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Google nimmt das Internet der Dinge ins Visier, schon wieder

Foto: The Motley Fool

Google (NASDAQ:GOOG) (ETR:GGQ7) (FRA:GGQ7) ist bei außergewöhnlichen Innovationen vorn mit dabei. Die Liste an gescheiterten oder zumindest pausierenden übertriebenen Initiativen, wie zum Beispiel Google Glass, ist lang. Wirf noch fahrerlose Autos hinzu, Nanotechnologie und diese altmodisch aussehenden Internetballons als Teil des Projektes Loon und es ist kein Wunder, dass manche Branchenexperten diese grenzwertigen Innovationen als Grund für die schwache Aktienleistung Googles sehen.

Als Larry Page, CEO von Google, vor Kurzem ankündigte, mit dem Projekt Sidewalk Labs in Smart Citys zu investieren, war das Murren von der Straße fast hörbar. Wenn du nun noch die neuartige Nest-Kamera für Smart Homes und die neusten Vorhersagen für die Smart-Car-Lösung Android-Auto hinzufügst, wird deutlich, dass Page und sein Team den Bezug zur Realität verloren haben.

Stimmts?

Nicht so schnell.

Im Gegensatz zu Glass oder dem Projekt Loon ist das Internet der Dinge (IOT), welches Smart Citys, Autos und Häuser umfasst, kein Luftschloss. Es ist wirklich. Und es hat beste Chancen, durch die Decke zu gehen. Google sitzt damit auf etwas, was sich als Schatzkiste herausstellen könnte.

Was ist dieses IOT?

Der Schwerpunkt des IOT ist die Verbindung von praktisch allem, was uns umgibt – Autos, Ampeln, Türschlösser und Sicherheitskameras, um nur ein paar Dinge zu nennen. Die Sensoren verfolgen die Nutzung all dieser verbundenen Geräte. Das ist jedoch nur der erste Schritt in eine wirklich IOT-vernetzte Welt.

Die Nutzbarmachung von IOT-Sensoren, oder Dingen, wie sie von dem Marktforschungsunternehmen Gartner genannt werden, funktioniert so, dass die Kunden beispielsweise durch ein „smartes“ Gerät benachrichtigt werden, wenn jemand unerlaubt die Wohnung betritt. Es können auch Ampeln je nach Verkehrsaufkommen gesteuert werden, um das Pendeln flüssiger zu machen. Die Liste der Möglichkeiten der IOT-bezogenen Technologien ist unendlich und laut Gartner und anderen Analysten, wird es geradezu explodieren.

Allein dieses Jahr, hat Gartner Verkäufe von fast 5 Milliarden IOT-Geräten vorhergesagt. Diese Zahl soll sich in nur fünf Jahren auf 25 Milliarden erhöhen. Ein anderer Bericht besagt, dass das IOT bis 2019 1,7 Billionen USD zu der weltweiten Wirtschaft beitragen wird. Es ist nun vollkommen klar, dass Googles IOT-Bestrebungen – zusammen mit denen anderer großer Mitspieler, wie Cisco (NASDAQ:CSCO) (FRA:CIS) und Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) – nicht in einem Atemzug mit Google Glass oder den Loon-Ballons genannt werden sollten.

Die IOT-Flügel ausbreiten

Die Sidewalk Labs-Initiative rief etwas Missstimmung hervor, aber ihr Fokus auf Smart Citys ist genau richtig. So groß wie das IOT werden soll, sollen Smart Cities den größten Teil der Geräteverkäufe ausmachen. Darum hat Cisco so viel Zeit und Geld in seine die globalen „Innovation Centers“ gesteckt, um regionale Talente zu finden und weltweit Smart City-Lösungen zu entwickeln. Manche Verträge sind bereits unterzeichnet. Darunter sind Hamburg, Santiago (Chile) und die neue „Connected Roadways“-Lösung, die unterschiedliche Transportsysteme ein einer „smarten“ Struktur vereint. Cisco hat damit schon einen schönen Vorsprung.

Dank Sidewalk Labs nimmt Google das Rennen um das Geld in Smart Citys auf. Der Plan ist, Transportsysteme effizienter und kostengünstiger zu machen. Dabei soll Energie gespart werden und die Verwaltung effizienter funktionieren. Smart Citys sind jedoch nicht der einzige Pfeil, den Google im IOT-Köcher hat. Ein kürzlich erschienener Bericht von IHS besagt, dass Google und Apple in den kommenden Jahren den Smart-Car-Markt dominieren werden. Dieser ist ein weiterer schnell wachsender Sektor im IOT.

In fünf Jahren wird die Smart-Car-Lösung von Google, Android Auto, ihren Weg in fast 40 Millionen Automobile finden. Apple uns seine CarPlay-Plattform werden nicht weit dahinter sein und mit 37 Millionen iFans-Cars in Verbindung stehen. Die zwei ewigen Rivalen werden auch um Anteile an den Gebäuden kämpfen, aber Google scheint mit Nest einen Vorsprung zu haben. Die Nest-Kamera ist mit dem Thermostat und dem Rauchalarm dabei der Smart-Hub, der dank der Verbindung zur Tonausgabe den Hund von der Couch scheucht, während du auf Arbeit oder beim Sport bist. Wie viele Dinge, die mit dem IOT zu tun haben, scheinen die Anwendungen auch hier endlos zu sein.

Die Schlange der Investoren, die die waghalsigen Innovationen von Google bemängeln, ist lang, aber der Schritt ins IOT gehört nicht auf diese Liste. Smart Citys, Autos und Häuser haben ein gewaltiges Potenzial. Es sollte auch erwähnt werden, dass sie Google zudem dabei helfen, sich zu diversifizieren – also weg von seinen werbefinanzierten Quellen. Zusammen könnten die Pläne von Google, das IOT zu beherrschen, ein Game-Changer sein.

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Dieser Artikel wurde von Tim Brugger auf Englisch verfasst und am 30.06.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool empfiehlt Apple, Cisco Systems, Gartner, Google (A-Aktien) und Google (C-Aktien). The Motley Fool halt Aktien von Apple, Google (A-Aktien) und Google (C-Aktien).

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