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Die 2 sozial verantwortlichsten Technologieunternehmen 2015: Alphabet und Microsoft

Quelle: bereitgestellt von The Motley Fool

Entgegen der allgemeinen Auffassung gehen die Netten nicht immer in der Geschäftswelt unter. Einige der erfolgreichsten Unternehmen sind auch sozial verantwortungsbewusst.

Es ist jedoch schwierig einzuschätzen, welche Unternehmen sich konsequent sozialen Werten verschreiben. Aus diesem Grund verfolgt ein Beratungsunternehmen namens Reputation Institute jährlich den Erfolg von Unternehmen im Hinblick auf soziale Verantwortung basierend auf mehreren Kategorien wie beispielsweise Umweltfreundlichkeit, Soziales, Arbeitsumfeld und Regulierungen auf 15 globalen Märkten.

Das Unternehmen hat vor Kurzem seine Global CSR RepTrak-Liste der sozialsten Unternehmen des Jahres 2015 veröffentlicht und zwei Technologieunternehmen, die mit ganz oben standen, waren Alphabet (WKN:A14Y6H) und Microsoft (WKN:870747).

Quelle: The Motley Fool

Quelle: The Motley Fool

Alphabet

Alphabet ist seit dem 1. Oktober der Name des Unternehmens, welches die meisten von uns immer noch Google nennen und welches auf Platz 1 im jüngsten Bericht des Reputation Institutes landete – genau wie im Jahr 2014. Das Institut betonte Googles Umweltschutz, seine Initiativen nach Naturkatastrophen, seine Bemühungen um mehr Diversität und sein Streben, den globalen Internetzugang zu verbessern.

Seit 2007 ist Google klimaneutral und dank Google Green – eine Unternehmensbemühung, um Rohstoffe effizienter zu nutzen und erneuerbare Energien zu unterstützen – sind die Datenzentren des Unternehmens 50 % leistungseffizienter als die des Branchendurchschnitts. Google hat auch nach diversen Naturkatastrophen Hilfe geliefert – zum Beispiel nach dem Erdbeben in Sezuan im Jahr 2008. Des Weiteren präsentiert Google jährlich GoolgeServe. Dabei werden Mitarbeiter dazu aufgerufen, Freiwilligenarbeit für die Gemeinschaft zu leisten. Im letzten Jahr haben mehr als 12.000 Google-Mitarbeiter an mehr als 800 Projekten teilgenommen.

Google war eines der ersten Technologieunternehmen, welches seine Arbeitnehmerstatistik veröffentlicht hat, um auf die Kritik zu reagieren, dass Technologieunternehmen hauptsächlich Männer weißer Hautfarbe und Asiaten beschäftigen. Diesem Vorwurf ist Google entgegengetreten, indem es mehr Frauen eingestellt hat (21 % seiner Technologie-Einstellungen 2014) sowie mehr Menschen anderer Hautfarbe. Mit Fiber hat Google außerdem preiswerten Internetzugang für wirtschaftlich schwächere Menschen in Sozialwohnungen ausgeweitet. Es hat weiterhin den Internetzugang in Entwicklungsländern und abgelegenen Gebieten mit Project Loons internetverbreitenden Ballons ausgebaut.

Das Reputation Institute hat weiterhin auf Googles Code of Conduct für Angestellte hingewiesen, welches das berühmte Mantra „Don’t be evil“ („Sei nicht böse“) beinhaltet. Nach seiner kürzlichen Wandlung zu Alphabet wurde diese Motto jedoch in „Do the right thing“ („Tu das Richtige“) umgewandelt. Obwohl das ein weniger dramatisches Motto ist, zeigt es den sozialan Anspruch von Google.

Microsoft

Microsoft ist vom zweiten Platz im letzten Jahr auf den vierten Platz im CSR-Ranking gefallen. Das Reputation Institute pries die ökologischen und sozialen Initiativen des Unternehmens sowie seine Schritte in Richtung Verbesserung der Arbeitnehmervielfalt und die Einführung von neuen Software-Änderungen bezüglich Privatsphäre und Datenschutz an.

Wie Google hat auch Microsoft Klimaneutralität durch interne Projekte, welche die Effizienz ihrer Datenzentren verbessern, erreicht. Es hat außerdem im letzten Jahr 217 Lieferanten dritter Parteien überprüft, um sicherzustellen, dass sie sich an Gesundheits- und Sicherheitsstandards halten.

Microsofts Katastrophenhelfer haben außerdem Hilfe während des Taifuns Haiyan auf den Philippinen im Jahr 2013 und während Hurrikane Sandy 2012 geboten. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2014 Hardware und Software-Lizenzen an mehr als 86.000 gemeinnützige Organisationen gespendet.

Was die Vielfalt betrifft, ist der Prozentsatz von weiblichen Angestellten von 24 % auf 28 % im Jahr 2014 gestiegen. Der Anteil von weiblichen und einer Minderheit angehörigen Führungskräften ist ebenfalls von 24 % auf 27 % gestiegen. Vor Kurzem hat Microsoft auch angekündigt, es werde in den nächsten drei Jahren 75 Millionen USD in Gemeinden investieren, um Jugendlichen mit im Technologiesektor „unterrepräsentiertem“ Hintergrund Informatik näher zu bringen. Während dieser Ankündigung sagte CEO Satya Nadella: „Wenn wir die globalen Herausforderungen von morgen lösen möchten, müssen wir heute zusammenkommen und junge Menschen überall mit dem Versprechen der Technologie inspirieren“.

Jedes Jahr hält Microsoft einen „Data Privacy Day“ ab, um Bewusstsein für Datenschutz-Probleme „unter Kunden, Organisationen und Regierungsangestellten“ zu schaffen. Microsofts jüngstes Betriebssystem Windows 10 fügt neue Sicherheitsvorrichtungen hinzu. Das Unternehmen hat auch neue Verschlüsselungsmethoden vorgestellt, um seine Kunden vor NSA-Spionage zu schützen.

Das Wichtigste

Investoren übersehen häufig den Umgang eines Unternehmens mit sozialer Verantwortung und konzentrieren sich ausschließlich auf finanziellen Wachstum. Während starke Einnahmen sicherlich wichtig sind, sollten Investoren auch verstehen, welche Unternehmen aktiv die Welt zu einer besseren machen. In diese Unternehmen kannst du ruhigen Gewissens dein hart erarbeitetes Geld investieren. Die Daten des Reputation Institute liefern zusätzlich Infos zum Nachdenken.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien) und Alphabet (C-Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 11.10.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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