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3 Gründe, warum es besser ist in Facebook statt Twitter zu investieren

Foto: Pixabay

Facebook (NASDAQ:FB) (ETR:FB2A) und Twitter (NYSE:TWTR) (ETR:TWR) stehen für zwei gegnerische Seiten der Social Networking Industrie. Das Ziel von Facebook ist klar: User mit Familien und Freunden verbinden, dann das Teilen persönlicher Gedanken, Fotos und Videos vereinfachen. Das Endziel von Twitter hingegen ist unklarer – der Dienst wird häufiger dazu verwendet, Promis und Beauty-Unternehmen zu folgen aber teilt sich dann weiter auf in Medienpartnerschaften, Zahlungsvorgänge über das Handy, das Teilen von Videos sowie Gruppennachrichten.

Wenn es aber um eine mögliche Investition geht, ist die Unterscheidung zwischen Facebook und Twitter glasklar. Darum schauen wir uns jetzt drei simple Gründe an, die Facebook meiner Meinung nach zu einer besseren Langzeitinvestition machen als Twitter.

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1. Folge dem Geld 

Oder kurz: Warum Facebook profitabler ist und Twitter nicht. Im letzten Quartal ist der Umsatz von Facebook im Jahresverlauf um 58 % auf nunmehr 12,47 Mrd. USD gestiegen, ebenso der Nettogewinn um 34 % auf 701 Mio. USD: Der Umsatz von Twitter ist im vierten Quartal um 97 % auf 479 Mio. USD gestiegen aber das Unternehmen musste auch einen Verlust von 125 Mio. USD netto verbuchen — was dennoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den 511 Mio. USD Verlust aus dem Jahr zuvor bedeutet.

Twitter schreibt einen Großteil des Verlustes von 177 Mio. USD aktienbasierten Vergütungsausgaben zu. Anders ausgedrückt, Twitter zahlte 37 % seines vierteljährlichen Umsatzes an seine Mitarbeiter als Boni aus — das ist der höchste Prozentsatz aller Aktien im S&P 1500. Werden mehr Aktienanteile verteilt, schmälert dies die Anteile der bestehenden Aktionäre. Das bedeutet, dass Twitter seine Mitarbeiter auf Kosten der Investoren bereichert, selbst wenn der Nettoprofit weiter rote Zahlen schreibt.

Twitter-Aktien sind auch prinzipiell teurer als die von Facebook. Twitter wird mit dem 61-fachen der für dieses Jahr geschätzten Erträge gehandelt, während Facebook ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 29 hat, basierend auf den geschätzten Gewinnen von 2015. Das sogenannte PEG (Price to Earnings Growth, also Preis zu Gewinnwachstum) Verhältnis von Facebook für fünf Jahre steht bei 1,2, basierend auf Schätzungen von Thomson Reuters, ist also geringer als Twitters PEG von 1,7. Das bedeutet, dass sein Nettoprofit weiterhin den von Twitter abhängen kann.

2. Nutzerwachstum 

Im letzten Quartal ist die Zahl der monatlich aktiven User (MAU) auf Facebook im Jahresverlauf um 13 % auf 1,39 Milliarden gestiegen. Das ist ein gemäßigter Rückgang von den 15 %, 14 % und 14 % MAU-Wachstum, das Facebook über die ersten drei Quartale 2014 mitteilte. Wir sollten aber nicht außer Acht lassen, dass Facebook außerdem WhatsApp und Instagram besitzt. Die Zahl aktiver WhatsApp-User ist gegenüber dem Vorjahr um 63 % auf 700 Mio. im Januar gestiegen, während Instagram die Zahl seiner aktiven User auf 300 Mio. zwischen September 2013 und Dezember 2014 verdoppeln konnte.

