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Steigt die Aktie von Tesla Motors auf 365 USD?

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Ein Analyst denkt, Tesla (WKN:A1CX3T) könnte tatsächlich innerhalb eines Jahres um 39 % steigen. Dan Dolev, Analyst bei Jefferies, schrieb diese Woche an seine Kunden, er empfehle die Aktie weiterhin zum Kauf und erhöhte das Kursziel von 360 USD auf 365 USD. Sein starkes Vertrauen in den Elektroautobauer basiert auf einer detaillierten Analyse der erwarteten Kosten der Batteriemodule. Aber ist da auch was dran?

TESLAS GIGAFACTORY, DIE SICH GERADE IM BAU BEFINDET: BILDQUELLE: TESLA MOTORS.

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Könnte das Model 3 profitabler werden als die Investoren erwarten?

Jeder, der Tesla verfolgt, weiß, dass die aktuelle Bewertung am Ende an der erfolgreichen Ausführung und der Nachfrage nach dem günstigeren Model 3 hängt. Bei einem Preis ab 35.000 USD wird die Limousine halb soviel wie das Model S kosten. Da das Batteriemodul allein schon etwa 20 % des Verkaufspreises ausmacht, werden diese Kosten noch reduziert werden müssen, um das Model 3 profitabel verkaufen zu können.

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Dolev glaubt, dass Tesla auf einem guten Weg ist, die Kosten für das Batteriemodul bis 2020 um 50 % zu senken. Er meint, diese Einsparungen werden Tesla starken Rückenwind geben und die Bruttomarge deutlich erhöhen. Dadurch wäre Tesla einer der profitabelsten Hersteller.
Laut Dolev werden drei Faktoren die Kosten nach unten bringen.

1. Große Vorteile bei den Batterien

Wir glauben, dass die effizienten Nickel-Cobalt-Aluminium-Kathoden (das heißt, die positive Elektrode), eine synthetische Silikongraphenanode (die negative Elektrode) mit einer 2- bis 6-fachen Speicherkapazität und die Anodenlösung Schlüsselvorteile sind.

2. Änderungen bei der Zellchemie

Laut Dolev könnte bis 2020 hier eine Kostensenkung von 30 % erreicht werden. Aber wie soll das gehen?
Indem man eine effizientere lithiumreiche Nickel-Cobalt-Mangan-Kathode (im Gegensatz zu NCA) benutzt, den Anteil an Silikon in der synthetischen Graphenanode verdoppelt, das flüssige Elektrolyt mit einem ionischen Gelelektrolyt ersetzt und indem man eine wasserbasierte Elektrodenlösung für die Kathode benutzt.

3. Sinkende Kosten durch Massenproduktion

Die größte Einsparung in der Größenordnung von 70 % werden laut Dolev durch die Erhöhung des Produktionsumfanges, die Optimierung der Lieferkette, den erhöhten Automationsgrad und die einheimische Produktion entstehen.

Diese kombinierten Einsparungen werden sich etwa in der Größenordnung von 50 % der Gesamtkosten der Batteriemodule bewegen. Damit könnte das Model 3 eine Bruttogewinnmarge von etwa 23 % erreichen, während bei den Modellen S und X 33 % möglich wären.

Zu übertrieben?

Ist diese Schätzung zu aggressiv? Wahrscheinlich nicht für CEO Elon Musk.

Teslas oft zitiertes Ziel von Kosteneinsparungen von 30 % pro kWh beim Batteriemodul wird oft falsch verstanden. Es ist nicht das endgültige Einsparziel, das Tesla mit der Gigafactory anstrebt. Es ist das absolute Minimum. Tatsächlich stellte Tesla von Anfang an klar, als man die Pläne für die Gigafactory öffentlich machte, dass man glaubte, die Kosten für die Batteriemodule um mehr als 30 % reduzieren zu können.

QUELLE: TESLA MOTORS.

Aber zielt das Management wirklich auf eine Kostenreduktion von 50 % bis 2020 ab? Das wäre schließlich eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu 30 %.

Dolevs Prognosen scheinen sich mit denen des Managements zu decken. Zum Beispiel würde eine Reduktion um 50 % die Kosten pro Kilowattstunde auf etwa 125 USD pro kWh senken, was immer noch 25 USD über dem Zielwert von 100 USD innerhalb der nächsten neun Jahre liegt.

Ich möchte hier an ein Gespräch zwischen Musk und dem Analysten der Deutschen Bank Rod Lache vor einem Jahr während einer Telefonkonferenz erinnern.

Musk: Ich wäre enttäuscht, wenn wir 10 Jahre brauchen würden um auf 100 USD pro kWh zu kommen.

Lache: Das heißt, sie wollen damit sagen, dass innerhalb der nächsten, dass Sie innerhalb dieses Zeitraums erwarten, dass Elektroautos Kostenparität mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor erreichen und das sogar noch verbessern wollen?

Musk: Ja.

Lache: Mhm. Das ist interessant.

Musk: Es erscheint mir ziemlich offensichtlich.

Teslas Batterieguru und Technischer Leiter JB Straubel fügte hinzu:

Wir verfolgen hierbei mehrere Dinge mit verschiedenen Vorgaben, was die Umsetzung angeht. Aber um die Frage zu beantworten, um die Gigafactory und diese Kostenziele zu erreichen, müssen wir keinen fundamentalen Durchbruch in Chemie und Werkstoffkunde erreichen. Diese Dinge sind ziemlich klar.

Das Management scheint Dolevs Ansichten zu teilen, was das langfristige Einsparpotenzial bei den Batterien angeht. Natürlich könnte die Art und Weise, wie Tesla diese Ziele erreichen will, ganz anders sein, besonders was die Zellchemie angeht. Aber Dolevs Vorhersagen scheinen sich größenteils mit Teslas Vision zu decken.

Was Dolevs Kursprognose in einem Jahr angeht, sollte man nicht vergessen, welche Risiken bei dieser sehr zukunftsorientierten Bewertung bestehen. Da alle relevanten Gewinne über dem aktuellen Kurs von etwa 260 USD sehr von der Umsetzung mehrerer Expansionsziele abhängen, sollte man als Investor die Risiken vor einem Kauf vorsichtig abwägen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla Motors.
Dieser Artikel wurde von Adam Daniel Sparks auf Englisch verfasst und wurde am 20.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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