Day damit beauftragt, eine umfassende Untersuchung durchzuführen, wie es soweit kommen konnte, dass 11 Millionen Fahrzeuge mit Dieselmotor mit einer Software ausgestattet wurden, um bei Abgastests die Ergebnisse zu manipulieren. Die interne Untersuchungskommission von VW ist auch an den Nachforschungen beteiligt.

Müller sollte die VW-Führung am Donnerstag über den Stand der Ermittlungen aufklären. Aber es scheint, als wären schon ein paar Einzelheiten durchgesickert. Der Spiegel beruft sich auf interne Quellen bei VW und behauptet, dass „mehrere Dutzend“ – „mindestens 30“ Manager in die Entscheidung eingebunden waren oder zumindest davon wussten und stillhielten. (Du findest den Bericht hier.)

Ein Sprecher von VW sagte, die Zahl der involvierten Manager in diesem Bericht „entbehrte jeder Grundlage“. Der Spiegel akzeptierte das Dementi, änderte die Geschichte aber nicht und schrieb auch keinen Widerruf.

Der Spiegel berichtete, dass der EA189-Dieselmotor mit der Betrugssoftware intern bei VW mehrmals auf Emissionen getestet worden war, seit er zum ersten Mal 2008 in Produktion ging. Das legt nahe, dass viele Mitarbeiter von VW vielleicht gewussten haben, dass hier etwas nicht stimmt.

Der Gedanke, dass der Motor irgendwie die Standards erfüllte ohne weitere teure Abgaskontrollsysteme, die bei anderen Dieselfahrzeugen von VW verbaut worden waren, „hätte doch Argwohn bei einem Maschinenentwickler hervorrufen müssen“ sagte die interne Quelle von VW dem Spiegel.

Das ergibt alles Sinn. Aber was passiert jetzt?

Am Donnerstag sollten wir alle mehr wissen

Nehmen wir einmal an, dass der Spiegel Recht hat. Was jetzt passiert ist, dass die betroffenen Manager „suspendiert“ oder beurlaubt werden – ein erster Schritt bevor sie gefeuert werden. Einige werden vielleicht sofort ihren Hut nehmen und nicht erst auf die Entlassung warten.

(Vielleicht ist das ja kein Zufall: VW hat am Mittwoch den Abschied des Vorstandsvorsitzenden von Skoda Winfried Vahland, eines langjährigen Mitglieds des VW-Konzerns verkündet. Vahland hätte das Geschäft in Amerika übernehmen sollen. In der Erklärung gab VW an, Vahlands Entscheidung beruhe auf strategischen Differenzen und habe ausdrücklich nichts mit den aktuellen Vorgängen zu tun. Aber der plötzliche Abschied und das Timing sind in diesem Kontext schon bemerkenswert.)

Müller sollte auch einen Plan darüber vorlegen, wie man mit den finanziellen Folgen des Skandals umgehen möchte, die mit Sicherheit die 6,5 Milliarden EUR übersteigen werden, die bisher beiseite gelegt wurden. Drastische Einschnitte sind wahrscheinlich, aber die Details sind noch nicht klar.

Wenn du darauf wartest VW-Aktien zu kaufen, warte noch ein bisschen

Als Investoren wissen wir, dass wenn ein gutes Unternehmen in Schwierigkeiten steckt, das eine profitable Kaufgelegenheit sein kann. Die Aktie hat etwa ein Drittel ihres Wertes verloren seit der Skandal bekannt wurde.

Aufgrund der immer noch großen Stärke auf dem Markt scheint das hier eine solche Kaufgelegenheit zu sein. Aber wie schon gesagt, es könnte klug sein, noch etwas zu warten, bis wir wissen, was der Skandal letztendlich für VW bedeuten wird. Wir sprechen von den finanziellen und allen anderen Konsequenzen. Nach dem Bericht von Müller am Donnerstag könnten wir mehr wissen.

Wenn du auf den richtigen Moment wartest, warte noch kurz, es könnte bald soweit sein.

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Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und wurde am 14.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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