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4 Gründe, warum Ölpreise niedrig bleiben

Foto: Pixabay

Der Absturz der Ölpreise trifft auch weiterhin Öl-Unternehmen hart. Zudem hat er spürbare Auswirkungen auf Kanadas Wirtschaft, aber laut einigen Branchen-Insidern ist Besserung in Sicht, da Rohöl in der zweiten Jahreshälfte 2015 voraussichtlich um bis zu 30 % wieder ansteigen soll.

Was nun?

Trotz der positiven Aussichten für die Prognose der Rohölpreise von Branchen-Insidern gibt es wachsende Anzeichen dafür, dass eine deutliche Erholung noch in weiter Ferne liegen könnte.

Erstens wächst die US-Ölproduktion weiterhin, obwohl US-Schieferöl-Hersteller die Produktion zurückfahren und sich die Anzahl der US-Bohranlagen auf dem niedrigsten Niveau seit 2010 befindet. Im Februar 2015 war das Volumen der US-Rohölproduktion nur knapp 1 % über dem des Vormonats und 15 % über dem des gleichen Monats im Jahr 2014.

Zweitens befinden sich Rohöllagerbestände auf Rekordniveau. US-Rohöllagerbestände sind auf dem höchsten Stand der letzten 80 Jahre und fassen momentan 449 Millionen Barrels. Bei anhaltend steigender Rohölproduktion und einer Abnahme der weltweiten Nachfrage können diese Vorräte in absehbarer Zeit nur wachsen.

Drittens zeichnet sich ein Sanktionen aufhebendes Abkommen mit dem Iran über sein Atomprogramm ab. Das OPEC-Mitglied hat den Rahmenbedingungen des Atomabkommens zugestimmt und wenn es sich den westlichen Forderungen nach der Beendigung seines Atomprogramms beugt, werden Handelssanktionen gelockert oder vielleicht sogar aufgehoben. Dies würde es dem Iran ermöglichen, noch mehr Rohöl in einen bereits überschwemmten Markt, in dem das Angebot die Nachfrage bei weitem übertrifft, zu liefern.

Zu guter Letzt scheint Saudi-Arabien entschlossen zu sein, seine Rohölproduktion auf dem gegenwärtigen Niveau zu halten. Die Saudis sind darauf versessen, ihren rückläufigen Marktanteil um jeden Preis zurückzugewinnen, indem sie Preise niedrig halten und die Produktion nicht zurückfahren. Dies drängt Öl-Produzenten mit hohen Herstellungskosten vom Markt.

Angesichts seiner stabilen Wirtschaftslage und erheblichen Devisenreserven wird der Druck der OPEC-Mitglieder Venezuela, Nigeria und Iran nicht ausreichen, um die Saudis zum Produktionsrückgang zu zwingen.

Na und?

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren könnte dir verziehen werden, zu glauben, dass Anleger dieses Pflaster meiden sollten. Jedoch glaube ich als querdenkender, tiefgründiger Investor, dass dies eine einmalige Kaufgelegenheit geschaffen hat, weil nun eine Reihe von vorgeschalteten Herstellern eine attraktive Bewertung aufweisen.

Zu denen, die augrund ihrer hoch qualitativen Vermögenswerte und solider Bilanzen hervorstechen, gehören Crescent Point Energy Corp. (TSX:CPG) (FRA:016), Bonterra Energy Corp. (TSX:BNE) (FRA:QNC1) und Vermilion Energy Inc (TSX:VET) (FRA:CVZ). Vermilion hat auch den zusätzlichen Vorteil, Zugang zu Premium-Brent-Preisen zu haben, was ihm einen finanziellen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen schafft, die nur auf West Texas Intermediate-Preise zurückgreifen können.

Ich finde ebenfalls aus den gleichen Gründen und aufgrund seiner Raffinierverfahren Gefallen am Energieriesen Suncor Energy Inc. (TSX:SU) (FRA:SM3). Diese Unternehmen werden aufgrund ihrer höheren Rentabilität bei schwachen Ölpreisen dazu beitragen, verlorene Einnahmen aus Upstream-Geschäften zu kompensieren.

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Dieser Artikel wurde von Matt Smith auf Englisch verfasst und wurde am 07.04.2015 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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