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BP verkündet Verluste für das Q2

Foto: The Motley Fool

BP (WKN:850517) war der erste große britische Ölkonzern, der für das Q2 am Dienstag Zahlen vorlegte, und diese Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück.

Große Verluste

BP berichtete Verluste in Höhe von 5,8 Milliarden USD für das Quartal, nachdem man die Rechnungen für das Katastrophe im Golf von Mexiko begleichen musste. Das Unternehmen musste 9,8 Milliarden USD für die Ölflut bezahlen, nachdem man sich mit der US-Regierung Anfang des Monats auf eine Einigung von 18,7 Milliarden USD verständigt hat.

Die Profite fielen 64% – von 3,6 Milliarden vor einem Jahr auf 1,3 Milliarden.

Für diese schwache Performance von BP kann man eine ganze Reihe an Faktoren verantwortlich machen. Darunter gesunkene Ölpreise, geringere Einnahmen aus der Rosneft-Holding und politische Instabilität in Libyen.

Während die Ölproduktion des Unternehmens mit gesunkenen Ölpreisen zu kämpfen hat, mussten die Raffinerien und das Marketing BP durchschleifen.

Denn diese Zweige des Unternehmens sanken mehr als 10% auf 1,9 Milliarden USD im zweiten Quartal, weil es unzureichend Gelegenheit gab, Öl zu lagern und es weiterzuverkaufen.  Trotzdem konnten die Raffinerien dazu beitragen, dass BP nicht ganz so schlecht dasteht, weil die Raffinerie-Margen in Europa in den vergangenen fünf Monaten fünffach gewachsen sind. Das führte zu einem Anwuchs von 154% in Profiten.

Die Profite der Ölproduktion hingegen fielen mehr als 80% auf 494 Millionen USD, nachdem man im Vorjahr 4,7 Milliarden USD verkünden konnte. Der tiefe Ölpreis richtete richtig viel Schaden an. Das Unternehmen schraubte seine Investitionen im Q2 zurück: von 4,7 Milliarden USD auf 700 Millionen USD. Die Förderung stieg um 0,3% im Q2 auf 2,1 Millionen Barrel pro Tag.

Neustrukturierung

BP will seinen Betrieb neu strukturieren, um ihn an den derzeitigen Ölpreis anzupassen. Am 28.7. hat man verkündet, dass man Jobkürzungen mit nun 1,5 Milliarden USD anstatt bisher 1 Milliarden USD finanziert.

Darüber hinaus hat man angekündigt, dass man sich schon auf Veräußerungen von 7,4 Milliarden USD für dieses Jahr verständigt hätte. Das würde dazu führen, dass man die angekündigten 10 Milliarden USD an Desinvestitionen bis Ende des Jahres erreichen würde.

Außer den Verlusten, die zu erwarten waren, waren die Ergebnisse von BP gar nicht so schlecht, wenn man den Zustand der Ölindustrie insgesamt einmal betrachtet.

Obwohl die Profite der Ölproduktion um 80% sanken, konnte doch die Raffinerien und Marketing solide Zahlen erwirtschaften und zeigen, wie gut integriert das Geschäftsmodell von BP doch ist.

BP konnte 6,3 Milliarden USD in Cash aus dem Betrieb im Q2 ziehen, das sind gerade mal 20% weniger als im Vorjahr. Zudem fielen die Kosten, gegenüber dem Vorjahr etwa 1,7 Milliarden USD.

Die Sparmaßnahmen suggerieren, dass BP schnell wieder auf die Beine kommen könnte, sobald der Preis für Öl wieder normale Höhen annimmt. Und doch wäre es nicht abwegig, wenn das noch ein bisschen dauert – Aktionäre von BP werden sich wohl noch ein bisschen (eher mehr als ein bisschen) gedulden müssen.

Dennoch steht die Dividende von BP derzeit noch bei 6,5%, und das scheint sicher zu sein, hat BP doch genügend Cash zur Hand, um die Ausschüttung zu garantieren.

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The Motley Fool hält keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Rupert Hargreaves erschien am 28.7.2015 auf Fool.co.uk. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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