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Aktien im Rückblick: Munich Re und Beiersdorf überzeugen, Post-Gewinn fällt wegen Zustellerstreik

Foto Wikimedia Commons

Nach fünfwöchiger Zwangspause wurden am Montag an der Athener Börse wieder Kurse gestellt. Es geschah, was allgemein erwartet worden war: Der griechische Leitindex Athex Composite brach um 16 % ein. An den Folgetagen mussten insbesondere die Aktionäre griechischer Banken weitere Verluste verkraften.

Die Marktteilnehmer an den anderen europäischen Börsen nahmen dies zwar zur Kenntnis, ließen sich aber davon kaum beeinflussen. In Frankfurt beäugten die Börsianer lieber die Bilanzen von Index-Schwergewichten aus DAX und MDAX, weil zahlreiche Unternehmen anlässlich der Bekanntgabe von Quartalszahlen Einblick in ihre Bücher gewährten.

Was war an der Börse los?

Der Kurseinbruch an der griechischen Börse wirkte sich am Wochenbeginn zunächst auch in Frankfurt aus: Der DAX (WKN:846900) startete am Montag mit Verlusten. Allerdings konnte sich der deutsche Leitindex im Laufe der Handelssitzung in die Gewinnzone vorarbeiten und schloss beim Stand von 11.444 Punkten mit einem Plus von 1,19 %.

Für gute Stimmung sorgten die Quartalszahlen der Commerzbank (WKN:CBK100): Die Anteilscheine des teilverstaatlichten Geldhauses, das im zweiten Vierteljahr den Überschuss nahezu verdreifachen konnte, verteuerten sich um 2,25 %. Spitzenwert im DAX war die Aktie von Fresenius (WKN:578560), die nach positiven Analystenkommentaren 3,90 % zulegte.

Am Dienstag veröffentlichte der Autozulieferer Continental (WKN:543900) seinen Bericht über das zweite Quartal und erhöhte wegen anhaltend guter Geschäfte und niedrigeren Rohstoffkosten seine Gewinnprognose. Die Conti-Aktie stieg um 5,72 % und setzte sich damit an die Spitze der DAX-Tabelle.

Weniger erfreulich war die Kursentwicklung der Bankwerte: Der Aktienkurs der Deutschen Bank (WKN:514000) fiel um 2,58 % und Anteilscheine der Commerzbank verbilligten sich um 1 %. Einige Marktteilnehmer begründeten dies mit einer Drohung der Rating-Agentur S&P, ihre Bewertung der Kreditwürdigkeit der EU herunter zu stufen.

Am unteren Ende der DAX-Tabelle landete nach einem negativen Analystenkommentar die Lufthansa (WKN:823212) mit einem Minus von 3,46 %. Der Gesamtmarkt tendierte eher lustlos. Der DAX ging beim Stand von 11.456 Zählern mit einem kleinen Plus von 0,11 % in den Feierabend.

Am Mittwoch herrschte wieder eitel Sonnenschein: Der DAX startete im grünen Bereich, baute seinen Gewinn am Nachmittag auf 1,57% aus und schloss bei 11.636 Zählern. Ganz oben auf der Standardwerte-Liste stand die Aktie von Beiersdorf (WKN:520000), die sich um 3,65 % verbesserte. Der Nivea-Hersteller hatte am Morgen zufriedenstellende Quartalszahlen vorgelegt.

Was passiert, wenn eine Vierteljahresbilanz nicht zur allgemeinen Begeisterung ausfällt, merkten Aktionäre der Hannover Rück (WKN: 840221), deren Papiere sich um 3,31 % verbilligten. Der im MDAX (WKN:846741) gelistete Rückversicherer hatte zwar seine Gewinnprognose für das laufende Jahr erhöht, im zweiten Vierteljahr aber weniger als von Analysten erwartet verdient.

Nach sieben Gewinntagen in Folge zeigte das Kursbarometer am Donnerstag nach unten: Der DAX verlor 0,44 % auf 11.585 Punkte. Bei den einzelnen Werten bot sich ein gemischtes Bild. Die Deutsche Post (WKN:555200), deren Gewinne im zweiten Jahresviertel wegen des Zustellerstreiks zurückgegangen waren, brach um 3,64 % ein und verbuchte damit den größten Verlust im DAX. Die Munich Re (WKN:843002) hingegen konnte mit einer starken Gewinnentwicklung und einer optimistischen Jahresprognose überzeugen und wurde mit einem Kursgewinn von 1,49 % belohnt. Bei der Telekom (WKN:555750) kam es nach Veröffentlichung einer guten Quartalsbilanz zu Gewinnmitnahmen: Die Aktie verlor 1,74 %.

Auch am Freitag ging es mit dem DAX leicht abwärts. Am frühen Nachmittag betrug das Minus rund 0,3 %.

Wie geht es weiter?

Bei den DAX-Werten geht die Bilanzsaison zu Ende und außer Zahlen zur griechischen Industrieproduktion im Juni werden am Montag (10.08.) auch keine volkswirtschaftlichen Statistiken aus Deutschland oder Europa veröffentlicht.

Am Dienstag werden immerhin die ZEW-Konjunkturerwartungen für August und die Juli-Verkehrszahlen der Lufthansa bekannt gegeben. Aus den USA erreichen uns Daten zur Produktivität im zweiten Quartal und Juni-Zahlen zu den Lagerbeständen des Großhandels.

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Text genannten Aktien.

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