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Aktien im Rückblick: HeidelbergCement und LPKF Laser waren die großen TOPS der Woche… Grund genug, sie auch zu kaufen?

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Momentaufnahme

Als die Nachricht einer von Deutschland und Frankreich vermittelten Waffenruhe zwischen der Ukraine und von Russland unterstützten Separatisten bekannt wurde, legten die Aktien am Donnerstag zu. Ebenfalls am Donnerstag: Schwedens Zentralbank bediente sich einer bewährten Methode der EZB und kündigte aggressive Konjunktur-Stimuli an. Die Märkte reagierten darauf derart wohlwollend, dass sogar griechische Aktien stiegen!

Am Montag erfuhren wir, dass deutsche Exporte im Dezember saisonbereinigt um 3,4 %, stiegen und Importe um -0,8 % gegenüber November gefallen waren. Bei den Exporten übertrifft dies den Analystenkonsens um +1 %. Importe immerhin um -0,45 %. Bei diesen ganzen positiven Nachrichten ist es natürlich keine Überraschung, dass mit Stand vom Marktschluss vom Donnerstag lediglich zwei von dreißig DAX-Aktien gefallen waren.

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Die großen Indizes

Bei Marktschluss am Donnerstag war der DAX bis fast in Rekordhöhe vorgedrungen, begünstigt von einem Anstieg um 1,43 % bis auf 10.919,65 Punkte. Die anderen großen Indizes legten alle zwischen 1 % und 2 % zu. Ausnahme: der SDAX, der nur 0,84 % zulegen konnte sowie der TecDAX, der um satte 2.1 % nach oben ging.

Die TOPS der Woche

HeidelbergCement AG (ETR:HEI) (FRA: HEI) war zum Marktschluss am Donnerstag um mehr als 7 % gestiegen – und lieferte damit die beste Performance eines DAX-Unternehmens in dieser Woche. Der weltweit größte Hersteller von Sand und Kies bekam Auftrieb durch einen soliden Ergebnisbericht, reduzierte Schuldenlast sowie eine positive Prognose für das Jahr 2015. „Operativ betrachtet war 2014 das bei weitem bisher erfolgreichste Jahr für HeidelbergCement seit der Finanzkrise“, sagte Geschäftsführer Bernd Scheifele. Das Unternehmen konnte seine Schuldenlast zum ersten Mal seit 2007 auf unter 7 Milliarden Euro drücken. Damals nahm es enorme Schulden auf sich, um das britische Baustoff-Materialien-Unternehmen Hanson PLC zu erwerben.

Unterdessen haben die Schulden von HeidelbergCement das höchste Junk-Rating von Moodys als auch von Fitch erhalten, was bedeutet, dass jede weitere Erholung sie zurück zum Investment-Grade-Status bringen würde. Scheifele wird voraussichtlich weitere Schulden abzahlen können, sobald das Unternehmen den 1,2 Milliarden Euro-Verkauf seiner Ziegel-und-Dachziegel-Sparte an Lone Star Funds final gemacht hat. „Wir werden weiterhin unsere bisher erfolgreiche Strategie zur Erhöhung der Wertschöpfung verfolgen, und das durch Schuldenabbau und Wachstum. Wir halten unseren Fokus ganz darauf, Effizienz im operativen Bereich und Margen zu verbessern,“ sagte er in einer Erklärung. „In Anbetracht der positiven Prognosen für die Weltwirtschaft sowie unserer vorteilhaften geografischen Lage gehen wir zuversichtlich in die Zukunft.“

Und dem kann ich mich nur anschließen. Ich bin davon überzeugt, dass HeidelbergCement im Jahr 2015 weiterhin von seiner verringerten Schuldenlast sowie den sich verbessernden nordamerikanischen und britischen Immobilienmärkten profitieren wird.

LPKF Laser & Electronics AG (ETR:LPK) (FRA:LPK) stieg um mehr als 14 % am Donnerstag. Möglich machte dies die Nachricht, dass man einen Auftrag im Wert von 2,5 Millionen Euro von einem Kunden in China an Land ziehen konnte. Dieser Auftrag war ursprünglich bereits für Ende 2014 vorgesehen gewesen, doch der Kunde musste ihn verschieben. Diese könnte möglicherweise die erste in einer ganzen Reihe von Bestellungen sein: Ingo Bretthauer, LPKFs CEO, sagte, dass er die zweite Phase an Aufträgen in den nächsten Monaten erwartet.

LPKF hatte in der Vergangenheit bereits Schwierigkeiten mit China. Das Patent für ihr Laser Direct Structuring (LDS)-System wurde in China im Jahr 2013 annulliert, und der Oberste Gerichtshof Chinas hatte erst vor kurzem LPKFs Berufung abgelehnt. Jedoch bleibt das Patent in allen anderen wichtigen globalen Märkten wirksam. Wenn also chinesische Unternehmen LDS-Geräte nach außerhalb Chinas verkaufen möchten, benötigen sie dazu noch immer LPKFs-Genehmigung.

Trotzdem: auch der Anstieg vom Donnerstag konnte nur wenig am Abwärtstrend der Aktie ändern. Seit Januar 2014 zeigt der Preisverlauf beständig nach unten. Ich würde gerne noch ein paar Beweise mehr für eine Stabilisierung sehen, bevor ich zuschlagen würden.

Die FLOPS dieser Woche

Henkel AG & Co. KGaA (ETR:HEN3) (FRA: HEN3) war der größte DAX-Verlierer bei Marktschluss am Donnerstag. Die Aktie fiel während der Woche um 1,74 %, nachdem die Analysten von Goldman Sachs zum Verkauf der Aktien rieten. Von den acht Analysten, die momentan dem Haushaltsunternehmen folgen, haben vier zum Kauf geraten, zwei zum Verkaufen und zwei eine Hold-Bewertung gegeben. Man könnte sagen, dass sich die Analysten nicht ganz einig sind.

Der Draht- und Kabelhersteller LEONI AG (ETR:LEO) (FRA: LEO) sank am Montag um 5.95 % – und das ohne guten Grund oder relevante Nachrichten. Das bedeutet den bislang größten Tagesverlust eines HDAX-Unternehmens in dieser Woche. Zum Glück jedoch konnte das Unternehmen am Donnerstag 2 % operativen Profit für das Q4 berichten, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Dadurch erholte sich die Aktie etwas. Dennoch ist sie diese Woche um 1,4 % gesunken.

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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