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Microsoft ist der beste Weg, um in das Internet der Dinge zu investieren

Foto: The Motley Fool

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ist überall.

Der Ausdruck beschreibt die aufkommende Welt der miteinander verbundenen Geräte. Das IoT schließt alles ein, das über das Internet kommuniziert, aber kein Computer, Handy oder Tablet ist. Es umfasst den intelligenten Ofen, der mit einer Fernbedienung gesteuert wird, die MRI Maschine, die ihre eigenen Reparaturen bestellt, die Glühbirne, die mit einer App gesteuert wird sowie unzählige andere intelligente Geräte zu Hause, am Arbeitsplatz und darüber hinaus.

Viele Unternehmen werden an diesem Internet der Dinge verdienen, aber alle intelligenten Geräte brauchen mindestens ein minimales Betriebssystem. Einige dieser Betriebssysteme werden auf neue Technologien setzen, aber viele werden durch Codes eines alten Bekannten betrieben werden: Microsoft (NASDAQ:MSFT) (FRA:MSF) Windows.

Triff den neuen Boss, der auch der alte ist. Wenn du mit dem Internet der Dinge Geld verdienen willst, bleibst du am besten bei dem Unternehmen, das Windows herausgebracht hat – ein Betriebssystem, das die 1980er, 1990er und 2000er regiert hat und sich immer noch gut schlägt.

Es gibt nicht nur Windows

Microsoft ist nicht das einzige Unternehmen, welches sein Betriebssystem umrüstet und mit Experten zusammenarbeitet, um IoT-Technologien zu entwickeln. Apple (NASDAQ:AAPL) (FRA:APC) hat Großes mit verbundenen Geräten vor, genau wie unzählige Entwickler, deren Technologie auf Googles (NASDAQ:GOOG) (NASDAQ:GOOGL) (ETR:GGQ7) Betriebssystem Android basiert.

Es mischen natürlich auch Andere mit, die nicht an diese drei dominierenden Betriebssysteme gebunden sind. Von allen Möglichkeiten ist Microsoft jedoch am besten positioniert, das meiste Geld mit dem Internet der Dinge zu machen.

Man kann Googles Chancen mit Leichtigkeit abtun, weil das Unternehmen Android zu einem Open-Source-Betriebssystem gemacht hat. Das bedeutet, dass kein Unternehmen, welches Android benutzen möchte, Lizenzgebühren zahlen muss. Das hat im Hinblick auf Tablets und Telefone gut funktioniert, weil es zu einer Verbreitung von Geräten geführt hat, auf denen Googles Apps und der Play Store installiert sind.

Der Suchmaschinenriese macht vielleicht kein Geld mit dem Verkauf seines Betriebssystems, aber er hat Einnahmen aus Apps, die er in seinem Store verkauft und durch Add-ons, die von Millionen gekauft werden, die Android-Geräte benutzen. In IoT-Geräten wird das Betriebssystem in den meisten Fällen eine Minimalversion sein, die sehr spezifischen Funktionen dienen soll. Dadurch verringert sich natürlich die Anzahl der Möglichkeiten, mit einem Open-Source-Produkt Gewinn zu machen.

Apples Problem ist, dass es seinen IoT-Aufwand nur auf Geräte beschränkt hat, die durch iPhones, iPads und Macs kontrolliert werden. Das Unternehmen hat sich ein abgeschirmtes Universum erschaffen, dessen Steuerung es verlangt, dass man sich im Ökosystem der Apple-Geräte befindet. Das war bisher eine lukrative Strategie, aber sie schränkt auch ein. Das Unternehmen wird IoT-Geräte an seine Kunden verkaufen, aber sich wahrscheinlich nicht allen Möglichkeiten öffnen.

Microsoft macht einen großen Schritt

Während Apple sein Universum absichtlich abgeschirmt hat, hat Microsoft seinen Zielmarkt vergrößert. Der neue CEO, Satya Nadella, hat viel dafür getan, die Produkte des Unternehmens – besonders Office Suite – für Android- und iOS-Geräte verfügbar zu machen.

Wegen seiner Einstellung ist es sehr wahrscheinlich, dass er dafür sorgen wird, dass IoT-Produkte, die durch Windows betrieben werden, auch durch Handys, Tablets und Computer gesteuert werden können, die verschiedene Betriebssysteme benutzen. Nadella ist an der Spitze des Unternehmens, die dafür eintritt, das Internet der Dinge voranzutreiben.

Während des Microsoft Convergence Events 2015 kündigte Nadella die Azure IoT Suite an. Es handelt sich hier um ein integriertes Angebot, welches „Azures Möglichkeiten, Geräte und andere ,Dinge’ zu verbinden, nutzt, um die generierten Daten zu sammeln. Diese können dann analysiert werden, um aus ihnen verwertbare Information zu generieren.“

Microsoft arbeitet auch an Kompatibilität (Interoperabilität). Eric Wood, Hauptberater bei Microsoft, schrieb in einem Blogbeitrag des Unternehmens, dass ein Nest Thermostat nicht mit einem Iris-System funktioniere, weswegen keine wirklich intelligente Steuerung wie ‚Schreib mir, wenn die Klimaanlage an ist, obwohl eine Tür oder ein Fenster geöffnet ist’ möglich sei.

Er fuhr damit fort, sich für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Geräten einzusetzen:

„Damit das Internet der Dinge florieren kann, müssen Unternehmen, die Produkte für Konsumenten und Unternehmen entwickeln, eine gemeinsame Basis finden und Systeme, die zusammen arbeiten können, entwickeln“, schreibt das Microsoft for Work-Team. „Ohne eine Open-Source-Leistung wird das Internet der Dinge zu einem Internet der <Füge Marke ein> Produkte. Damit kommen wir der effizienteren Welt, die uns versprochen wurde, nicht näher“.

In den vergangenen Jahren ist Microsoft eher Trends gefolgt als sie vorzugeben, aber Nadella scheint diese Situation umzukrempeln und das Unternehmen steht nun an der Spitze der IoT-Entwicklung.

Microsoft hat diese Graphik erstellt, um Interoperabilität visuell darzustellen. Quelle: Microsoft

Es ist eine große Welt

Microsoft positioniert sich gut, um für sich (und seine Investoren) Geld aus dem raschen Wachstum des IoT-Bereichs zu machen. Das Unternehmen kann Versionen von Windows, die IoT-Geräte kontrollieren, verkaufen oder vergeben, um dann Apps anzubieten, die auf jeder Plattform funktionieren, um die verbundenen Geräte zu kontrollieren.

Es ist ein kluger Plan, der potentiellen Partnern ein größtmögliches Spielfeld bietet. Microsoft wird den IoT-Markt nicht so besitzen, wie einst den PC-Markt, aber das Universum der verbundenen Geräte hat das Potential, erstaunlich groß zu werden. Windows wird vielleicht nicht dominieren, aber mit Sicherheit einer der Hauptakteure sein. Deswegen ist das Unternehmen eine gute langfristige Strategie für Investoren, die hoffen, mit der Entwicklung des Internets der Dinge Geld zu verdienen.

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The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple, Google (A Aktien) und Google (C Aktien). 

Dieser Artikel wurde von Daniel B. Kline auf Englisch verfasst und wurde am 03.05.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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