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Apples Einnahmen: Ein Blick jenseits der Schlagzeilen

Quelle: Apple

Am Dienstag letzter Woche fiel die Aktie von Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) um 7%. Damit brachten Investoren ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass das Unternehmen für das Q3 2015 nur unzureichende Zahlen vorlegte. Allerdings muss gesagt sein, dass, obschon die Verkaufszahlen vom iPhone hinter den Erwartungen zurück blieben, das Gesamtbild doch bei weitem nicht so schlecht aussieht.

Finanz-Performance

Insgesamt lagen die Einnahmen pro Aktie bei 1,85 USD, was über den Erwartungen der durchschnittlichen Analyse an der Wall Street von 1,81 USD lag. Gegenüber dem Vorjahr war man 45% gewachsen. Auch der Umsatz lag über den Erwartungen, Apple konnte 49,6 Milliarden USD in Gesamtverkäufen einnehmen, die Erwartungen lagen bei 49,3 Milliarden USD – das spiegelte einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 33% wider.

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Im Quartal lag die Bruttomarge bei 39,7%, ein kleines Wachstum gegenüber den 39,4% im Vorjahr. Die Führung des Unternehmens lag bei 38,5% bis 39,5%, damit kam man also noch über den eigenen Erwartungen rein. FactSet befragte einige Analysten an der Wall Street, und die erwarteten 39,5% Bruttomarge – damit hat Apple nicht nur die eigenen Erwartungen outperformt, sondern auch die der Experten.

In den neun Monaten vor dem 27.6. hat Apple 67,8 Milliarden USD an Cashflow generiert. Davon hat man 7,6 Milliarden USD in Investitionen gesteckt. Bleiben also noch 60,2 Milliarden – ein schönes 48%-Plus gegenüber der 40,8 Milliarden in derselben Neunmonats-Phase im Jahr 2014.

Apple hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2015 8,6 Milliarden USD via Dividenden an Investoren ausgeschüttet, 22 Milliarden USD in Form von Rückkäufen. Wenn man Cash und flüssige Investments bedenkt, sitzt Apple auf einer riesigen Masse Cash in Höhe von 203 Milliarden USD.

Produkte und andere Wachstumstreiber

Im letzten Quartal hat Apple 47,5 Millionen iPhones verkauft, ein Plus von 35% gegenüber dem Vorjahr. Analysten an der Wall Street sahen durchschnittlich 49 Millionen verkaufte Geräte voraus, damit blieb die Realität ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Die Preise blieben aber erstaunlich stabil. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 660 USD, ein Rekord für Apple. Umsatzmäßig wuchsen iPhone-Verkäufe 59% auf 31,4 Milliarden USD, und das Gerät ist für riesige 63% aller Verkäufe verantwortlich.

Die meisten Unternehmen können von solchen Zahlen nur träumen. Aber die kurzfristigen Marktreaktionen drehen sich meistens nur um Zahlen und Erwartungen. Und vom iPhone wurde einfach noch mehr Wachstum erwartet. Das ist wohl das einzig Negative am Bericht.

iPads verloren 18% an Verkäufen und fielen auf 10,9 Millionen Geräte. Mac-Verkäufe stiegen 9% auf 4,8 Millionen verkaufte Computer im Quartal. Das ist etwa das, was die Prognosen voraussahen.

Apple hat für die Apple Watch keine genauen Zahlen bekanntgegeben. Dafür aber Zahlen für „andere Geräte“, zu denen die Apple Watch, Apple TV, Beats Electronics, der iPod sowie Produkte von Partnerunternehmen gehören. Dieses Segment wuchs 49% auf 2,6 Milliarden USD.

In der Pressemitteilung ließ CEO Tim Cook verlauten, dass die Apple Watch „stark gestartet“ sei. Es sieht aber danach aus, dass noch viele Fragen offen sind bezüglich der genauen Verkaufszahlen und Umsätze.

In China lief es recht gut, vor allem wenn man die Sorgen um die Stabilität der dortigen Wirtschaft mit in Betracht zieht. Der Umsatz stieg im letzten Quartal dort 112% gegenüber dem Vorjahr. Man erreichte 13,2 Milliarden USD und setzte gut 27% des gesamten Umsatz des Unternehmens um.

Sicher, die Erwartungen bei verkauften iPhones waren höher als die Zahl tatsächlich verkaufter Einheiten. Aber das Gerät wird trotzdem noch ohne Ende verkauft, und die Preise sind sehr ermutigend. Umsatz und Rentabilität sind überraschend stark und besser als erwartet, Investoren sollten sich also nicht grämen. Oft sind kurzfristige Reaktionen auf Einnahmen nicht durchdacht genug und man sollte sich nicht davon beeinflussen lassen. Und genau so scheint es auch dieses Mal zu sein.

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The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und erschien am 21.7.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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