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Sind die Dividenden von BP und Royal Dutch Shell zu gut, um wahr zu sein?

Foto: Berardo62. Bearbeitet. Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Die Aktien der beiden großen Ölgiganten des FTSE 100, BP (LSE:BP) (ETR:BPE5) und Royal Dutch Shell (LSE:RDSB) (ETR:R6C), stehen seit dem Verfall des Ölpreises unter Druck. Da der Preis hartnäckig bei 50 USD verharrt, scheint es auch nicht so, als ob bald bessere Zeiten anbrechen.

Tatsächlich geht Bob Dudley, Chef von BP, soweit, zu sagen, dass der Ölpreis in den nächsten drei Jahren so niedrig bleiben könnte. Hoffnung auf einen Preis von mehr als 100 USD braucht man sich für eine sehr lange Zeit nicht machen. Das sind gute Neuigkeiten für die Tankrechnung, aber schlechte Nachrichten für Investoren von BP und Shell.

Falscher Fokus

Die Kommentatoren konzentrieren sich heute hauptsächlich auf die Aktienpreise, die beide ungefähr 14% unter ihren Spitzenwerten des letzten Sommers liegen. Damals hatte Öl noch einen annehmbaren Preis. Die Akten von BP wurden zum Zeitpunkt, in dem der Artikel geschrieben wurde zu 445 Punkten gehandelt. Shell liegt bei 2.234 Punkten.

Ich allerdings denke, dass dies die besten Gründe ignoriert, warum man BP und Shell kaufen sollte, nämlich deren Dividenden. Die Vorhersagen weisen dieses und nächstes Jahr auf Gewinne von 5,8% für die BP-Aktie hin. Bei Shell liegen sie bei 5,5% und 5,6% für die zwei kommenden Jahre. Damit sind sie die besten in der Spitzengruppe des FTSE.

Das Risiko ist, dass die Deckung der Dividenden ziemlich schwach ist. Bei Shell werden 2015 die Einnahmen die Auszahlungen nur um den Faktor 1,11 übertreffen. 2016 soll dies auf 1,48 steigen, wenn die vorhergesagten Einnahmensteigerungen eintreten. Bei BP werden die Dividenden dieses Jahr überhaupt nicht vollständig von den Einnahmen gedeckt, wenn die Vorhersagen zutreffen. Aber Citi denkt, dass 2016 eine Deckung von 1,33 möglich ist.

Der Cashflow

Ich kann erkennen, dass beide Unternehmen danach streben, ihre Dividenden weiterhin stetig zu entwickeln, besonders nachdem BP so hart gearbeitet hat, sie nach der Katastrophe im Golf wieder zu stabilisieren. Beide Konzerne sind gerade dabei, große Programme zur Senkung der Kosten umzusetzen, die den Cashflow aufrechterhalten sollen. Beide haben zudem viele Anlagen, die auch bei einem so geringen Preis profitabel sind.

Was, wenn die Erkundung und die Entwicklung in kostenintensiven Ölfeldern, wie in der Nordsee, für ein paar Jahre eingemottet werden müssen? Nun, für diese Unternehmen sind das recht kurze Zeiträume. Die Unternehmen, die ausschließlich auf kostenintensiven Ölfeldern arbeiten, sind gefährdet, nicht BP und Shell.

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The Motley Fool hält keine Aktien der oben erwähnten Unternehmen.

Dieser Artikel wurde von Alan Oscroft auf Englisch verfasst und am 11.02.2015 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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