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Berichtssaison für DAX-Aktien: Vorschau eines Fools auf BMW und Continental

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In der dritten Woche der Berichtssaison werden wieder mehr als zehn DAX-Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlichen — und wir sind mit unserer Vorschau und unseren Analysen dabei. Im heutigen Artikel werfen wir einen Blick auf die letzten zwei Unternehmen der deutschen Automobilindustrie: die Bayerische Motoren Werke (WKN:519000) und die Continental AG (WKN:543900).

Bayerische Motoren Werke AG

BMW hatte im ersten Quartal 15 % Umsatzwachstum und 4 % Ergebniswachstum im Vergleich zum Vorjahr, wobei die schwachen Gewinne besonders von Finanzderivativen und von dem chinesischen Joint Venture geprägt wurden. Das Ergebnis war besonders im Vergleich mit der Daimler AG (WKN:710000) enttäuschend: Wie wir früher berichtet haben, hat die Firma aus Stuttgart ihren Konkurrenten in jeder wichtigen Hinsicht übertroffen.

Der Aktienkurs spiegelt die Enttäuschung wider: Seit seinem Allzeithoch im März ist der Aktienpreis um 26 % gefallen und liegt damit deutlich hinter dem DAX und hinter Daimler.

Die Volumenentwicklung des zweiten Quartals (Q2) war ähnlich wie jene des ersten Quartals: Das PKW-Absatzvolumen ist im Q2 um 7,5 % gestiegen, was für die ersten sechs Monate einer Erhöhung von 7,8 % entspricht. Dies ist zwar höher als das 2,6 %-Wachstum der globalen PKW-Märkte im ersten Halbjahr, aber es ist deutlich niedriger als das Wachstum von 19 % der Mercedes-Benz-PKWs. Besonders die Steigerung von 2,5 % in China ist wesentlich schlechter als Daimlers Absatzerhöhung von 20 %, aber Mercedes Benz gewinnt Marktanteile, auch in Westeuropa.

Trotz des schnelleren Wachstums von Daimler hat BMW bezüglich des Absatzvolumens immer noch die Nase vorn. Hinsichtlich der Profitabilität ist die Situation aber spannender: Daimler hat im Q2 endlich eine zweistellige EBIT-Marge — 10,7 % aus dem laufenden Geschäft für Mercedes-Benz Cars und 10,2 % für die gesamte Gruppe — erreicht. Es wird interessant zu sehen, ob BMW seine Führung bezüglich der Margen halten kann.

Die Analysten sind kürzlich pessimistischer geworden: Die Konsensus-Erwartungen für Gewinn je Aktie sind in den letzten 60 Tagen von EUR 2,78 auf EUR 2,53 — 6 % unter dem Vorjahresniveau — gesunken.

Continental AG

Der weltweit drittgrößte Autoteilzulieferer hat bisher ein gutes Jahr gehabt. Im ersten Quartal ist der Umsatz um 14 % gestiegen — davon 3 % organisch — und das bereinigte EBIT hat sich um 10 % erhöht. Der Gewinn ist also langsamer gewachsen als der Umsatz; der Hauptgrund dafür waren die Integrationskosten von Veyance Technologies, die Continental im Januar übernommen hat. Der Aktienpreis ist 18 % höher als am Jahresanfang und damit etwas besser als die Entwicklung des DAX.

Es gibt mehrere Rückenwinde, die dem Unternehmen helfen: Der Eurokurs und die Gummi- und Ölpreise entwickeln sich in eine positive Richtung für die Firma und die europäischen Großkunden haben ein starkes Halbjahr hinter sich. Continental kann also schneller wachsen als der Gesamtmarkt und hat die Umsatzprognosen für das Jahr 2015 schon drei Mal nach oben korrigiert. Die Analysten haben dementsprechend hohe Erwartungen: Der Umsatz sollte um 15 % auf EUR 9,8 Milliarden steigen, das bereinigte EBIT um 18 % auf EUR 1,125 Milliarden.

Ich werde mich im Quartalsbericht auf die folgenden drei Themen konzentrieren:

  • Was ist die Auswirkung der Veyance-Acquisition? Der Großteil der Integrationskosten hätte im ersten Quartal erfolgen müssen, und ich erwarte eine positive Wirkung ab dem zweiten Quartal.
  • Wie groß ist das Wachstum in der Automotive-Sparte? Konnte die Firma weiterhin schneller wachsen als der Gesamtmarkt?
  • Der Gesamtmarkt im Rubber-Bereich ist im ersten Quartal — durch reduzierter Nachfrage in Europa und neue Einfuhrzölle in Nordamerika — zurückgegangen. Wie hat sich der Markt im zweiten Quartal entwickelt?

Vor ein paar Tagen habe ich Conti in einem Artikel als eine mögliche Anlagechance für Warren Buffett vorgeschlagen — ich bin gespannt, ob die Ergebnisse meine hohen Erwartungen übertreffen werden.

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Miklos Szekely besitzt Aktien von Daimler. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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