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Wie sicher sind die 6%+ Dividendenrenditen von GlaxoSmithKline und Royal Dutch Shell?

Foto: The Motley Fool

Zwei der FTSE 100 Dividendenplatzhirsche, GlaxoSmithKline (WKN:940561) und Royal Dutch Shell (WKN:A0D94M), sind auf einem Tiefststand angelangt. Anleger befürchten jetzt, dass beide Unternehmen Probleme haben könnten, dieses Jahr ihre Dividende zu zahlen.

In der Tat, zum Zeitpunkt, als dieser Artikel geschrieben wurde, wird Shell zu 1.783 Pence gehandelt, was einem Tiefststand seit fünf Jahren gleichkommt. Die Dividendenrendite liegt bei 6,8%. Glaxos Aktien werden zum niedrigsten Preis seit drei Jahren gehandelt und bieten eine Dividende von 6%. Damit liegen die Werte doppelt so hoch wie der 100-jährige FTSE-Durchschnitt in Höhe von 2,4%.

In der heutigen Niedrigzinsumgebung findest du jedoch nur wenige Anlagemöglichkeiten, die eine solche Rendite bieten. Damit sind Glaxo und Shell in meinen Augen perfekt Aktien für Einkommensinvestoren.

Die Frage ist, ob diese überdurchschnittliche Dividende zu gut ist, um wahr zu sein.

Ein riskanter Sport

Rendite hinterherzujagen kann ein riskanter Sport sein. Du solltest keine Aktie kaufen, nur weil sie eine hohe Rendite verspricht. Zuerst solltest du das zugrunde legende Geschäftsmodell verstehen und die Nachhaltigkeit der Auszahlung einschätzen.

Der geläufigste Weg, die Nachhaltigkeit der Dividendenzahlungen einzuschätzen, ist das Deckungsverhältnis. Die Dividendendeckung gibt einen Hinweis darauf, wie gut die Dividendenzahlung durch die Einnahmen oder den Gewinn aus dem operativen Geschäft gedeckt ist.

Leider schneiden Shell und Glaxo nicht so gut ab, wenn man sich die Deckung anschaut. Shells Dividendenzahlung liegt laut aktuellen Vorhersagen bei 121,50 Pence pro Aktie. Der Gewinn in Höhe von 128,1 Pence pro Aktie liegt nur knapp darüber und lässt damit wenig Platz für Fehler.

Glaxos Dividendenzahlung beträgt 80 Pence pro Aktie in diesem Jahr. Allerdings sagen die aktuellen Vorhersagen voraus, dass das Unternehmen lediglich 77,2 Pence pro Aktie einnimmt. Damit scheint es so, als ob sich Glaxo seine Dividendenzahlung nicht leisten könnte.

Hinter die Zahlen schauen

Die Zahlen scheinen zu belegen, dass Glaxo und Shell früher oder später ihre Dividendenzahlungen kürzen müssen. Allerdings sprechen andere Faktoren dagegen.

Shell hat seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges seine Dividende stets gezahlt und jedes Jahr angehoben. Diese Historie will das Management nicht so schnell kaputtmachen.

Zum Glück hat das Unternehmen die Kapazitäten, um seine Auszahlungen kurzfristig auf dem gegenwärtigen Niveau beizubehalten, während die Einnahmen zurückgehen. Shells Bilanz ist vergleichsweise schuldenfrei. Der Verschuldungsgrad liegt bei 14,3% und Analysten erwarten, dass er auf 24% im kommenden Jahr ansteigen wird. Damit wird die Dividendendeckung auf den Faktor 1,3 angehoben.

Glaxos Management hat verkündet, dass die Dividendenzahlung bei 80 Pence pro Aktie in den kommenden Jahren beibehalten wird. Obwohl ich bei Managementaussagen immer skeptisch bin, bin ich geneigt, zu glauben, dass dies der Fall sein wird und Glaxos Dividende nicht so bald gekürzt wird.

Die Vorhersagen von City deuten darauf hin, dass die Dividenden im kommenden Jahr durch die Einnahmen gedeckt werden. Zudem erwartet das Management ein beständiges Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich ab 2016 bis zum Ende des Jahrzehnts.

Die Schlussfolgerung

Alles in allem scheinen die Aktien von Shell und Glaxo sicher zu sein und eine einmalige Gelegenheit für Einkommensinvestoren zu bieten.

Aber bitte folge meiner Einschätzung nicht blind. Ich empfehle stark, dass du eigene Untersuchungen anstellst, bevor du eine Entscheidung triffst. Vielleicht kommst du ja zu einem unterschiedlichen Schluss.

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The Motley Fool UK empfiehlt GlaxoSmithKline.

Dieser Artikel wurde von Rupert Hargreaves auf Englisch verfasst und am 27.07.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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