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Online Games: Big Biz oder bloß Zeitvertreib für Tablet-Besitzer?

Foto: King.com

Bei Fool erzählen wir dir sicherlich nichts Neues, wenn wir noch einmal in aller Deutlichkeit formulieren, dass Online-Computerspiele Big Business sind. Also: Big. Business. Schock? Sicherlich nicht, zumindest nicht im Jahr 2015. In den letzten 20 Jahren sind Computerspiele das neue Hollywood geworden, Titel wie GTA von Rockstar Games und die FIFA-Franchise von Electronic Arts (NASDAQ:EA) locken alleine in Deutschland ein Millionenpublikum vor die Bildschirme. Die Umsätze in der Branche sind in den letzten Jahren heftiger gestiegen als der Cholesterinwert deines Onkels Rudi.

Die Industrie wächst und zieht viele kreative Köpfe an. Nicht nur auf Seiten der Entwickler, sondern auch auf Seiten der Vermarkter und Monetarisierer, die cleveren Konzepte rund ums Geldverdienen entwerfen. Freemium, In-Game-Purchases, mittlerweile haben sogar Konzepte Erfolg, bei denen der User das zahlt, was er für angemessen hält. Besser noch: Dank permanenter Online-Interaktion auf mobilen wie auch auf Desktop-Geräten sind Games im Augenblick drauf und dran, in Fleisch und Blut der User über zu gehen. Dazu passt auch und besonders das Monetarisierungkonzept von Electronic Arts’ bei ihren Sport-Games, das ein Musterbeispiel an gewiefter und nachhaltiger Planung ist. Was also soll schief gehen?

Genau. Was soll schief gehen?

Erst einmal die gute Nachricht taktisch klug weit vorne im Text: King Digital Entertainment (NYSE:KING) (ETR:KDM) aus London verdienten – befeuert von ihrem Dauer-Seller „Candy Crush“ – in Q4 immer noch ganze 141 Millionen USD. Damit sind sie gut dabei. Dieser Betrag ist zwar weniger als das, was im Vorjahreszeitraum in die Kassen gespült wurde, lag dabei aber trotzdem über den Prognosen der Analysten. Denk das nächste Mal daran, wenn du die Facebook-Einladung deiner Tante einfach ignorierst.

Und jetzt geht man bei King andere Wege: Anstatt das Altbekannte neu aufzubereiten, hat man sich die Firma Z2Live aus Seattle einverleibt, die die Games „Battle Nations“ und „MetalStorms“ im Portfolio hat. Die Expansion in die USA ist mit 45 Millionen USD in Cash nicht billig, zeugt dafür aber von einer größeren und nachhaltigeren Vision. Und „größere und nachhaltigere Investitionen“ sind das, was uns morgens aus den Betten holt.

Also läuft im Online-Game-Segment alles glatt?

Nein. Sorry. So einfach ist es leider nicht. Nimm dir mal als Beispiel Zynga (NASDAQ:ZNGA) (ETR:ZY3), in deren Schmiede das legendäre Spiel Farmville entstand. Ein Game, das bis heute Existenzgrundlage des Unternehmens ist. Denn mit immer wieder aufgewärmten Versionen dieses einmaligen Hits Farmville holen sie mittlerweile niemanden mehr so richtig hinter dem Ofen hervor. Resultat: Die Aktie stürzte nach Bekanntgabe der Ergebnisse vom 12. auf den 13. Februar um über 15 % ab, als die Erwartungen der Analysten trotz Umsatzsprung um neun Prozent im Jahr 2014 nicht erfüllt wurden. Und das mit einem ganz ähnlichen Angebot wie King.

Also…. Investieren oder nicht?

Allein die schiere Menge an älter und vermögender werdenden Nutzern sowie die Präsenz in der emotionalen Mitte des Lebens seiner User macht Online-Games zu einem immer noch wachstumsfähigen Markt. Und damit natürlich für dich als Investor attraktiv. Auch hier gilt Warren Buffetts Regel: Eine Firma, die ihre Kunden glücklich macht und mit soliden Produkten aufwartet, ist ein Investment wert.

Dein Takeaway aus dieser Sache? Ob im High-Tech-Loft in San Francisco oder in der Turnschuhfabrik in Herzogenaurach: Nach wie vor ist wohl nur wichtig, dass es dem Kunden gut geht und er Vertrauen in die Firma und ihre Produkte hat und mit regelmäßigen, sinnvollen Updates und Erweiterungen der Produktpalette bereichert wird. Tech ist nicht gleich High-Tech – und Erfolg für relativ neue Unternehmen braucht permanente Innovation und Lust am Neuen. Ich stehe sicherlich nicht alleine mit der Meinung da, dass du auf innovative Player wie Electronic Arts und King Digital setzen solltest. Die großen Revolutionen und Neuerungen im Entertainment-Sektor passieren nicht mit Filmen, TV oder YouTube-Kanälen – sondern mit der Interaktivität, die bei exzellenten Games geschieht.

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Alexander Langer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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