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Warum Apple Aktien massiv unterbewertet sind

Quelle: Apple

Wahrscheinlich folgt der Markt keinem anderen Unternehmen so devot wie Apple (WKN:865985). Allerdings ist es auch nicht unüblich, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Wenn man damit beschäftigt ist, sich die neuesten Gerüchte über ein Unternehmen reinzutun, kann man dabei die Triebfedern hinter dem Wachstum und dem Erfolg verkennen. Bewertung ist eine der wichtigsten Aspekte, die es abzuwägen gilt, will man eine kluge Anlageentscheidung treffen. Und unter diesem Gesichtspunkt sieht die Aktie von Apple besonders attraktiv aus.

Apple wirkt wie ein Schnäppchen

Apple wird sehr günstig gehandelt. Das Unternehmen hat ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,5 der Einnahmen im Zeitraum der letzten 12 Monate. Wenn man die Erwartungen für das derzeitige Geschäftsjahr, das im September endete, als Maßstab nutzt, wird Apple beim 11,8-fachen gehandelt. Zum Vergleich: das Durchschnittsunternehmen im S&P 500 wird viel höher gehandelt – nämlich beim 18,4-fachen.

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Noch wichtiger: Die von Apple berichteten Zahlen sind besonders transparent. Das Unternehmen berichtet auf GAAP-Basis, und das bedeutet, dass die Zahlen auch Variablen wie Kosten, die durch Aktienvergütungen an Mitarbeiter, beinhalten – Zahlen, die andere Tech-Unternehmen gerne unter den Teppich fallen lassen.

Cashflow kann gegenüber den Einnahmen noch transparenter sein. Den kann man nämlich nicht so leicht aufhübschen. Apple führt das Unternehmen auf beachtlich effiziente Weise und kassiert Geld, noch bevor man die Zulieferer zahlt, was dazu führt, dass das Unternehmen permanent große Cashströme kassiert.

Apple konnte 67,8 Milliarden USD im operativen Cashflow in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs berichten, weit über den 56,6 Milliarden USD Einnahmen im selben Zeitrahmen. Cash lügt nicht, und Apples Fähigkeit, Cash an den Start zu bringen, lässt einen schon einmal ins Schwärmen geraten.

Unterschätzt die Wall Street Apple?

Der Hauptgrund, aus dem die Aktie recht günstig zu haben ist, besteht darin, dass die Wall Street erwartet, dass das Wachstum des Unternehmens langsam nachlässt. Apple konnte im letzten Quartal etwa 63 % des Umsatzes mit dem iPhone-Geschäft machen, und die ganze Branche scheint mittlerweile die Phase des rapiden Wachstums hinter sich gelassen zu haben. Nach Schätzungen des IDC sollen die Smartphone-Auslieferungen 2015 10,4 % wachsen – ein spürbarer Abfall gegenüber dem Wachstum von 27,5 % im Jahr 2014.

Andererseits muss man bedenken, dass Apple noch jede Menge Platz zu wachsen hat. Laut IDC hat das Unternehmen lediglich 15,6 % des weltweiten Smartphone-Markts besetzt, und in letzter Zeit konnte man der Konkurrenz immer mehr Anteile abluchsen.

CEO Tim Cook sagte beim letzten Einnahmebericht:

Wir konnten 35 % mehr iPhones verkaufen, und das übertrifft das Wachstum des Smartphone-Markts beinahe um das Dreifache. Wir haben an allen Teilen der Erde an Markt dazugewonnen. Der Umsatz mit dem iPhone stieg noch mehr, ging 59 % nach oben. Diese starken Ergebnisse gelten für Schwellenländer wie auch für Industrienationen, außerdem haben wir noch nie soviele Wechselkunden von Android bekommen wie jetzt.

Apple hat neulich erst verkündet, dass man am ersten Wochenende insgesamt 13 Millionen Exemplare des iPhone 6s und iPhone 6s Plus verkauft – ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorgängermodell am ersten Verkaufswochenende.

Ein großer Grund dafür ist natürlich, dass das aktuelle Modell auch sofort in China erhältlich war. Beim Vorgänger war dies nicht so. Dennoch sollte das nicht darüber weg täuschen, dass das eine gesunde Zahl ist.

Außerdem setzt man darauf, dass die neuen Produkte gut ankommen werden. Dazu zählen Apple Watch, Apple TV, Apple Pay und Apple Music. Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge ist das Unternehmen auch drauf und dran, bis 2019 das erste eigene Auto auf den Markt zu bringen.

Alle diese Projekte werden in den kommenden Quartalen ihren Beitrag zu den Bilanzen leisten. Und das langfristige Potenzial für Verkäufe und Einnahmewachstum ist schon überzeugend, wenn man bedenkt, welche Wettbewerbsvorteile Apple sich verschafft hat und welche Erfolge man feiern konnte.

Wall Street erwartet, dass mittelfristig das Wachstum der Branche einbricht. Deswegen ist die Aktie von Apple günstig zu haben. Es gibt aber berechtigten Grund zur Annahme, dass das Unternehmen es schafft mit dem iPhone und jeder Menge Innovation dem Trend entgegenzuwirken. Sollte das passieren, winken den Anlegern große Profite.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. Dieser Artikel von Andrés Cardenal erschien am 5.10.15 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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