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Biotech-Aktien: 3 Unternehmen im Kampf gegen Herzkrankheiten – 2 kaufen, 1 verkaufen

Foto: Pixabay, jarmoluk

Die immer größere, wohlhabendere und länger lebende Bevölkerung könnte Herzkrankheiten zu einem immer dringenderen Problem machen als es bereits ist. Und das sind Aussichten, die einem Angst machen können.
Amgen (WKN:867900), Regeneron (WKN:881535)und Aegerion (WKN:A0MQ92) verkaufen und entwickeln neue Medikamente für die Behandlung von Cholesterin. Davon sind es aber nur zwei wert, sie ins Portfolio aufzunehmen.

1. Amgen

Amgen hat eine lange und erfolgreiche Vorgeschichte voller Bestseller-Medikamente gegen Anämie. Dieses Jahr hat Amgen mit zwei erst vor Kurzem zugelassenen Herzmedikamenten hohe Wellen geschlagen.
Im April gab die FDA Amgens Corlanor die Zulassung zur Behandlung von Herzversagen bei Patienten mit chronischen Herzleiden. Im August erhielten sie von der FDA grünes Licht für die Markteinführung von Repatha, einem cholesterinsenkenden Medikament, das bei Patienten mit schwer zu behandelnden Cholesterinwerten eingesetzt werden kann.

Sowohl von Corlanor als auch von Repatha erwartet man Milliardeneinnahmen. Doch da Repatha anders funktioniert als die meisten anderen Cholesterinmedikamente, auch Statine genannt, ist es vielleicht etwas interessanter.

Während ein Statin die Cholesterinproduktion in der Leber senkt, hemmt Repatha die PCSK9-Proteine dabei, die Cholesterinrezeptoren in der Leber zu eliminieren. Das erlaubt dem es dem Patienten mehr schlechtes Cholesterin aus dem Blut zu entfernen. Da Repatha anders wirkt, kann es entweder als Monotherapie oder zusammen mit Statinen benutzt werden. Daher glauben viele, dass aufgrund seiner Effektivität Repatha bei viel mehr Patienten eingesetzt werden könnte, als ursprünglich angenommen.

Zusätzlich zu dem potenziellen Wachstum von Corlanor und Repatha könnten Investoren auch von einem anderen Cholesterinsenker profitieren, den Amgen gerade erst für 300 Millionen USD im Rahmen der 1,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Dezima Pharma erhalten hat. In den klinischen Tests senkte Dezimas TA-8995 die Cholesterinwerte um 45 % auf einen Wert von 48 %.

2. Regeneron Pharmaceuticals

Wenn es eine Aktie gibt, die man als Investor gerne die letzten fünf Jahre besessen hätte, dann ist es diese.
Da Eylea, ein Medikament zur Behandlung von Sehverlust bei Patienten mit “feuchter” altersbedingter Makuladegeneration und diabetischer Makulaödemie, immer häufiger benutzt wird, ist der Kurs von Regeneron seit 2012 um 216 % gestiegen.

Dieses Jahr könnten die Anleger noch ein Extra bekommen, da Praluent von der FDA akzeptiert wurde. Praluent ist ein PCSK9-Medikament, das im Juli zugelassen wurde und ähnlich wie Amgens Repatha wirkt.

Obwohl Praluent und Repatha dieselbe Wirkungsweise haben und ähnlich effektiv in den klinischen Studien waren, schätzen die Experten, dass der Markt dafür 10 Millionen Patienten umfassen könnte. Da diese Medikamente über 14.000 USD pro Jahr kosten, sollte der Markt für beide Unternehmen groß genug sein.

Da Amgen aber viel größer ist als Regeneron, wird Repatha wohl eher im Windschatten von Praluent fahren, was die Aktie von Regeneron zu einem besseren Kauf für risikotolerante Anleger macht.

3. Aegerion Pharma

Exzellente Nachrichten für Amgen und Regeneron könnten schlechte Nachrichten für Aegerion Pharma sein.
Deren Medikament Juxtapid war seit der Zulassung 2012 eines der Hauptmedikamente bei der Behandlung von hartnäckigem Cholesterin. Doch jetzt, da Repatha und Praluent ihre Wirksamkeit bewiesen haben, ist es unsicher, wie viele Ärzte weiterhin Juxtapid den beiden anderen vorziehen werden.

Hinzu kommt, dass Amgen und Regeneron deutlich weniger verlangen als die himmelhohen 300.000 USD pro Jahr.
Wegen der eklatanten Preisdifferenz ist die orale Einnahme von Juxtapid wohl kein ausreichender Vorteil gegenüber Repatha und Praluent, die beide injiziert werden. So wird es schwer für Aegerion seinen Marktanteil zu halten und das ist ein zu großes Risiko für mich als Anleger.

Foolishes Fazit

Diese Cholesterinmedikamente können den Patienten sehr helfen, aber es ist unsicher, wie groß dieser Vorteil sein wird.

Obwohl Statine in klinischen Tests bestätigt haben, dass sie das Risiko von kardiovaskulären Vorfällen reduzieren können, ist das bei den vorgestellten 3 Medikamenten nicht der Fall. Amgen und Regeneron sind gerade dabei, solche Studien durchzuführen. Sollten diese zu den gewünschten Ergebnissen führen, könnten Repatha und Praluent sogar einen noch größeren Behandlungsvorteil bieten als bisher angenommen und das könnte beide Unternehmen langfristig noch attraktiver machen.

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Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und wurde am 20.09.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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