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Googles neues Twitter-Feature: Win-Win

Foto: Pixabay, geralt
Ein Beispiel für Tweets in Google-Resultaten. Quelle: Twitter.

Ein Beispiel für Tweets in Google-Resultaten. Quelle: Twitter.

Als Twitter (NYSE:TWTR) (FRA:TWR) (ETR:TWR) damals angekündigt hat, einen Deal mit Google (NASDAQ:GOOG) (FRA:GGQ1) (ETR:GGQ7) in der Mache zu haben, bei dem Tweets als Suchergebnisse angezeigt werden, gab es darauf gemischte Reaktionen. Twitters Rückkehr auf Google-Anfragen nach einer vierjährigen Auszeit würde dem Unternehmen große Streuwirkung garantieren, allerdings könnte das auch gleichzeitig bedeuten, weniger Kontrolle über Content und Monetarisierung zu behalten.

Diese Woche wurde der Deal nun besiegelt, Google fing an, Tweets als Suchergebnisse für die Search-App für iOs und Android zu integrieren. Je mehr Überblick darüber, wie Twitter in den Anfrageresultaten funktionieren, können wir nun auch besser und profunder die Vor- und Nachteile des Deals analysieren.

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Wie funktioniert das alles überhaupt?

Google fügt nicht bloß den einen oder anderen Tweet in seine Suchresultate ein – man übernimmt das ganze Programm, wenn ein User beispielsweise nach Celebrities oder speziellen Hashtags sucht. User können dann die Tweets durchgehen, und oft gibt es dann einen Link, um mehr relevante Tweets direkt auf Twitter aufzurufen. Google zeigt übrigens gerne Tweets mit Bildmaterial.

Das ist natürlich gut für Twitter. Die Suchergebnisse stehen oben auf der Seite, an einem Ort, den Google eigentlich oft für seine eigenen Dienste reserviert hat. Zusätzlich wird Google bei den Ergebnissen einen Link zu Twitters eigener Suchfunktion bereitstellen, die Twitter selbstverständlich viel einfacher monetarisieren kann.

Twitter fehlt noch immer das automatische Re-direct, das nicht eingeloggte User direkt zur überarbeiteten Homepage führen würde. Es ist nicht ganz klar, ob man mit Google uneins wurde oder noch auf mehr Feedback wartet.

Trotzdem beugt der Link zu Twitters Suchmaschine Bedenken vor, dass die Zusammenarbeit mit Google zu weniger Traffic führen könnte. Die durch Google erreichte verstärkte Reichweite wird den Twitter-Content mit hohem Standard auch unregistrierten Nutzern zugänglich und dient so quasi als freie Werbung für potenzielle Nutzer. Darüber hinaus zahlt Google Twitter sogar eine Lizenzgebühr.

Für Google liegen die Vorteile auf der Hand: Es verstärkt noch die Fähigkeit, in Echtzeit Ergebnisse liefern zu können, eine Sache, die nach dem Desaster mit Google+ dem Dienst abgegangen ist, und nachdem Bing es geschafft hat, Twitter und Facebook ins Boot zu holen. Das sollte in eine verbesserte Suchanfrage resultieren, darüber hinaus Nutzer davon abhalten, zu Bing abzuwandern.

Der Lizenz-Deal, den Twitter mit Google abgeschlossen hat, gibt Google allerdings recht viel Kontrolle darüber, wie Twitter-Content auf der Such-Seite präsentiert und verlinkt wird. Es herrscht nach wie vor das Risiko, dass Google die Ergebnisse unter seinen eigenen Diensten vergräbt oder besser monetarisierbare Dienste bevorzugt darstellt. Investoren sollten sich darüber im Klaren sein, dass dieses Risiko nicht allzu groß ist und auch nicht allzu viele Nachteile bürgt. Die größte Gefahr bestünde darin, dass Nutzer anstelle der Twitter-Suche die Google-Suche nutzen, und das erscheint trotz der tollen Präsi von Google doch recht unwahrscheinlich.

Google muss sich an Regeln halten…

… nicht zuletzt deswegen, weil die beiden Unternehmen neulich eine weitere Zusammenarbeit angekündigt haben. Anzeigenkunden, die Googles DoubleClick Bid Manager verwenden, werden Zugang zu Twitters Anzeigen-Inventar haben. Das bedeutet, dass Werbekunden Twitter nutzen können, um zu erfahren, wie ihre Ads im Vergleich zu anderen Anzeigen performen, die per DoubleClick gekauft wurden. Das ist wertvolles Material für Werbekunden und könnte zu mehr Anzeigengeld für Twitter führen.

Währenddessen profitiert Google von der Partnerschaft, indem man das Portfolio für Anzeigenkunden variabler macht und auffrischt. Das wiederum führt zu mehr Aufmerksamkeit für Twitters Werbung, von der Google einen Teil des Umsatzes bekommt.

Je mehr sich die Interessen von Twitter und Google annähern, desto mehr wird Twitter von Googles extremer Nutzerzahl profitieren. Google wiederum bekommt Echtzeit-Daten von Twitter, was ein vorhandenes Loch füllt. Während Google also beim Thema Werbung die Hosen anhat, wird man trotzdem auf gute Partnerschaft setzen, um Twitters Wert nicht zu schwächen.

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The Motley Fool empfiehlt Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien) und Twitter. The Motley Fool besitzt Aktien von Facebook, Google (A Aktien), Google (C Aktien) und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 27.5.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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