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5 Gründe, weshalb der Aktienmarkt eine Talfahrt hinlegen könnte (und warum uns das eigentlich völlig egal sein kann)

Foto: Pixabay, Unsplash

Wenn du einen echten Nervenkitzel suchst, hilft dir wahrscheinlich eine waghalsige Achterbahnfahrt. Aber in den letzten zwei Wochen konnte man diesen Kick auch als Investor auf dem Aktienmarkt miterleben.

Nachdem der Dow Jones Industrial Average innerhalb von nur 6 Börsentagen um 1.900 Punkte gefallen war, rappelte er sich wieder auf und machte in 3 Tagen 1.000 Punkte gut. Das war seit der großen Rezension die größte Schwankung, die Investoren miterleben mussten. Und wie du dir vielleicht bereits gedacht hast, kamen diese richtig ins Schwitzen.

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Fünf Gründe, weshalb der Markt einstürzen könnte

Ehrlich gesagt, gibt es immer einen Grund, den Wachstumsperspektiven des breiten Markts skeptisch gegenüberzustehen. Aber die Furcht der Anleger führt nicht immer zu einem solchem Ausverkauf, wie wir ihn im August beobachten konnten. Jedoch ist das zuvor erwähnte Aufrappeln keine Garantie dafür, dass weitere Talfahrten auch in Zukunft glimpflich enden.

Schauen wir doch einmal näher auf einige Gründe, weshalb der Markt sogar noch tiefer fallen könnte und wieso uns das eigentlich völlig egal sein sollte.

1. Investoren sind hochemotional

QUELLE: FLICKR-Nutzer THETAXHAVEN.

QUELLE: FLICKR-Nutzer THETAXHAVEN.

Ein Grund für meine Behauptung, dass der Aktienmarkt noch tiefer fallen könnte, ist die Sentimentalität der Anleger. Während Langzeitinvestoren in der Regel ihre Emotionen aus ihren Investitionsentscheidungen diszipliniert raushalten können, gibt es doch so einige Investoren, die nicht langfristig orientiert sind. Börsenhändler, aktive Wall-Street-Firmen und Hedgefonds können den Markt bei geringsten Anzeichen einer guten oder schlechten Nachricht leicht zum Ausschlagen bringen, da ihre Emotionen ihre Investitionsentscheidungen beeinflussen und sie sich nicht auf die fundamentalen Börsengrundsätze und langfristige Anlagen konzentrieren.

2. Die Ölsituation entspannt sich nur kurzfristig

Es lässt sich unmöglich sagen, ob die Schwankungen von letzter Woche von dem schnellen Anstieg des Ölpreises verursacht wurden oder ob die Schwankungen die Ölpreise hochgetrieben haben. Aber man kann mit Sicherheit behaupten, dass die Ölsituation weiterhin angespannt ist.

Beispielsweise hat sich die Anzahl der Bohranlagen in den U.S.A in nur einem Jahr halbiert. Einen Höchststand gab es mit 1.609 Bohranlagen; letzte Woche betrug diese Anzahl 675. Trotz dieses Umstandes hat sich die Produktionskapazität pro Bohranlage mehr als verdoppelt. Trotz weniger Bohranlagen bleibt die Produktion also im Vergleich zum Vorjahr konstant. Dies trägt nicht zur Lösung des wesentlichen Ölproblems, nämlich dem Überangebot, bei. Wenn außerdem Befürchtungen über eine Rezension oder einen Wirtschaftsrückgang in den U.S.A, China oder in anderen weiterentwickelten Staaten dieser Welt aufkommen, könnten diese Bedenken bezüglich des Überangebots auch die Börse drücken.

3. Die Unentschlossenheit der US-Notenbank

Eine andere Sorge, die auftauchen und fallende Kurse mit sich bringen könnte, ist die Unentschlossenheit des Federal Open Market Committee (FOMC). Nur um eins klarzustellen: Es gibt keine magische Formel, mit der man den richtigen Zeitpunkt bestimmen kann, um den US-Leitzins (der sich dann schließlich auf den Zinssatz unserer Hypothekenzahlungen, unserer Kredite und Darlehen und so weiter auswirkt) anzuheben oder zu senken. Da sich der US-Leitzins seit sechs Jahren in der Nähe der 0%-Marke bewegt, werden die Skeptiker lauter. Sie befürchten, dass niedrige Darlehenszinsen zu einem Anstieg der Inflation oder vielleicht sogar einer weiteren Immobilienblase führen können. Lange Rede kurzer Sinn: Je konfuser das FOMC auftritt, desto mehr Druck lastet wohl auf dem Aktienmarkt.

