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4 Gründe, warum Ubers Börsengang mehr als 100 Milliarden USD wert sein wird

Foto: The Motley Fool

Vor einiger Zeit hat Uber im Sommer 1 Milliarde an frischem Kapital aufgenommen. Ich war zu dieser Zeit unterwegs von der Westküste in den Mittleren Westen. Dabei nutzte ich Uber fünfmal. Nur einmal nutzte ich Lyft. Ein Mietwagen stand nicht zur Debatte.

Millionen auf der ganzen Welt nutzen Uber. Hunderte von Millionen oder sogar eine Milliarde könnten noch vor dem Börsengang dazu kommen. Damit wäre Uber ein Herausforderer um den Titel des größten Börsenganges aller Zeiten, den bislang Facebook (WKN:A1JWVX) innehält.

Image: Uber.

Image: Uber.

Klingt verrückt? Goldman Sachs (WKN:920332) steckte 450 Millionen USD in Facebook bei einer Bewertung von 50 Milliarden im Januar 2011. Die Einnahmen waren im Jahr zuvor um 154 % gestiegen und wuchsen danach um weitere 88 % in den folgenden 12 Monaten wie S&P Capital IQ berichtete. Eine ähnliche Bewertung gibt auch Bloomberg und meldet, das Uber seine Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 300 % steigern konnte.
Ich bin überrascht, dass wir noch nicht über eine Bewertung von 100 Milliarden USD sprechen. Hier sind 4 Gründe, warum ich glaube, dass wir diesen Punkt bald erreichen werden:

1. Einfache Expansion
So gerne man Uber als Transportunternehmen sehen möchte, so ist es doch eine Softwarefirma mit einer App, die für mehr als 300 Städte in 60 Ländern optimiert wurde. Uber erweitert die App auch durch eine Programmschnittstelle (API), die es anderen Diensten erlaubt, sich hier einzuklinken. United Continental (WKN:A1C6TV) und Trip Advisor (WKN:A1JRLK) gehören zu den Unternehmen, die davon Gebrauch machen.

2.   Die internationale Konkurrenz rückt zusammen.
Seit einiger Zeit bekommt Uber immer mehr Gegenwind. Von Taxigewerkschaften bis zu Regulierungsbehörden und sogar einige Analysten gehören zu der großen Menge, die Uber gerne scheitern sehen möchte. Und trotzdem sieht es nicht gut für diese Leute aus. Um gegen Uber vorzugehen, schließen sich sogar einige internationale Konkurrenten zusammen. Didi Kuadi (China) und Lyft (USA) machten ihre Partnerschaft am 15. September offiziell. Beide Unternehmen befinden sich laut Berichten des Wall Street Journal in Gesprächen mit Ola aus Indien und GrabTax aus Singapur.

3.   Optionalität ist der Schlüssel.
Uber erweitert sein Portfolio mit atemberaubender Geschwindigkeit. Mit Leasingdiensten, Fahrervermittlung, verschiedenen Transportdiensten und den Mitfahrdiensten von UberPOOL, zieht man jede Woche 100.000 Fahrgäste in jeder vertretenen Stadt an. Es besteht kein Mangel an Möglichkeiten für Uber, um seine Einkünfte weiter zu steigern.

4.   Ubers politische Durchsetzungskraft wächst.
Nach einem medienwirksamen Streit mit der New Yorker Stadtverwaltung überzeugte Uber im Juli die Regulierungsbehörden, eine vorgeschlagene Wachstumsbegrenzung nicht zu verabschieden. Man führt als Vorwand Untersuchungen der Auswirkungen von Autodiensten auf den Verkehr an. Etwa 17.000 Nutzer engagierten sich in der Kampagne wie Re/code berichtete. Prominente schalteten sich über die sozialen Medien ein. In jedem Fall ist es nicht zu übersehen, dass diese Durchsetzungskraft Uber dabei helfen könnte, in neue und in streng regulierte Länder zu expandieren.

Hohes Wachstum erfordert auch einen hohen Preis

Wenn Uber weiterhin über 300 % pro Jahr oder nur mit einem Bruchteil davon wächst, dann werden die Investoren das Unternehmen für eine der größten Wachstumsaktien unserer Zeit halten. Seit der Gründung vor sechseinhalb Jahren haben sie schon 8,2 Milliarden in das Unternehmen gesteckt, wie Crunchbase berichtet.
Glaubst du, sie haben Recht? Würdest du in Uber investieren? Schreibt mir auf Twitter oder Google+. Ich freue mich auf eure Kommentare, vielleicht taucht ja einer davon im nächsten Beitrag auf.

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Dieser Artikel wurde von Tim Beyers auf Englisch verfasst und wurde am 23.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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