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4 Gründe, warum Warren Buffett die Continental-Aktie kaufen sollte

Quelle: Continental AG

Es scheint so, als ob Warren Buffett ein steigendes Interesse an der Automobilindustrie hätte: Berkshire Hathaway hat 2014 die Firma Van Tuyl Group, den fünftgrößten Autohändler in den USA, gekauft und vor ein paar Monaten Detlev Louis, den mittelständischen Motorradzubehör-Händler aus Hamburg übernommen.

Deutsche Autofirmen spielen in der Branche weltweit eine tragende Rolle und sind für ihre Innovationen und Qualität bekannt. Es wäre also keine Überraschung, wenn Buffett weitere größere und direkte Investitionen in die deutsche Autoindustrie überlegt — und falls ich in sein Ohr flüstern könnte, würde ich dem Orakel von Omaha die Continental AG (WKN:543900) als Investitionsziel empfehlen.

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Benutzen wir mal die schon bekanntgegebene Struktur um zu analysieren, warum Continental gut ins Berkshire Hathaway-Portfolio passen würde.

Einfach zu verstehen

Man kann das Geschäftsmodell von Continental ohne große Schwierigkeiten verstehen: Die Firma ist Zulieferer für die Autoindustrie, stellt also verschiedene Komponenten, Teile und Systeme für Autos her und verkauft sie an Autohersteller, Händler und Werkstätten.

Als Zulieferer hat die Firma mehrere Vorteile gegenüber den reinen Autoherstellern wie DaimlerBMW oder Volkswagen — ein wichtiger Grund warum ich glaube, dass Continental besser zu Buffett passt. Erstens ist das Unternehmen nicht so stark auf den Markengeschmack der Endkunden angewiesen — es kann gleichzeitig mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten und seine Produkte in eine breite Palette von Automarken einbauen.

Zweitens lagern die Hersteller immer mehr ihrer Produktion aus. Die Zulieferer werden als eine zunehmend wichtigere Rolle in der Autobranche spielen. Und drittens haben die Zulieferer durch Ersatzteile und Reparaturen eine viel stabilere Erlösquelle als die reinen Autohersteller.

Wettbewerbsvorteile

Continental ist mit einem Umsatz von 34,5 Mrd. EUR der weltweit drittgrößte Spieler in der Branche hinter Bosch und Magna International. Die Firma hat fast 150 Jahre Erfahrung und ist weltweit in 50 Ländern aktiv. Laut Interbrand landet Continental auf Platz 16 der wertvollsten deutschen Marken und hat einen Wert von 2,7 Mrd. EUR. Das Unternehmen ist bekannt für Innovationen und hat 2014 mehr als 2,1 Mrd. EUR in Forschung und Entwicklung investiert.

Continental hat also die Ressourcen und das Know-How, um eine führende Rolle in der Branchenentwicklung zu spielen — und die Firma schreckt vor dieser Möglichkeit nicht zurück. Die Reifensparte ist immer noch der bekannteste, größte und profitabelste Bereich des Unternehmens, aber der Großteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben konzentriert sich auf Zukunftsthemen wie das vernetzte Fahrzeug, automatisiertes Fahren und umweltschonende und kraftstoffsparende Motorentechnologien.

Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, seine Abhängigkeit von der Automobilkonjunktur zu verringern und eine ausgewogenere Balance zwischen Automobilerstausrüstern (OEMs) und anderen Industrien und Endkunden zu erreichen. Der Umsatzanteil von OEMs soll bis zum Jahr 2020 von 73 % auf 60 % sinken. Der Kauf von Veyance Technologies ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Management

Trotz seiner vermeintlichen Aussage — “Ich versuche Aktien von Unternehmen zu kaufen, die so wunderbar sind, dass ein Idiot sie führen könnte – denn früher oder später wird es einer tun.”– bevorzugt Buffett ein starkes Führungsteam. Continental würde ihn nicht enttäuschen.

CEO Elmar Degenhart bring über 20 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche mit. Er übernahm die Geschäftsleitung im Jahr 2009, inmitten der Schuldenkrise von Continental, und stand als Kandidat des neuen Großaktionärs Schäffler starkem Misstrauen gegenüber. Trotz Anfangswiderstand konnte er den Turnaround der Firma durchsetzen und ist heute allgemein anerkannt als derjenige, der Continental aus der Krise herausgeführt hat.

Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle — einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Topmanager der letzten Jahrzehnte — wird noch mehr respektiert. Reitzle war jahrzehntelang in Spitzenpositionen der deutschen Autoindustrie bei BMW und Ford tätig. 2003 wechselte er zur Linde Group und in den folgenden zehn Jahren baute er das Konglomerat zu einem weltweit führenden Industriegaskonzern um. Neben Degenhart ist er die  Führungskraft, die die größte Rolle bei der Rettung von Continental spielte.

Eigenkapitalrendite

Auch in dieser Hinsicht erfüllt Continental die Erwartungen: In den letzten drei Jahren lag die Eigenkapitalrendite jedes Jahr bei über 20 % (20,6% im Jahr 2012 und 2013; 21,5 % im letzten Jahr). Und trotz Kursanstiegs der Aktie von über 300 % in den letzten fünf Jahren liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis des erwarteten Gewinns 2015 heute nur bei 15,1, gegenüber einem Branchendurchschnitt von 23,1.

Also worauf warten Sie noch, Herr Buffett…?

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Miklos Szekely besitzt Aktien von Daimler. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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