4. Bammel aus dem Ausland

SHANGHAI-SKYLINE. Quelle: FLICKR-Nutzer WILSON HUI.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass auch China oder Griechenland ihre Spuren am Aktienmarkt hinterlassen werden. Chinas jährliches BIP-Wachstum liegt zwar immer noch deutlich über dem globalen Durchschnitt, befindet sich nun aber unter dem historischen Durchschnitt der letzten drei Jahrzehnte von 10 %. Jüngste Produktionszahlen aus China sahen eher düster aus. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für die Industrie lag bei 47,8 (Zwei-Jahres-Tief, deutet auf einen Rückgang hin). Außerdem befürchten Anleger, dass die chinesische Regierung nicht die Mittel hat, um die Wirtschaft wieder zu alter Wachstumsstärke anzukurbeln.

Was Griechenland betrifft, so gibt es Besorgnis, dass die heftig angeschlagene Euro-Nation mit den Rettungsvereinbarungen brechen oder versuchen könnte, gegen die Forderungen des Rettungsplans vorzugehen. Zwar sind zusätzliche Gelder von den Kreditgebern ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch kehren sie Griechenlands viele Probleme lediglich nur unter den Teppich und sie könnten weiterhin die Wachstumsperspektiven des ganzen EU-Raums herunterdrücken.

5. Der „X-Faktor“

Schließlich gibt es dann noch den „X-Faktor“. Der X-Faktor repräsentiert eines von unendlich vielen Problemen, die auftreten könnten und von Investoren nicht vorherzusehen sind. Eine große Mehrheit unserer Marktkorrekturen und/oder unserer Bärenmärkte der letzten Jahrzehnte sind aufgrund von völlig unerwarteten Problemen, die nur wenige Anleger haben kommen sehen, aufgetreten. Wer weiß also, welche unvorhergesehene Befürchtung auftauchen und den Aktienmarkt noch einmal herunterdrücken könnte?

Warum du dir keine Sorgen über einen Crash des Aktienmarkts machen solltest

Vielleicht gibt es unzählig viele Gründe, die nach der August-Korrektur für einen erneuten Absturz des Aktienmarkts sprechen, aber als Langzeitanleger sind dies nicht unbedingt schlechte Nachrichten.

Quelle: SOCIAL SECURITY ADMINISTRATION.

An der Börse gibt es keine Gesetze. Aber das, was am ehesten an so etwas herankommt, ist die Tatsache, dass Aktienindizes in 100 % der Fälle nach einer Korrektur oder Rezension steigen. Ich habe nicht die Geduld, jede einzelne Korrektur/Bärenmarkt des S&P 500 seit Beginn der Aufzeichnungen aufzuzählen, aber ich kann dir sagen, dass alle 33 Korrekturen/Bärenmärkte seit 1950 gut überwunden wurden. Zwischen 1975 und 2000 betrug die Zeitdauer für die Wiedergewinnung der Verluste bei allen 12 Korrekturen/Bärenmärkten zwei Jahre oder weniger. Wenn dieser Trend weiterhin anhält, bedeutet dies für risikoaverse Langzeitanleger einfach nur, dass der Kauf eines Index-Fonds, wie dem SPDR S&P 500 ETF, auf lange Sicht gesehen immer einen Gewinn einbringt.

Korrekturen sind an der Börse unvermeidbare Schwankungen und deine Möglichkeit, dir hochqualitative Aktien zu einem — im Vergleich zu den letzten Monaten oder Jahren — günstigeren Preis zu sichern. Sofern sich das Geschäftsmodell eines Unternehmens nicht ändert, wird eine einfache Korrektur an der Börse vermutlich keine großen langfristigen Auswirkungen auf die Rentabilität eines hochqualitativen Unternehmens haben.

Zuguterletzt sollten Investoren im Hinterkopf behalten, dass Aktien immer noch die beste Möglichkeit sind, langfristig wirklichen Wohlstand aufzubauen. Natürlich sind Credit Default Swaps, Geldmarktkonten oder Bonds weniger volatil, aber unter Einberechnung der Inflation waren sie in den letzten Jahren Geldvernichter. Bei einer historischen Durchschnittsjahresrendite von 8 % ist der Aktienmarkt für Investoren eine echte Gelegenheit, Wohlstand aufzubauen.

Wie es Warren Buffett einst formulierte: „Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und ängstlich, wenn sie gierig sind.“ Vielleicht ist es an der Zeit, sich diese Worte zu Herzen zu nehmen.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien. Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 3.9.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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