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5 Gründe, warum ich die Dialog Semiconductor Aktie gekauft habe

Foto: Flickr

Wie kannst du als Anleger gleichzeitig vom Potential von Wearables, dem Internet der Dinge und von iPhones — die nach wie vor weggehen wie warme Semmeln — profitieren? Die Antwort ist: Mit der Aktie von Dialog Semiconductor (WKN:927200). Das ist aber nicht der einzige Grund für eine Investition. Hier sind die Top 5 Gründe, weshalb die Aktie jetzt mein Portfolio schmückt.

1. Wachstumspotential

Laut S&P Capital IQ konnte Dialog seinen Umsatz zwischen 2009 und 2014 mehr als verfünffachen und das entspricht einem jährlichen Wachstum von starken 40 %. Ob das so weitergehen kann? Zumindest ist das Unternehmen in Märkten positioniert, die in den kommenden Jahren mit durchaus vergleichbarem Wachstum hervorstechen könnten.

Ein Ziel von Dialog ist, ein führender Player in der Bluetooth Smart Technologie zu werden, die im Internet der Dinge immer mehr Geräte miteinander vernetzt. Dialog entwickelt nicht nur Produkte für den Smart Home Bereich, sondern auch für drahtlose Ladegeräte und den stark wachsenden Wearables-Markt. Bis 2017 soll der Bluetooth Smart Markt um 70 % im Jahr auf rund 600 Millionen USD wachsen.

In Zukunft möchte das Unternehmen auch bei einem komplementären Produkt eine Rolle spielen: Sensoren. Erst im Mai kündigte das Unternehmen ein Joint Venture mit Sensorspezialist Dyna Image Taiwan an. Das Management erwartet, dass dieses Joint Venture „wirklich erfolgreich“ sein wird.

Für das Wachstum von Dialog schadet es auch nicht, dass man dem Vernehmen nach auch Chips für Apples iPhone, iPad und die Apple Watch liefert. Alleine das iPhone wurde in Q2 2015 47,5 Millionen mal verkauft — und damit 35 % mal häufiger als im Vorjahresquartal. Und ein Ende des Trends ist nicht in Sicht.

2. Technologieführerschaft

Es ist kein Zufall, dass Dialog so namhafte Unternehmen wie Apple, HTC, Lenovo oder Samsung zu seinem Kundenstamm zählt. Die Produkte des Unternehmens sind eine Klasse für sich.

Der DA14580 Bluetooth Smart Chip zum Beispiel verbraucht nur halb so viel Energie wie alle bisher auf dem Markt verfügbaren Konkurrenzprodukte. Zusätzlich erfordert dieser Chip aufgrund seiner hohen Integration nur halb so viele externe Komponenten. Einfach ausgedrückt heißt das: Doppelte Batterielaufzeit und halbe Größe — ein enormer Wettbewerbsvorteil, wenn es um die Verbindung von kleinen, batteriebetriebenen Geräten im Internet der Dinge geht.

Eine ähnliche Leistung vollbringt der DA9312 Chip, der für das Power Management in Notebooks zuständig ist. Dieser Chip halbiert ebenfalls die Größe der notwendigen Leistungselektronik — bei einer noch nie dagewesenen Effizienz von 98 %.

3. Management

Bei meinen Investitionsentscheidungen spielt das Management mit die wichtigste Rolle. Und mein Eindruck des Management-Teams von Dialog ist positiv. Es lehnt zum Beispiel trotz viel Cash in der Bilanz strikt eine Dividende ab, da es das Geld besser für Aktionäre eingesetzt sieht, wenn es in das Geschäft investiert wird.

Auch folgendes vermittelt mir einen positiven Eindruck: Das Management hielt an seiner Prognose für die Bruttomarge im Gesamtjahr 2015 fest, obwohl sie bereits im ersten Quartal 2015 unerwartet darüber lag und man keine Gründe sah, weshalb sie im Laufe des Jahres zurückgehen sollte. Warum ich das gut finde? Es zeigt, dass das Management bodenständig ist und Dinge nicht schöner redet, als sie sind.

Außerdem gefällt mir, dass CEO Dr. Jalal Bagherli bereits seit 10 Jahren an der Spitze des Unternehmens steht, eine Ausbildung als Ingenieur gemacht hat und vorher Erfahrung sowohl im gehobenen Management und bei etablierten Halbleiterproduzenten als auch mit seinem eigenen Chip-Startup sammelte.

Dieser Mann ist für mich genau der richtige an der Spitze eines schnell wachsenden Halbleiterherstellers. Diese Tatsache gepaart mit der klaren Investitionsstrategie und die Vermeidung von unnötigem Optimismus haben mich überzeugt.

Ob meine Einschätzung richtig ist, werden wir bei der ersten größeren Krise von Dialog herausfinden. Denn in Krisenzeiten erkennt man die wahre Größe von Managern besonders gut.

4. Bilanz

Ende des ersten Quartals hatte das Unternehmen laut S&P Capital IQ eine Eigenkapitalquote von 62 %. Das heißt, dass gerade einmal etwas mehr als ein Drittel des Vermögens mit Schulden finanziert wurde. Darüber hinaus hat das Unternehmen mit über 420 Millionen USD einen riesen Cashbestand (das sind 40 % des Gesamtvermögens) — bei einer Verschuldung von nicht einmal 400 Millionen USD.

Es kommt aber noch besser: Trotz der hohen Eigenkapitalquote erzielte Dialog in den 12 Monaten bis zum 31. März 2015 eine Eigenkapitalrendite von 22,8 %.

Diese Zahlen deuten auf ein sehr gesund finanziertes Unternehmen hin, das (heute) in der Lage ist, erstklassige Renditen für seine Aktionäre zu erwirtschaften. Und das bei fast schwindelerregenden Wachstumsraten.

5. Bewertung

Als ich die Aktien letzten Freitag kaufte, hatte Dialog eine Marktkapitalisierung von umgerechnet nicht ganz 4,4 Milliarden USD. Auf Basis des Gewinns der vergangenen 12 Monate (145,8 Mio. USD) habe ich die Aktien zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 30 bekommen.

Klingt nach viel? Für einen schnell wachsenden, profitablen und innovativen Technologieführer in mehreren Wachstumsmärkten, an dessen Spitze ein fähiges Management Team sitzt und das sehr gesund finanziert ist,  ist das meines Erachtens mindestens ein fairer Preis — wenn nicht, sogar ein wunderbarer.

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Bernd Schmid besitzt Aktien von Dialog Semiconductor. The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

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