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Der Beweis, dass Facebook enteilt ist

Quelle: Flickr Nutzer Mike Mozart.

Auch wenn Facebook (WKN:A1JWVX) derzeit mehr als 270 Milliarden USD wert ist, handelt es sich doch um ein recht neues Geschäftsmodell. Seit der Gründung im Februar 2004 hat sich das Unternehmen schnell als das bekannteste soziale Netzwerk weltweit etablieren können. Doch viele zweifelten daran, ob sich das Geschäftsmodell als fruchtbar erweisen würde. Immerhin hatten sich vorher Netzwerke nicht als profitabel erweisen können. Und selbst nachdem man 2012 an die Börse gegangen war, gab es noch immer Kritiker die meinten, dass Facebook nicht über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verfügen würde. Heute aber ist wohl klar, dass Facebooks Wettbewerbsvorteil riesig und darüber auch noch dauerhaft sein dürfte.

Nicht im Bild: Burggraben. Quelle: Von The Motley Fool zur Verfügung gestellt.

Worin besteht Facebooks Wettbewerbsvorteil?

Langzeitinvestoren suchen oft nach Investments mit dauerhaften Vorteilen gegenüber der Konkurrenz. Warren Buffett nannte es einmal einen „Burggraben“.

„In der Geschäftswelt suche ich Burgen mit unüberwindbarem Burggraben“, sagte er einmal.

Denn ohne Wettbewerbsvorteil kann man als Investor nicht davon ausgehen, dass sich das Investment auch Jahre später noch lohnen würde – wenn es bis dahin noch vorhanden ist.

Worin aber besteht dieser Graben bei Facebook? Investoren sagen, dass es sich bei Facebook um den „Netzwerk-Effekt“ handelt. Ein Netzwerk-Effekt nimmt an Wert zu mit jedem Mitglied, das Wert schafft und damit allen Beteiligten Wert schafft und – umgekehrt – jedem, der nicht dabei ist, Nachteile beschert.

Betrachte einmal den Netzwerk-Effekt von Facebook. Etwa einer von sieben Menschen weltweit greift mindestens einmal im Monat auf das Netzwerk zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer, die gerade erst dazukommen, bereits Freunde oder Familie im Netzwerk haben, ist damit hoch. Jeder zusätzliche Nutzer macht den Dienst also noch nützlicher. Wenn also jemand im Umkehrschluss Facebook den Rücken kehrt und lieber Teil eines anderen, weniger etablierten Netzwerks werden will, wird derjenige auch vielen Freunden und Familienmitgliedern den Rücken kehren, die ausschließlich auf Facebook sind. Der Netzwerk-Effekt macht es neuen Netzwerken sehr schwierig, Nutzer von Facebook wegzulocken.

Das beste Beispiel für die Sogkraft von Facebook dürfte wohl Googles (WKN:A0B7FY) (WKN:A110NH) Versuch sein, mit Zuckerberg und Co. mithalten zu wollen.

Google+: Alles andere als eine Bedrohung

Google verlangte ursprünglich eine Registrierung bei Google+, um mit anderen Nutzern in den Produkten In Kontakt treten zu können. Man versprach sich von den immensen Nutzerzahlen und der großen Reichweite durch Produkte wie Suche, Gmail und YouTube, dass man mit Facebook mithalten könnte.

Die Idee: Google+ sollte so etwas wie eine Basis-Plattform sein, die in der Lage wäre, Googles Produkte zusammenzuführen. Darüber hinaus war Google+ so angelegt, dass es als „eigenständiges Produkt/Stream/App“ bestehen sollte, wie Google-Vorstand Bradley Horowitz in einem Post auf Google+ am Montag mitteilte, in dem er Googles Entscheidung mitteilte, dass das Unternehmen weniger Gewichtung auf Google+ als Plattform legen wollte. Horowitz wurde Anfang des Jahres Verantwortlicher für Google+.

Weiter:

Das war ein gutgemeintes Ziel, aber so wie wir es angelegt hatten, führte es bei einigen Nutzern zu Verwirrung. So etwa das Missverständnis, dass man sich für einen Kommentar bei YouTube „bei Google+ anmelden“ müsse.

Weiter schrieb Horowitz am Montag auf dem offiziellen Google-Blog, dass ein Google Account alles sei, „um Content zu teilen, mit anderen zu kommunizieren, einen YouTube-Kanal zu eröffnen und noch mehr zu tun“.

Diese Abschwächung von Google+ als Plattform sowie das unausgesprochen Eingeständnis, dass der Dienst in den vergangenen Jahren einfach keine Traktion entwickeln konnte, sind klare Anzeichen dafür, wie schwierig es ist, mit Facebook und dessen Netzwerk-Effekt mithalten zu können. Und wenn es Google schon nicht schafft, mit Facebook mitzuhalten, wer bitteschön dann?

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The Motley Fool empfiehlt Facebook, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Facebook, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). Dieser Artikel von Daniel Sparks erschien am 28.7.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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