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Warum BlackBerry heute eine bessere Turnaround-Aktie ist als Bombardier

Foto: The Motley Fool

Trotz, dass beide Unternehmen in unterschiedlichen Branchen tätig sind, haben BlackBerry (TSX:BB) (FRA:RI1) und Bombardier (TSX:BBD.B) (ETR:BBDB) eine ganze Menge gemeinsam.

Beide haben schon bessere Zeiten gesehen. BlackBerry dominierte einst den Smartphonemarkt, nur um dann von iPhone- und Android-Geräten zermalmt zu werden. Bombardier war einst der unangefochtene Markführer bei Businessjets, ist aber seit der Entwicklung der CSeries-Jets massiv unter Druck.

Jedes Unternehmen kämpfte darum, sich über Wasser zu halten. Zum Glück wurden diese Probleme gelöst, zumindest für den Moment. BlackBerry erhielt Ende 2013 von Fairfax eine Kapitalspritze und Bombardier trieb Anfang des Jahres Geld in Milliardenhöhe auf.

Die größten Sorgen liegen nun bei den Einnahmen. BlackBerrys Umsatz sinkt immer noch und die softwarebezogenen Umsätze erfüllen nicht die Erwartungen. Bombardier erreicht seine Ziele ebenfalls nicht für die CSeries-Bestellungen und hat in diesem Bereich kaum Schwung.

Sollte es den Unternehmen jedoch gelingen, das Ruder rumzureisen, können die Aktionäre große Gewinne erwarten. Warum ist BlackBerry aber die bessere Option?

BlackBerrys Vorteil gegenüber Bombardier

Obwohl BlackBerry mit dem Umsatz kämpft, hat es ein paar starke Wettbewerbsvorteile sowie einige wertvolle Vermögensgegenstände.

BlackBerry ist der unbestrittene Führer bei mobiler Sicherheit, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Der Messenging-Dienst des Unternehmens BBM hatte vergangenen Herbst mehr als 90 Millionen aktive Nutzer. Das Betriebssystem QNX ist beim lukrativen Internet der Dinge gut aufgestellt. Auch die 44.000 Patente sollte man nicht vergessen.

Diese Vermögenswerte sind wahrscheinlich mehr wert als der Aktienpreis von BlackBerry. Aber hier ist der Haken. BlackBerry ist nicht in der Lage, den ganzen Vorteil daraus zu ziehen, weil es eine so schlechte Marke hat. Die gute Nachricht ist, dass die Vermögensgegenstände und die Fähigkeiten extrem wertvoll in den Händen eines anderen Unternehmens wären.

Es sollte also niemanden überraschen, dass andere Unternehmen bereits bei BlackBerry angeklopft haben. Das ernsthafteste Gespräch fand im Januar statt, als unbekannte Quellen sagten, dass Samsung ein Angebot über 7,5 Milliarden USD gemacht hat. Dies liegt 50% über dem gegenwärtigen Marktpreis von BlackBerry.

Bombardiers Situation ist deutlich schlechter. Konkurrenten drücken den Preis seines Flugzeuges und setzen die CSerie damit ernsthaft unter Druck. Erfolgreich. Sowohl Boeing als auch Airbus stehen in den Startlöchern. Auf der Pariser Luftfahrtmesse verkündeten sie Aufträge in Höhe von 20 Milliarden USD (laut Listenpreisen). Bombardier ist nun am Zug, neue Bestellzahlen zu veröffentlichen.

Im Gegensatz zu BlackBerry hat Bombardier keine wertvollen Anlagegüter, die andere Unternehmen haben wollen. Auch die 9 Milliarden USD Schulden halten andere Unternehmen davon ab, Interesse zu äußern.

Wenn du also nach einer Aktie suchst, die das Blatt wenden kann, dann sieht Bombardier viel unsicherer aus. Ich persönlich bevorzuge BlackBerry.

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Dieser Artikel wurde von Benjamin Sinclair auf Englisch verfasst und am 17.06.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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