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Drei Dinge, die dir einen Strich durch den Ruhestand machen können

Foto: Pixabay, Hietaparta

Wenn du in der Rente finanziell unabhängig sein willst, dann ist das Erfolgsrezept denkbar einfach: Sparen, Investieren und mit den Ausgaben nicht über die Stränge schlagen. Es lauern allerdings auch ein paar Gefahren, die deine Planungen zunichte machen könnten.

Wir haben drei unserer Experten befragt, dass sie diese Gafahren benennen und deutlich machen – und wieso es so wichtig ist, diese zu umgehen.

Matt Frankel

Ein sehr geläufiger Fehler besteht darin, dass man sich zu sehr auf festverzinsliche Anlagen verlässt und zu wenig in Aktien investiert. Das gilt für die Zeit vor wie auch nach dem Renteneintritt.

Vor dem Renteneintritt kann ein Portfolio mit vielen Bonds es sehr schwer machen, dein Sparziel zu erreichen, und das ist in unserer jetzigen Zeit mit geringen Zinsen sicherlich die Norm. Gleichzeitig wirft der S&P 500 aber in den letzten 20 Jahren durchschnittlich 9,5% abgeworfen – Anleihen hingegen geben dir bestenfalls 4%. Bei 9,5% jährlich wären 5.000 USD Spargeld über 30 Jahre  bei 750.000 USD. Andererseits würden jährlich bei 4% gesparte 5,000 USD lediglich auf 280,000 USD anwachsen. Das macht einen enormen Unterschied im Lebensstandard in der Rentenzeit.

Und nach dem Renteneintritt kann ein Portfolio mit vielen Anleihen sogar dafür sorgen, dass du Geld verlierst. Das ständige Einkommen ist natürlich zuerst einmal eine nette Sache, doch sobald eine Inflation kommt, nimmt die Kaufkraft deines Geldes enormen Schaden. Wenn man also von einer jährlichen Inflationsrate von 2% ausgeht, dann würde ein Anlagen-Portfolio, das jährlich 50.000 USD auszahlt, in 20 Jahren tatsächlich lediglich 30.000 USD auszahlen.

Die Lösung: Lege einen guten Teil deines Geldes in Aktien an, sogar nach dem Eintritt in die Rente. Nicht nur, dass Aktien über die Jahre mehr wachsen, die richtigen Aktien mit  Dividende werden auch für ein angemesseneres Einkommen sorgen, das der Inflation entgegenhält und noch darüber hinaus was leisten kann.

Dan Caplinger

Ein großer Fehler, den viele begehen, besteht darin, dass sie zu spät Geld zurücklegen. Es ist natürlich einfach, die unmittelbar pressierenden finanziellen Angelegenheiten zu erledigen, vor allem wenn es darum geht, Bafög abzubezahlen oder für ein Haus zu sparen oder für die Zeit als Eltern etwas zu sparen.

Und doch vergessen die meisten, dass Zeit ein entscheidender Faktor ist und dass viel Zeit es enorm erleichtert, das Sparziel zu erreichen. Denn der Zauber von Zins und Zinseszins macht wahr, dass Geld, das du mit 25 oder 30 zurücklegst, viel mehr einbringt als Geld, das du mit 40 oder 50 lockermachen kannst. Diejenigen, die warten, müssen viel höhere Beträge einzahlen, um am Ende denselben Wert zu erreichen. Außerdem kann dich eine Langzeit-Strategie zu einem relaxteren Anleger machen, da du den Strömungen des Marktes nicht ganz so ausgesetzt bist, was deinem Selbstbewusstsein zugute kommt und in der Regel dazu führt, dass du keine emotionalen Entscheidungen fällst.

Das wichtigste dabei ist, dass du nicht unbedingt ein Vermögen investieren musst. Schon ein kleiner Betrag deiner Ersparnisse kann im Rentenalter einen großen Unterschied machen und damit deinem langfristigen Vermögenszuwachs dienen.

Dan Dzombak

Ein häufiger Grund für ein mangelndes finanzielles Kissen im Rentenalter besteht darin, dass man keinen Plan für die Rente hat.

Im letzten Jahr hat die US-Zentralbank eine Studie veröffentlicht mit dem Titel „Das Wohlergehen der Haushalte in den USA“. Das Ergebnis ist schockierend: Von den Menschen zwischen 45 bis 60+, die noch nicht in Rente sind, haben 19% noch gar nicht über Altersvorsorge nachgedacht. 20% haben gerade einmal „ein bisschen“ darüber nachgedacht. In der Altersgruppe der 30-44-Jährigen war das Ergebnis noch ein bisschen schlechter. Ein bisschen Planung kann schon helfen, dich im Alter auf eine sichere Bahn zu bringen – keinen Plan zu haben ist andererseits eine todsichere Methode, deine Rente in den Sand zu setzen. Du musst dir im Klaren darüber sein, wie viel Geld du gespart haben musst, um Sicherheit im Alter zu haben. Du musst auch Bescheid wissen über die verschiedenen Versicherungen, die du brauchen wirst, und wie viel du guten Gewissens ausgeben kannst. Darüber hinaus darüber, in welchen Fällen du Hilfe von öffentlicher Hand erwarten und in welchen Fällen du weiter arbeiten kannst.

Fakt: Nicht jeder kann frei entscheiden, wann er oder sie sich aus ihrem Beruf zurück zieht. Oft machen gesundheitliche Probleme, Entlassungen und andere Faktoren einen Strich durch die Rechnung. Wenn du also davor keinen guten Plan hast, dann ist es viel leichter, Fehler zu machen. Vergewissere dich, dass du deine finanziellen Angelegenheiten vor dem Ruhestand durchdacht hast – bevor es zu spät ist.

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Dieser Artikel wurde am 23.3.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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