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Was könnte bei der Investition in Tesla-Atkien schieflaufen?

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Was könnte mit der Aktie von Tesla Motors (NASDAQ:TSLA) (FRA:TL0) (ETR:TL0) alles schiefgehen?

Bevor du jetzt mit „nichts“ antwortest, solltest du erst einmal weiterlesen. Selbst bei der „sichersten“ Aktie gibt es so einige Dinge, die schieflaufen können. Naturkatastrophen, teure Ruckrufaktionen, schlechtes Management…die Liste ist lang.

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Aber Tesla ist bei weitem keine der „sichersten“ Aktien. Tatsächlich ist die Anlage in Tesla wohl mehr Spekulation als eine Investition im klassischen Sinne, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen bisher, was Gewinn betrifft, noch nicht viel vorweisen konnte.

Teslas Model-S-Limousine. Quelle: Tesla Motors.

Teslas Model-S-Limousine. Quelle: Tesla Motors.

Wenn Anleger eine Aktie kaufen, glauben sie oftmals an eine Geschichte oder eine Idee, wie sich Dinge entwickeln könnten. Das ist bei Tesla genau der Fall: Das Unternehmen schreibt eine herausragende Geschichte darüber, wie sich Dinge in den nächsten Jahren entfalten könnten und Teslas bisheriger Erfolg lässt die Geschichte noch plausibler klingen – aber es bleibt noch immer eine Geschichte.

Was könnte schiefgehen? Werfen wir doch einen Blick darauf.

Was für Teslas Aktie spricht

Die Quintessenz der Tesla-Geschichte ist folgende: Durch einen weiteren Geländewagen (Model X, Ende dieses Jahres erwartet) und einer erschwinglichere Limousine für den „Massenmarkt“ (das Model 3, Ende 2016 erwartet) wird Tesla seine jährliche Absatzzahl von 31.655 Autos in 2014 auf 500.000 bis 2020 und schließlich in den siebenstelligen Bereich bis 2025 hochschrauben.

Um diesen Riesensatz in der Elektroautoproduktion zu meistern, bauen Tesla und Panasonic eine massive „Gigafactory“ in der Wüste von Nevada. Tesla-CEO Elon Musk hat neulich eine neue Produktlinie namens Powerwall unter Teslas Energiemarke angekündigt: Akkupacks für Zuhause und zur kommerziellen Stromspeicherung, die sich mit der Zeit zu einem weiteren riesigen Geschäft entwickeln könnten (da ist dieses Wörtchen wieder).

Das war kurz und bündig Teslas Geschichte. Was ist die Aktie nun also wert? Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Artikels an der Börse etwa 250 USD je Aktie. Tesla hat 2014 2,36 USD je Aktie verloren. Die Bewertung des Unternehmens basiert also nicht auf einem Vielfachen der Erträge.

Sie basiert auf der Geschichte. Und die Geschichte muss sich einigen kritischen Fragen stellen. Einige dieser Fragen beziehen sich auf die neuen Powerwall-Produkte – Wie viel Potenzial steckt wirklich dahinter?

Aber ich will den Fokus auf ein anderes großes Thema legen: Was passiert, wenn sich der Markt für „Premium-Elektroautos“ als beschränkt erweist – und sich die großen Autohersteller entscheiden, sich diesen zu schnappen?

Ein Problem: Es kommt ernsthafte Konkurrenz

Zum heutigen Zeitpunkt hat Teslas Model S keinen direkten Konkurrenten auf dem Markt, obwohl BMWs elektrische i3-Limousine und sein Hybrid-Sportwagen i8 vermutlich Teslas Umsatz etwas geschmälert haben. Aber es scheint sicher, dass direkte Konkurrenz für Tesla im Anmarsch ist. Nach monatelangen Gerüchten und Andeutungen hat Audi-CEO Rupert Stadler letzte Woche offiziell verkündet, dass Audi „bis 2018“ einen vollelektrischen Geländewagen auf den Markt bringen wird. Er soll ein sehr „gefühlsbetontes und sportliches Design“ bekommen und mit einer Reichweite von „mehr als 500 Kilometer“ ausgestattet sein, so Stadler.

Dieser zielt nicht exakt auf das Model S ab, aber es klingt, als würde dieses Fahrzeug gezielt mit Teslas neuem Geländewagen Model X konkurrieren, der Ende dieses Jahres erwartet wird und eine Reichweite von circa 400 km haben soll. Durch die jetzige Ankündigung des Fahrzeugs könnte Audi darauf hoffen, bereits einige von Teslas potenziellen Käufern für sich gewinnen zu können.

