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5 Tops und Flops der letzten Woche, UND wo K+S einzuordnen ist

Jede Woche bringt die Börse einige Gewinner und einige Verlierer hervor. Hier sind die wichtigsten Ereignisse auf dem Aktienmarkt aus der letzten Woche.

Zuerst die TOPS:

Trotz Pilotenstreiks an drei aufeinanderfolgenden Tagen konnte die Deutsche Lufthansa AG (ETR:LHA) (FRA: LHA) in der vergangenen Woche fast 7 % gut machen – und legte damit die beste Performance des DAX hin. Aber warum? Die Gewerkschaftsprobleme der Lufthansa waren ein großes Hindernis für das Unternehmen. Da noch keine Einigung in Sicht ist und im Hinblick auf die Streiks am Wochenende scheint der Aktienanstieg kaum gerechtfertigt.

Vielleicht glauben Anleger, dass keine Gewerkschaftsvereinbarung besser ist als eine nachteilige Vereinbarung (an dieser Stelle kann ich nicht zustimmen). Oder möglicherweise reagieren sie auf die günstigen Marktbedingungen für deutsche Exporte, die – gepaart mit niedrigen Kraftstoffpreisen – zu erhöhter Auslastung der Lufthansa Cargo führen dürften. “Die ersten zwei Monaten [2015] waren gut”, sagte Lufthansa-Cargo-CEO Peter Gerber nach der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Donnerstag.

Noch würde ich persönlich lieber die Finger von der Lufthansa-Aktie lassen, obwohl ich zugeben muss, dass die Dinge weitaus schlechter für das Unternehmen liegen könnten.

Die Lufthansa-Aktie stieg die ganze Woche über, aber das Wirkstoffentwicklungsunternehmen Evotec AG (ETR:EVT) (FRA: EVT) war der größte Tagessieger im DAX und stieg nach Bekanntwerden der Nachricht, dass es einen großen Vertrag mit dem französischen Pharmaunternehmen Sanofi unterzeichnet hatte, um mehr als 7 % an. Der Fünf-Jahres-Vertrag schafft eine strategische Allianz zwischen den beiden Unternehmen und beinhaltet eine Zusammenlegung der firmeninternen niedermolekularen Substanzbibliotheken sowie eine strategische Outsourcing-Vereinbarung. Der beste Teil für Evotec und seine Aktionäre ist jedoch, dass Sanofi mindestens 250 Millionen EUR, und davon vorab 40 Millionen in bar, an Evotec zahlen wird. Kein Wunder, dass Investoren den Preis in die Höhe getrieben haben.

Und jetzt die Flops:

Die Autohersteller Bayerische Motoren Werke AG (ETR:BMW) (FRA:BMW) und Volkswagen AG (ETR:VOW) (FRA:VOW) waren die großen Verlierer am Mittwoch, nachdem BMW eine vorsichtige Ergebnisprognose für das Jahr 2015 veröffentlicht hat. Während das Unternehmen schon eine lange Tradition  konservativer Vorhersagen hat, sorgten sich die Investoren des Unternehmens nun um die Warnungen vor schwächerem Wachstum in China. Das waren Befürchtungen, die zuvor von Volkswagens Führungskräften geäußert wurden. Der CEO Norbert Reithofer gab zu bedenken, dass Brancheninvestoren vom explosionsartigen Wachstum des chinesischen Automarkts in den letzten Jahren “verwöhnt” worden wären und sich das Wachstum nun aber verlangsame. Beide Aktien verloren daraufhin 4% an diesem Tag. Aber ich bin optimistisch für die deutschen Automobilhersteller im Allgemeinen und BMW im Besonderen, deshalb stellt dieser Rückgang für mich eine Kaufgelegenheit dar.

Aber den größten Eintagesverlust des HDAX der letzten Woche erlitt die schweizerische Biotech-Firma BB Biotech AG (ETR:BBZA) (FRA: BBZA) mit einem Minus von 5,8 % am Dienstag. Hab jedoch nicht zu viel Mitleid mit seinen Aktionären: Beim Schluss am Freitag lag die Aktie noch bei einem atemberaubenden Plus von 62,6 % von Jahresbeginn bis heute. Es gab keine neue Nachrichten, die einen solchen Verlust erklären würden – zumindest konnte ich keine finden – aber am Mittwoch hat die Jahreshauptversammlung stattgefunden, also ist dieser Rückgang vielleicht auf einige Gewinnmitnahmen im Vorfeld der Sitzung zurückzuführen. Das Treffen selbst war allerdings ziemlich banal. Die Aktionäre genehmigten alle Anträge des Verwaltungsrats sowie eine Bardividende von 11,60 CHF (ca. 11 EUR).

Bonus: Sowohl ein Top als auch ein Flop

Der Kali- und Salzförderer K+S (ETR:SDF) (FRA: SDF) hatte vor zwei Wochen ordentlich Aufwind und schloss mit einem Plus von mehr als 10 %. Dank höherer Kali- und Salzpreise sowie einem starken US-Dollar erwartet das Unternehmen „erheblich“ höhere Gewinne in diesem Jahr. Auch die letzte Woche begann gut für K+S, die Aktie stieg um weitere 5,7 %… aber von da an ging es bergab. Im Laufe der Woche verlor die Aktie ihre gesamten Montagsgewinne und schloss bei 1,2 %. Die Kalipreise fielen im Jahr 2013 drastisch, da das Auseinanderbrechen eines Russisch-Weißrussischen Kartells zu erhöhter Produktion und einem Markt-Überangebot führte. Laut K+S-CEO Norbert Steiner begannen die Preise, sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 zu stabilisieren und er erwartet, dass dieser Trend anhält. Ich bin jedoch der Ansicht, dass diese Erholung bereit im Aktienkurs eingepreist ist.

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John Bromels besitzt Aktien von BMW. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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