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BMWs Umsätze übertreffen die Erwartungen bei SUVs

Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

BMW (FRA:BMW) (ETR:BMW) teilte am Mittwoch mit, dass sein Gewinn in diesem Quartal um 4% auf 1,52 Milliarden Euro gestiegen ist. Unter anderem sorgte die starke Nachfrage nach Luxus-SUVs für diesen Umsatzsprung.

BMWs Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg über 20% auf 2,52 Milliarden Euro (2,83 Milliarden USD) und übertraf damit die Schätzungen der Börse in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 15% auf 20,9 Milliarden Euro.

Die Zahlen beziehen sich auf das erste Quartal des Luxusautoherstellers.

BMW reitet auf der Welle weltweit wachsender Nachfrage nach Luxusautos

Zwei Faktoren haben BMW dabei geholfen, den Zuwachs zu erreichen. Der erste war die Änderung der Wechselkurse, die den Dollar beim Umtausch in Euro wertvoller gemacht hatte. Der gleiche Faktor half auch anderen europäischen Automobilherstellern in diesem Quartal, während amerikanische Unternehmen dadurch belastet wurden.

Allerdings waren auch die starken Zuwächse bei den Verkaufszahlen ein Faktor für BMWs Umsatz- und Gewinnsprung. BMW hatte zwar in China im Vergleich zu seinen Schlüsselkonkurrenten etwas zu kämpfen, aber die Verkäufe in den USA und in Europa waren stark. Die Umsätze der drei Marken von BMW (BMW, MINI und Rolls-Royce) stiegen in den USA um 12,6% und in Europa um 9,6% während des Quartals. In China legte das Unternehmen 6,4% zu.

Die beste Nachricht ist, dass eine große Portion dieser Zuwächse durch die Crossover SUVs von BMW generierte wurde. Crossover SUVs teilen sich Entwicklungskosten und viele „innere“ Teile mit Limousinen, können aber zu höheren Preisen verkauft werden und generieren damit dickere Gewinnmargen.

BMW schaffte es, die boomende Nachfrage nach Premium-SUVs, sowohl in den USA als auch in China, auszunutzen. Die Verkaufszahlen des mittelgroßen SUV X5 stiegen im Laufe des Quartals um 29,7%. Auch das Modell X4 war sehr stark und das Nischenfahrzeug X6 konnte einen Zuwachs von knapp 5% verzeichnen. Aber auch die Limousinen machten eine gute Figur, da die meistverkauften 3er- und 4er-Serien zusammen um 7% wuchsen.

BMW verzeichnete auch gute Gewinne bei seinen elektrischen Modellen. Die Verkaufszahlen der i-Line von BMW, die den kompakten i3 und das Hybrid-Sportmodell i8 umfassen, verdreifachten sich während des Quartals. Die Gesamtverkaufszahlen sind mit 6.636 Stück in diesem Quartal zwar noch bescheiden, aber beide Modelle haben sehr gute Kritiken erhalten und die Nachfrage war lebhaft.

Die Verkäufe der Marke MINI stiegen um 28,4%, während die Auslieferungen bei Rolls-Royce nach dem vorangegangenen Rekordjahr um 13% fielen.

Starke Margen aufgrund der guten Leistung der übrigen BMW-Sparten

Die starken Verkaufszahlen bei den SUVs halfen BMW, seine beindruckenden globalen Margen beizubehalten. BMWs EBIT-Gewinn-Marge in der Automotivsparte lag bei 9,5% und damit gleich auf zu dem starken Niveau des Vorjahres. Triumphieren konnte BMW zudem über die Sparte Mercedes Benz des Erzrivalen Daimler, dessen Marge 9,2% beträgt.

Das S 1000 XR ist eines von verschiedenen BMW-Motorrädern, die der Sparte geholfen haben, im ersten Quartal ein gutes Ergebnis zu erzielen. Quelle: BMW

Das S 1000 XR ist eines von verschiedenen BMW-Motorrädern, die der Sparte geholfen haben, im ersten Quartal ein gutes Ergebnis zu erzielen. Quelle: BMW

BMWs Motorradsparte verkündete ebenfalls gute Ergebnisse aufgrund starker neuer Modelle. Der Umsatz in der Motorradsparte stieg um 20,1% auf 567 Millionen Euro aufgrund der weltweit um 9,5% gewachsenen Verkaufszahlen. Sein Vorsteuergewinn stieg um 81% auf 114 Millionen Euro.

Die Finanzdienstleistungssparte von BMW legte einen Vorsteuergewinn von 559 Millionen Euro vor, was einem Zuwachs von 23% entspricht. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in den „günstigen Entwicklungen der Wechselkurse“, wie das Unternehmen mitteilte.

Diese Zuwächse trugen zu einer EBIT-Marge von 12,1% für das gesamte Unternehmen bei. Ein Jahr zuvor lag diese noch bei 11,5%.

Vorausschau: BMWs CEO bestätigte seine positive Aussicht für das Jahr

CEO Norbert Reithofer bekräftigte die guten Aussichten für 2015 und erklärte, dass das Unternehmen ein solides Wachstum erwartet, womit “neue Rekordzahlen beim Verkaufsvolumen und dem Vorsteuergewinn” erzielt werden. Während einer Telefonkonferenz mit Analysten und den Medien sagte er, dass das Unternehmen plant „der weltweit größte Anbieter von Premiumautos zu bleiben“ und weiterhin EBIT-Margen zwischen 8% und 10% anzustreben.

Das Unternehmen investiert immer noch aggressiv in neue Produkte und Technologien, damit es einen Schritt vor Mercedes Benz und der Volkswagen-Tochter Audi bleibt. Die F&E-Kosten machten im ersten Quartal 4,4% des Umsatzes aus. CFO Friedrich Eichiner sagte, dass dieser Anteil bis zum Jahresende auf 5% bis 5,5% steigen soll.

Reithofer merkte an, dass BMWs Zuwächse des ersten Quartals in China mit dem Wachstum des gesamten Premiummarktsegmentes mithielten. Er betonte zugleich die Einstellung von BMW, dass sich der riesige chinesische Fahrzeugmarkt langsam „normalisiert“ und ein geringeres Wachstum erwartet werden muss.

Er warnte jedoch, dass die Situation in Russland wahrscheinlich eine „Herausforderung“ bleiben wird, da die dortige Wirtschaftskrise anhält. BMW hat daraufhin die Entscheidung verschoben, in dem größten Land der Welt ein Werk aufzubauen.

Die Verantwortung für diese Anstrengungen fallen jedoch Reithofers Nachfolger, Harald Krüger, zu, da sich Reithofer nach neun starken Jahren an der Spitze von BMW zur Ruhe setzt.

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The Motley Fool empfiehlt BMW.

Dieser Artikel wurde von John Rosevea auf Englisch verfasst und am 06.05.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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