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Die Facebook Aktie ist nicht so günstig wie du denkst

Foto: The Motley Fool.

Der Social-Media-Gigant Facebook (WKN:A1JWVX) hat neulich seine Quartalszahlen vorgelegt. Wenn du dir mal die Zahlen ansiehst, dann wirst du sehen, dass das Unternehmen ein Netto-Einkommen von 1,437 Milliarden USD bzw. 0,50 USD pro Aktie reingeholt hat.

Allerdings sind diese Zahlen das, was man unter Non-GAAP versteht (Generally accepted accounting principles, kurz GAAP, deutsch Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung). Diese Zahlen beinhalten nicht die Amortisierung von Assets wie aktienbasierten Vergütungen.

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Wenn wir uns einmal die GAAP-Zahlen ansehen – das heißt, die Zahlen, die diese Sachen mit einberechnen – dann wirkt Facebook auf einmal gar nicht mehr so profitabel.

Wie groß ist der Unterschied?

Der Unterschied zwischen Facebooks GAAP und Non-GAAP-Zahlen ist erschütternd. Die Nettoeinnahmen im letzten Quartal auf GAAP-Basis lagen bei 719 Millionen USD, was etwa 0,25 USD pro Aktie bedeuten würde.

Auch wenn das Unternehmen in der Lage war, gegenüber dem Vorjahr die Einnahmen pro Aktie von 0,43 USD auf 0,50 USD zu steigern, sind auf GAAP-Basis die Einnahmen pro Aktie sogar gefallen – von 0,30 USD im letzten Jahr auf 0,25 USD dieses Jahr.

Warum fallen die GAAP-Einnahmen überhaupt?

Wenn man sich einmal die Resultate des letzten Quartals ansieht, dann sieht man schnell, dass der Druck auf die GAAP-Einnahmen vor allem durch gesteigerte Kosten kommt. Ausgaben für Forschung und Entwicklung ist von 492 Millionen USD im letzten Jahr auf 1,17 Milliarden USD gestiegen. Ausgaben für Marketing und Sales stiegen von 358 Millionen USD auf 626 Millionen USD, die Verwaltung von 197 Millionen USD auf 305 Millionen USD.

Langfristig betrachtet sind diese Ausgaben natürlich sinnvoll. Facebook hat die Mittel, um weiter das Unternehmen auszubauen, und sollte das auch tun.

Wenn man sich allerdings ein Bild vom Wert der Aktie machen will, dann denke ich nicht, dass die non-GAAP Zahlen so aussagekräftig sind, da die Ausgaben für Aktienkompensation sehr hoch sind.

Damit ist die Aktie alles andere als günstig

Analysten schätzen, dass die zukünftigen Einnahmen von Facebook in Form von non-GAAP-Einnahmen sein werden. Und das erzeugt ein falsches Licht. So ist die Konsensmeinung, dass die Aktien dieses Jahr 2,01 USD pro Aktie abwirft und nächstes Jahr 2,67 USD.

Derzeit wird Facebook bei 94,53 USD gehandelt. Das bedeutet, dass die Aktie beim 47-fachen der diesjährigen erwarteten Einnahmen steht und beim 35-fachen der erwarteten Einnahmen im nächsten Jahr. Das ist natürlich kein Schnäppchen. Da aber solides Wachstum erwartet wird, bekommt man aber auch vor Aufregung kein Nasenbluten.

Auf GAAP-Basis sieht Facebooks Aktie allerdings teurer aus. Im Jahr bis heute waren die non-GAAP-Einnahme mehr als das Doppelte der GAAP-Einnahmen. Wenn wir ganz naiv die Schätzungen für das ganze Jahr durch zwei teilen, um zu erfahren, wo Facebooks GAAP-Einnahmen für das Jahr erwartet werden, dann wird das Unternehmen beim 94-fachen der Einnahmen gehandelt.

Der Gewinn scheint im Vergleich zum Risiko keine langfristige Freude aufkommen zu lassen

Bei einer Marktkapitalisierung von 265 Milliarden USD sowie Aktien, die beim 94-fachen der Einnahmen auf GAAP-Basis gehandelt wird, wirkt es so, als wären das gute Neuigkeiten.

Aber hier kaufe ich keine Aktien von Facebook. Auch wenn das Unternehmen weiter gut performt, glaube ich doch, dass man bei den derzeitigen Preisen nicht zuschlagen sollte.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Facebook.

Dieser Artikel von Ashraf Eassa ist am 1.8.2015 auf Fool.com erschienenEr wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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