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Microsofts Windows 10 schlägt Windows 7 auf diesem wichtigen Markt

Microsofts (NASDAQ: MSFT) (FRA:MSF) Windows 10 könnte laut einer aktuellen Umfrage vom IT-Branchen-Netzwerk Spicework ein großer Hit bei den Unternehmenskunden sein. Beeindruckende 73% der Befragten gaben an, dass sie vorhätten, binnen zwei Jahren das Upgrade auf Windows 10 vorzunehmen. Damit könnte es das am schnellsten jemals bereitgestellte Microsoft-Betriebssystem für Unternehmen werden.

Zum Vergleich: Nur 60% der IT-Profis installierten Windows 7, die derzeit populärste Version von Windows, innerhalb der ersten zwei Jahre. Nur 18% der Unternehmen haben seit 2012 Windows 8 im Einsatz.

Quelle: Microsoft.

Was bedeutet der Unternehmensmarkt für Microsoft, und warum sind IT-Profis offenbar Fans von Windows 10?

Warum der Unternehmensmarkt wichtig ist

Der Unternehmensmarkt ist Microsoft Kerngeschäft, eines, das nicht leicht von Google und seine gratis Betriebssysteme und Umsonst-Produktivitätssoftware angegriffen werden kann.

Je älter und größer ein Unternehmen ist, desto abhängiger ist es wahrscheinlich von Microsoft Windows oder Office. Die Mitarbeiter wurden auf Windows geschult, Dokumente in Office-Formaten gespeichert und E-Mails und Termine werden über Outlook gesendet. Für jene Unternehmen ist die Migration auf Chrome OS oder Google Drivet einfach nicht praktikabel. Microsoft muss unbedingt diese großen Unternehmenskunden halten, da kleinere und mittelständische Unternehmen, zusammen mit den Mainstream-Konsumenten, zunehmend von Google weggelockt werden.

Zudem generieren Unternehmenskunden auch einen zuverlässigen Strom an abonnementbasierten Einnahmen. Anders als Endverbraucher zahlen Unternehmen regelmäßig für die Dienste und Lizenzen von Windows. Bei Windows 10 bündelt Microsoft per-User-Lizenzen für die Enterprise Cloud Suite (ECS), die Office 365 Enterprise-E3 und die Enterprise Mobility Suite für die Verwaltung von Mitarbeiter-Geräten. Das Gesamtpaket wird voraussichtlich kosten zwischen 7 USD und 12 USD pro Benutzer und Monat kosten.

Warum Unternehmen auf Windows 10 upgraden wollen

In der Vergangenheit blieben viele Unternehmenskunden so lange wie möglich bei älteren Versionen von Windows, weil es Zeit und Geld kostete, um auf ein neues Betriebssystem aufzurüsten, die Daten umzuspeichern und die Mitarbeiter neu zu schulen. Bespielsweise hat die US-Marine Microsoft 9 Millionen USD pro Jahr gezahlt, damit weiterhin Windows XP angeboten wird, obwohl der Mainstream-Support im letzten April beendet wurde.

Microsoft will das Problem auf drei Arten lösen. Erstens will man mit dem Angebot von Windows 10 als kostenloses, einjähriges Upgrade für Windows 7 und Windows 8 Nutzer erreichen, dass sich der arg zersplitterte Windows-Markt konsolidiert. Heute haben 58% der PCs weltweit immer noch Windows 7, und 16% laufen mit Windows 8 / 8.1. Wenn mehr Verbraucher zuhause Windows 10 nutzen, müssen IT-Experten jeden einzelnen Mitarbeiter weniger schulen.

Zweitens bietet Windows 10 besseres Mobile Device Management (MDM) als seine Vorgänger, was Unternehmen zugute kommt, die eine relaxte BYOD (Bring your own device) Regelung haben. Es bietet auch bessere Sicherheitsfunktionen, z.B. die biometrischen Scan-Funktion, die Datenverlusten vorbeugen sollen.

Zu guter Letzt ist Windows 10 ein ideales Betriebssystem für Unternehmen, die alternde PCs mit 2-in-1-Geräte wie dem Surface ersetzen wollen, das eine sinnvolle Balance zwischen Mobilität und Produktivität bietet. Da Windows 10 auf Handys, Tablets und PCs mit Continuum skaliert werden kann, sollten die Wechsel zwischen Tablet- und Laptop-Modi glatter verlaufen als die schrecklichen Sprünge von der Metro UI und dem Desktop bei Windows 8.

Quelle: Microsoft.

Der Pfad zu einer Milliarde

Bereits im April hat Microsoft kühn erkündet, dass man Windows 10 binnen der nächsten drei Jahre auf über eine Milliarde Geräte bringen würde. Über 1,5 Milliarden PCs laufen weltweit mit Windows, davon nehmen Unternehmenskunden mehr als die Hälfte des Markts ein, so dass die Begeisterung unter den IT-Experten ein willkommenes Vertrauensvotum für das Unternehmen ist.

Es ist wahrscheinlich einfacher als es aussieht, auf eine Milliarde Geräte zu kommen. Gartner schätzt, dass zwischen 2015 und 2017 weltweit 951 Millionen neue PCs verkauft werden. Da Windows etwa 90% des PC-Markt innehält, können wir davon ausgehen, dass bis zum Jahr 2017 etwa 856 Millionen neue PCs auf Windows 10 laufen, da neue PCs immer mit dem neuesten Betriebssystem ausgeliefert werden. Wenn auch nur 10% des derzeitigen Nutzerstamms von 1,5 Milliarden das Upgrade auf Windows 10 vornehmen, sollte das Ziel von 1,5 Milliarden locker erreicht werden.

Wenn Windows 10 trotzdem noch unter einer Milliarde PCs liegen sollte, kann sich Microsoft auf Smartphones und Tablets verlassen. IDC erwartet jährliche Verkäufe von mit Windows 10 betriebenen Windows Phones und Tablets bzw. 2-in-1-Geräten von 105 Millionen bzw 38 Millionen Einheiten bis zum Jahr 2018.

Der Weg in die Zukunft

Wenn Windows 10 eine Milliarde Geräte und mehr erreichen kann, kann Microsoft endlich aus seinen Zyklus von Erfolg-und-Misserfolg-Upgrades ausbrechen und Windows-Anwender – sowohl auf Verbraucher- wie auch auf Unternehmensseite – wieder zusammenführen. Sobald sie erst wieder in demselben System unterwegs sind, kann Microsoft noch mehr Benutzer zu den Cloud-basierten Tools wie Office 365 und Cortana führen, um das stark wachsende Cloud-Geschäft weiter wachsen zu lassen.

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Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und erschien am 1.7.2015 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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