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Deine Börsenwoche im Rückblick (1.12.2014 – 5.12.2014)

Foto: The Motley Fool

Alle Zahlen beziehen sich auf den Stand vom 5.12.2014, sofern nicht anders angegeben.

In diesem wöchentlichen Artikel geben wir eine kurze Momentaufnahme der großen Geschichten und großen Kursänderungen, die die Märkte in der vergangenen Woche geprägt haben.

Die großen Indizes

Was für eine großartige Möglichkeit, in das Wochenende zu starten! Nachdem es im Laufe des Tages stetig nach oben ging, schloss der DAX — die 30 größten an der deutschen Börse gelisteten Unternehmen — am Freitag endlich über der 10.000er Marke, schloss mit 10.087,12 höher als jemals zuvor und übertrifft damit sein Allzeithoch von 10.050,98 Punkten im Juli.

Okay, technisch hat er den Rekord zuerst am Donnerstag gebrochen, bevor er wieder zurückfiel und dann auf ein neues Allzeithoch von 10.093,03 drückte, wenige Augenblicke vor dem heutigen Handelsschluss, so kannst du diese Zahlen auch heute in der Presse sehen.

Der MDAX (die 50 nächstgrößten deutschen nicht-Tech Unternehmen) machte es nicht ganz so gut, er schloss nur bei 17.193,95 Punkten, direkt unter seinem historischen Höchststand von 17.203,80. Der TecDAX (die 30 größten Tech Aktien) und HDAX (der aus allen Aktien im DAX, MDAX und TecDAX besteht) auf der anderen Seite machten es ähnlich wie der DAX und schlossen bei den neuen Höchstmarken von 1.379,47 bzw. 5.242.42 Punkten und schlugen damit ihre vorherigen Rekorde von 1.365,03 bzw. 5.212,60.

Der schlüpfrige Pfad

Der Winter bringt eine Menge Risiken mit sich: vereiste Bürgersteige, rutschige Straßen und Nachbarschaftskinder bewaffnet bis an die Zähne mit Schneebällen. Aber sind die deutsche Aktien in diesem Winter noch riskanter?

In den vergangenen zwei Monaten staunte ich über die Widerstandskraft des DAX und den anderen deutschen Indizes gegen laue Wirtschafts-News. Aber laut Roger A. Aliaga-Diaz, einem Senior Economist bei der US-Brokerage Firma Vanguard, ist der Grund dafür vielleicht doch ganz einfach. Anlässlich einer Podiumsdiskussion im Vanguard US-Hauptsitz am Donnerstag, machte es Herr Aliaga-Diaz ganz offen: „Die Märkte haben [die] schlechte wirtschaftlichen Prognosen in ihren jeweiligen Preisen bereits berücksichtigt.“ Seine Kollege und Experte Joe Davis, Vanguard Chefökonom, stimmt zu: „Das Wirtschaftswachstum in Europa muss nicht hoch sein, damit Aktien gut laufen,“ sagte er.

Der Markt scheint sich dieser These anzunehmen. Am Dienstag sagte Jens Weidman, der Leiter der deutschen Zentralbank (Bundesbank): Obwohl die deutsche Wirtschaft kräftig bleibe, mache er eine vorsichtige Wirtschaftsprognose. Die Märkte reagierten mit einem Anstieg auf ihren höchsten Stand seit Juli.

Also, nur weil die Börsen schlechte Nachrichten bereits berücksichtigen, ist der Markt in der Lage, jede einzelne schlechte Nachricht abschütteln? Leider scheint es nicht so. Am Donnerstag berichtete die Europäische Zentralbank, dass sie ein Jahr warten würde, bevor sie entscheidet, ob sie Bemühungen unternimmt, Anreize zu erhöhen. Der deutsche Markt fiel daraufhin um 2,3 % von seinen Höchstständen.

Als Peter Westaway, europäischer Chefökonom von Vanguard, sagte zum Schluss bei der oben genannten Podiumsdiskussion „Es gibt noch eine Menge Risiken.“ Und er sprach nicht nur von Schneebällen.

Tops und Flops der Woche

FLOP: Stahlkonzern Salzgitter AG (ETR: SZG) (FRA: SZG), deren Aktien am Dienstag um mehr als 6 % sanken, nachdem Russland angekündigte das vorgeschlagene 40 Milliarden US-Dollar South Stream Pipeline-Projekt abzusägen, das Erdgas ohne Überquerung der Ukraine nach Europa liefern sollte. Die Aktie stieg wieder um 2,55 % nachdem das Unternehmen angekündigte, es erwartet „einen Großteil“ der Verluste von der Versicherung wieder zu erhalten.

TOP: Die Aktie des Biotech-Unternehmens Evotec (ETR: EVT) (FRA: EVT) sprang zwischen Handelsschluss am Dienstags und Mittwoch um 15,7 %, nach der Ankündigung einer Fünf-Jahres-Partnerschaft mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi, die der Firma Zahlungen in Höhe von 250 Millionen Euro garantiert. Die Auswirkungen waren im gesamten Sektor zu sehen, MorphoSys (ETR: MOR) (FRA: MOR) stieg am Mittwoch um über 8 % auf den höchsten Stand seit 14 Jahren.

FLOP: SMA Solar Technology (ETR: S92) (FRA: S92) wurde am Dienstag um 13,82 % abgesägt — bei weitem der größte ein-Tages-Verlust der Woche aller HDAX-Unternehmen –, nach der Ankündigung der Senkung ihrer Umsatzprognosen für das Jahr. Der Vorstand der Gesellschaft erwartet nun einen Umsatz von 775 Millionen Euro (gegenüber 850 Millionen) und einen Verlust von 115 Millionen Euro (gegenüber 45 Millionen Euro Verlust, ausgenommen der Rückstellungen für einen geplanten Personalabbau). „Unsere bisherige Prognose beruhte auf der Annahme eines starken Vertriebs-Aufschwung gegen Ende des Jahres,“ erklärt SMA CEO Pierre-Pascal Urbon. „Leider haben sich die Märkte in Europa nicht wie erwartet entwickelt.“

TOP…?: Trotz weiteren Pilotenstreiks und Arbeitsniederlegungen und die Ankündigung, dass sie das Hauptziel einer Milliarden-Euro-Klage der Deutschen Bahn wird, stieg die Aktie der Lufthansa  (ETR: LHA) (FRA: LHA) diese Woche noch um mehr als 6 %, als das Unternehmen darauf bestand, einen Plan für den vorzeitigen Ruhestand für Piloten nicht umzusetzen.

Hab ein schönes Wochenende!

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John Bromels besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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