Audi ist Teil des massiven Volkswagen-Konzerns (ETR:VOW3) (FRA:VOW) (ETR:VOW) und VW investiert immens in dieses Projekt. Der Audi-Sportwagen – der den Namen „Q6“ tragen könnte – soll das erste einer ganzen Reihe von elektrischen Fahrzeugen von VWs Premiummarken werden. (Das zweite wird höchstwahrscheinlich eine Porsche-Limousine. Diese wird ein direkter Konkurrent für das Model S oder seinen Nachfolger, wenn es Tesla schafft, bis dahin einen auf den Markt zu bringen.)

Währenddessen planen einige der großen Player bereits, Tesla seine Verkaufszahlen für sein „erschwingliches“ Model 3, was laut Unternehmensinformationen ab 35.000 USD zu haben sein wird, im nicht ganz so anspruchsvollen Marktsegment streitig zu machen. Aber Teslas Ingenieure scheinen, beim Model 3 noch nicht sehr weit gekommen zu sein und es wurde noch kein Designkonzept vorgestellt – wenn auch Musk versprochen hatte, eines bis März 2016 zu präsentieren.

Aber der Markt der „erschwinglichen-Elektrofahrzeuge-mit-hoher-Reichweite“ könnte bereits überfüllt sein, wenn Tesla mit seinem neuen Baby ankommt. Eine rundum erneuerte Version von Nissans Leaf soll Ende nächsten Jahres als 2017-Model auf den Markt kommen und CEO Carlos Ghosn sagte, dass das Unternehmen eine Reichweite von ca. 320 km oder mehr anpeilt. General Motors (NYSE:GM) (FRA:8GM) überraschte uns im Januar mit seinem vollelektrischen Chevrolet Bolt, der eine Reichweite von 320 km und einen Zielpreis von „ungefähr 30.000 USD“ haben soll.

Überraschend enthüllte GM im Januar in Detroit das Konzept eines vollelektrischen Chevy Bolts. Die Serienversion des Bolts, der das 2017-Model sein soll, könnte die Nachfrage nach Teslas kommenden Model 3 drücken. Quelle: General Motors.

Während wir den brandneuen Leaf noch nicht gesehen haben, ist der Bolt mehr als nur ein angekündigtes Produkt. GM hat bestätigt, dass der Chevy Bolt vermutlich ab Ende 2016 oder Anfang 2017 in einem Werk in Orion im Bundesstaat Michigan hergestellt werden soll. Das Unternehmen investiert 200 Mio. USD in Maschinen, die zur Autoherstellung notwendig sind und es scheint, als würde das Unternehmen mit einer Produktion von 25.000 bis 30.000 Bolts pro Jahr rechnen.

Ein weiteres Problem: Der Gesamtmarkt für elektrische Autos ist immer noch recht beschränkt

Diese Ziffer spricht Bände. GM könnte locker 10 Mal so viele Bolts produzieren. Aber es tut es nicht, da der Markt für „elektrifizierte Fahrzeuge“ noch nicht allzu sehr gewachsen ist.

„Elektrifizierte Fahrzeuge“, eine Kategorie, die klassische Hybride, Plug-In-Hybride und batteriebetriebene Elektrofahrzeuge umschließt, machte 2008 nur 2,3 % und letztes Jahr 3,3 % des US-Markts aus. Dabei handelte es sich zumeist um herkömmliche Hybride: InsideEVs schätzt, dass letztes Jahr weltweit nur ungefähr 320.000 „Plug-Ins“ – Plug-In-Hybride und batteriebetriebene Elektrofahrzeuge – verkauft wurden. Ungefähr ein Zehntel davon waren Tesla-Fahrzeuge.

In anderen Worten: Die Absatzzahlen sind einfach noch nicht hoch genug. Wie soll Tesla also 500.000 Fahrzeuge in nur fünf Jahren verkaufen – wenn größere, finanziell stärker aufgestellte Konkurrenten bereits anvisieren, sich eine große Scheibe des Markts zu sichern?

Das kann bei Tesla alles schiefgehen

Um die in der Überschrift dieses Artikels gestellte Frage zu beantworten, ist zu erwähnen, dass eines der weitreichenden Probleme, die auftreten können, der nicht ganz abwegige Sturz des Umsatzwachstums hinter die hohen Erwartungen, die zurzeit den Aktienpreis stützen, wäre.

Wenn dies passiert, würde das wahrscheinlich nicht Teslas Ende bedeuten – obwohl sein Aktienkurs stark einstürzen könnte. Es könnte auch möglich sein, dass Tesla seine hochgesetzten Ziele erreichen wird. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen könnte in den nächsten Jahren, in denen bessere und günstigere Batterien auf den Markt kommen werden, rasant steigen. Es ist sogar möglich, dass Tesla das Unternehmen ist, das diese Entwicklung voranbringt.

Aber es bleibt ein großes Fragezeichen und es gibt gute Gründe dafür, wieso viele Anleger und Branchenkenner Tesla Motors weiterhin skeptisch gegenüberstehen.

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The Motley Fool empfiehlt BMW, General Motors und Tesla Motors. The Motley Fool hält Aktien von Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 31.05.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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