Twitter CEO Dick Costolo behauptete einmal, dass sein soziales Netzwerk 400 Mio. MAU bis Ende 2013 erreichen würde. Aber im vierten Quartal stieg die Zahl der MAU im Jahresverlauf nur um 20 % auf 288 Mio.. Das war ein merklicher Rückgang von den 25 %, 24 % und 23 % MAU-Wachstum, das Twitter in den ersten drei Quartalen 2014 berichtete. Twitter besitzt auch den Instagram-Rivalen Vine, was dem Unternehmen knapp 40 Mio. weitere registrierte (wenngleich nicht zwingend aktive) User beschert.

Bezüglich dem durchschnittlichen Erlös pro Kunde („average revenue per user“ (ARPU)) basierend auf ihren Hauptseiten, erreicht Facebook einen ARPU von 2,77 USD pro Quartal verglichen mit Twitters vierteljährlichem ARPU von 1,66 USD.

3. Nutzerwert 

Um Erträge aus Werbung von Vermarktern zu erzielen, brauchen sowohl Facebook als auch Twitter User, die auf den Seiten bleiben und sich so mehr Werbung ansehen.

Laut Alexa verbringt der durchschnittliche Facebook-User ca. 19 Minuten pro Tag auf der Seite, verglichen mit den nur etwas mehr als sieben Minuten täglich pro Twitter-User. Das bedeutet, dass Markthändler Facebooks News Feed, Darstellung und Videowerbung eher favorisieren als Twitters beworbene Tweets, Trends und Accounts.

Dennoch ist Twitters ARPU im Laufe des vergangenen Jahres gestiegen – trotz seines schwerfälligen MAU-Wachstums wurden 69 % zwischen dem ersten und dem vierten Quartal 2014 erreicht. Zum Verlgeich: Facebooks ARPU stieg während dieser Zeit um 42 %. Twitter schaffte es, seinen ARPU durch verstärkte Marketingintegration mit TV-Werbung, Video-Werbung und Gegenseitigkeitswerbung durch Hashtags mit Unternehmen anzukurbeln.

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Twitters neue Werbung als „Promoted Video ads“. Quelle: Twitter

Kürzlich aber schloss Twitter einen einseitigen Deal mit Google (NASDAQ:GOOG) (NASDAQ:GOOGL) (ETR:GGQ7) ab. Dieser erlaubt es, dass Tweets bei den Suchergebnissen auf Google gezeigt werden. Wenn User den Link von Google anklicken, umgehen sie den News Feed und gelangen direkt zum Tweet. Twitter glaubt, dass mithilfe dieser Strategie mehr User dazu gebracht werden können, sich einzuloggen oder anzumelden um den Tweet zu lesen, aber gleichzeitig wird dadurch der Wert des News Feed geschwächt und dies könnte das ARPU-Wachstum drosseln.

Im Vergleich ist die Nachfrage für Facebook-Werbung so groß, dass das Unternehmen die Anzahl der Werbeplätze eingeschränkt hat, sodass die Preise dafür jedes Quartal weiter nach oben getrieben werden können. Und diese Strategie ist wunderbar aufgegangen — im letzten Quartal sind die durchschnittlichen Kosten einer Werbeanzeige auf Facebook um 335 % gestiegen, während 65 % weniger Werbeanzeigen gezeigt wurden als im Jahr zuvor.

Die Zukunft

Zusätzlich zum höheren Umsatz und dem besseren ARPU-Wachstum hat Facebook auch ambitionierte Pläne für die Zukunft, einschließlich einem Unternehmensnetzwerk wie LinkedIn (NYSE:LNKD) (ETR:LKI), VR-Headsets und einer möglichen Erweiterung in ein medizinisches Netzwerk. Twitter wird sich eher mit einer Identitätskrise auseinander setzen müssen, da es mehr Dienste hinzufügt, die es in eine kleinere, unorganisiertere Version von Facebook verwandeln.

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The Motley Fool empfiehlt Facebook, Google, LinkedIn und Twitter. The Motley Fool besitzt Aktien von Facebook, Google, LinkedIn und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 13.02.2015 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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