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Und wieder einmal ein Rückschlag für Bombardier und seine CSeries

Die Gulfstream Luftfahrt-Einheit von General Dynamics hat dem Unternehmen in den letzten Jahren geholfen, seine Dividende zu erhöhen. Quelle: Gulfstream.

Es scheint, als reißen die schlechten Nachrichten um Bombardiers (WKN:866671) CSeries-Programm einfach nicht ab. Am Freitag musste die CSeries einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

Was war diesmal los?

Republic Airways Holdings Inc (WKN:552628) ist einer der wichtigsten Kunden der CSeries. Die Regionalfluggesellschaft hat damals im Februar 2010 vierzig CS300 Flugzeuge mit der Option auf 40 weitere Jets bestellt. Interessanterweise hat diese Bestellung dazu geführt, dass die Rivalen Airbus und Boeing ihre konkurrierenden Flugzeuge mit neuen Motoren ausgestattet haben.

Nun scheint es, als sei diese Bestellung in großer Gefahr. Als Republic vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal präsentierte, warnte das Unternehmen, da der Gewinn aufgrund eines Disputs mit den Piloten wohl schlechter als erwartet ausfallen würde. Am Montag fiel die Aktie nach Bekanntgabe dieser Information um mehr als 50 %.

Eigentlich bereute Republic seine CSeries-Bestellung, schon bevor diese Informationen ans Licht kamen. Um die CSeries in Betrieb zu nehmen, benötigt das Unternehmen zwei Beförderungslizenzen. Aber um Kosten einzusparen, tendiert es eher zu nur einer Lizenz. Wir wissen momentan nicht genau, wie Republics Plan aussieht.

Was feststeht ist jedoch, dass Bombardier die Option für 40 weitere Flugzeuge abschreiben kann.

Wie geht es jetzt weiter?

Hier sind gute Nachrichten: Flugzeugbestellungen wie diese sind in der Regel mit happigen Stornierungskosten verknüpft. Und Bombardier besteht hartnäckig auf die Einhaltung der Bestellung. Aber hier enden die guten Nachrichten auch schon.

Diese Entwicklungen könnten Bombardier auf verschiedenste Weisen treffen. Zum einen könnte Republic pleitegehen. Und das ist eine ernstzunehmende Möglichkeit. Das Unternehmen hat eine Nettoverschuldung von ca. 1,9 Mrd. USD; eine ziemlich große Summe für ein Unternehmen, dessen Bewertung weniger als 200 Mio. USD beträgt und das eine sehr ungewisse Zukunft hat. Auch Anleger sind nicht besonders zuversichtlich – das Unternehmen wird zu nicht einmal einem Vierfachen seines Kurs-Gewinn-Verhältnisses gehandelt.

Selbst wenn sich Republic über Wasser halten kann, wird es vermutlich versuchen, seine CSeries-Bestellung an ein anderes Unternehmen abzutreten. Damit wird es für Bombardier noch schwieriger, die Anzahl der CSeries-Bestellungen auszuweiten. Schließlich ist eine Fluggesellschaft, die Interesse an CSeries-Flugzeugen hat, wohl besser dran, wenn sie sich an Republic und nicht Bombardier wendet. Sicherlich bekäme sie dann ein besseres Angebot und müsste mit kürzeren Auslieferungszeiten rechnen.

Nicht die Zeit zu kaufen

Interessanterweise ist Bobardiers Aktienkurs seit Republics Ankündigung gestiegen. Es sieht also danach aus, als würden die Aktionäre dieses Nachrichten nicht wirklich ernst nehmen.

Momentan würde ich mit dem Kauf der Aktie noch etwas warten. Es kommen vermutlich weitere schlechte Nachrichten auf das Unternehmen zu und es nicht klar, wie Investoren dann reagieren. Zu einem späteren Zeitpunkt bietet sich vielleicht eine viel bessere Möglichkeit, Bombardier-Aktien zu kaufen.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 28.7.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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