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Googles Aktie tanzt zu einem soliden Einnahmerhythmus

Foto: The Motley Fool

Wenn du dachtest, dass Googles (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ7) (FRA:GGQ7) Aktie nicht weiter steigen würde, dann überleg noch mal. Nachdem die Aktie um 6% gestiegen war, nachdem bekannt wurde, dass der Suchmaschinenriese seine Kosten senken könnte, sprang die Aktie um weitere 11% in die Höhe, als Google die Einnahmeschätzungen der Börse übertraf.

Der Quartalsumsatz stieg um 11% im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 17,73 Milliarden USD. Dies entspricht fast den Erwartungen von 17,75 Milliarden USD. Wie ich bereits vermutet hatte, machen die Währungsschwankungen Google das Leben schwer. Ohne sie wäre der Umsatz um 18% im letzten Jahr gestiegen.

Der Markt ist jedoch zweifelsohne begeistert von Googles Gewinn. Dieser führt zu einem bereinigten Gewinn von 6,99 USD pro verwässerter Aktie. Die Analysten erwarteten nur 6,75 USD pro Aktie im Durchschnitt. Google generierte einen operativen Cashflow von 6,99 Milliarden USD und nach Investitionen in Höhe von 2,52 Milliarden USD blieben noch 4,47 Milliarden USD übrig.

Die kürzlich zum CFO ernannte Ruth Porat lieferte genauere Hinweise und bestätigte Berichte, dass die Ausgaben besser in den Griff bekommen werden sollen:

Unser starkes zweites Quartal zeigt das beständige Wachstum bei all unseren Produkten; am meisten bei der Suche. Dort stachen die Mobilgeräte heraus sowie die YouTube- und Programmanzeigen. Wir konzentrieren uns jeden Tag darauf, in vielen Bereichen neue und große Möglichkeiten zu entwickeln. Wir tun dies mit großer Sorgfalt bezüglich der Kostenverteilung (Hervorhebung des Autors).

Wenn wir gerade von dem Umsatz aus dem Kernsuchgeschäft sprechen, dieser wuchs um 11% im Vergleich zum Vorjahr auf mehr als 16 Milliarden USD. Damit macht dieser Geschäftszweig ungefähr 90,4% des gesamten Umsatzes aus. Letztes Quartal waren es noch 89,9% und ein Jahr zuvor 90%.

Googles Werbegeschäft umfasst auch 13% Wachstum durch seine eigenen Seiten auf 12,4 Milliarden USD und ein bescheideneres Wachstum von 2% durch seine Netzwerkmitgliederwebseiten auf 3,6 Milliarden USD. Die aggregierten bezahlten Klicks stiegen um 18% im Vergleich zum Vorjahr. Dies wurde durch einen 30%igen Anstieg bezahlter Klicks auf Googles Webseiten unterstützt. Bei den Netzwerkmitgliedern von Google sank die Zahl um 9%. Die aggregierten Kosten pro Klick fielen um 11%. Darin ist der Rückgang von 16% auf googleeigenen Seiten enthalten und ein Fall von 3% bei den Netzwerkmitgliederseiten von Google.

Um den neusten Abwärtstrend der Cost-per-Klick-Preise (CPC-Preise) einordnen zu können, ist hier die neuste Grafik von Google. Sie zeigt die CPC-Preise ab dem Jahr 2013.

Quelle: Google earnings slides.

Quelle: Google earnings slides.

Diese Trends sollten die Investoren nicht besonders ängstigen. Porat betonte in Ihrem Kommentar, dass die Mobilgeräte bei der Suche herausstachen. Um zu verstehen, warum, musst du dir das letzte Konferenzgespräch bezüglich der Quartalszahlen in Erinnerung rufen. Der damalige CFO Patrich Pichette ging so weit, zu erklären, dass viele Analysten „falsch liegen, wenn sie annehmen, dass der Wachstumstrend bei unseren Seitenklicks und CPCs durch die Schwierigkeiten bei der Monetarisierung von Mobilgeräten beeinflusst wird.“

Stattdessen bestand Pichett darauf, dass der Abwärtstrend in den Klicks und CPC –dies verdient Google an jedem Klick- an der wachsenden Zahl der YouTube-Zuschauer liegt. Diese stiegen damals um satte 60% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dies war das schnellste Wachstum, das YouTube in den letzten zwei Jahren gesehen hatte.

Warum ist das wichtig? YouTubes TrueView Videoanzeigen erreichen Kunden in dem Kauftrichter an einer zeitigeren Stelle. Daher sind die Klickraten geringer als bei den normalen Google-Werbeanzeigen. Solange die Kernwerbeanzeigen von Google außerhalb von TrueView stark bleiben, ist die niedrigere Monetarisierung durch eine schnell wachsende Quelle von Werbeeinnahmen ein beneidenswertes Problem.

Zuguterletzt stiegen die Umsätze aus dem Segment “Sonstige” um 17% im Vergleich zum Vorjahr auf 1,7 Milliarden USD. Laut Porat unterlag das Google Play-Geschäft aufgrund des geografischen Mixes auch Wechselkurseinflüssen. Ohne zu viele Details preiszugeben, sagte sie: „Die Veränderungen im Jahresvergleich und im Quartalsvergleich wurden durch ein deutliches Wachstum bei Play getrieben und durch einen Rückgang in [Nexus]-Hardwareverkäufen geschmälert.“ Da das Nexus auf das Geschäft von Google nur einen geringen Einfluss hat, sollte seine Schwäche die Investoren nicht beunruhigen.

Alles in allem hat Google seinen Aktionären gezeigt, dass seine Einnahmen im ersten Quartal 2015 durch ein starkes Kerngeschäft getrieben wurden und es Anzeichen gibt, dass man etwas vorsichtiger sein wird mit dem 70 Milliarden USD großen Bargeldschatz, auf dem Google sitzt. Es ist daher keine Überraschung, dass der Markt die Aktien derzeit aggressiv in die Höhe treibt.

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The Motley Fool empfiehlt Google (A-Aktien) und Google (C-Aktien). The Motley Fool besitzt Aktien von Google (A-Aktien) und Google (C-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und am 14.07.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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