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10 Erkenntnisse aus einem der 10 großartigsten Unternehmen der Welt

Quelle: The Motley Fool

Google (NASDAQ:GOOGL)(ETR:GGQ7) Aktien waren bis jetzt eine außergewöhnliche Investition für Anleger. Seit ihrem Debüt vor einem Jahrzehnt im August 2004 sind sie um 1.191% gestiegen, was sie laut dem Wall Street Journal zum elftbesten Performer aller Werte im S&P500 seither macht.

Was war das Geheimnis für den bemerkenswerten Erfolg von Google? Eric Schmidt und Jonathan Rosenberg argumentieren in ihrem neuen Buch How Google Works, dass es Google’s Fähigkeit war, „Smart Creatives“ anzuziehen und zu stärken. Das erlaubte dem Unternehmen erstaunliche Dinge zu erreichen. Laut den Google-Managern sind „Smart Creatives“ solche Arbeitnehmer, die „hart arbeiten und gewillt sind, den Status Quo zu hinterfragen und Dinge auf eine andere Weise angehen“.

Es ist schwierig, die Erfolgsgeschichte von Google als öffentliches Unternehmen zu bestreiten. Und zukünftige Googles zu identifizieren könnte ziemlich lukrativ für Unternehmens-fokussierte Investoren sein. How Google Works macht uns genau das wesentlich einfacher, indem es uns zeigt, wie erfolgreiche Unternehmen in der Zukunft aussehen könnten. Hier sind 10 Erkenntnisse aus dem Buch, die ich besonders hilfreich fand:

1. “Jedes Unternehmen benötigt ein ‘Sei nicht böse’, einen kulturellen Leitstern, der über alle Managementebenen, alle Produktpläne und die Büropolitik hinaus scheint.“

Das „Sei nicht böse“ Motto wurde schon früh in Google’s Geschichte von zwei Ingenieuren geprägt. Selbst heute kann ein Ingenieur ein Meeting beenden, indem er ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Initiative als „böse“ deklariert. Die Betroffenen sind dann gezwungen, sich mit dieser Initiative auseinandersetzen und die Übereinstimmung dieser mit den Unternehmenswerten in Frage zu stellen.

Schmidt und Rosenberg glauben, dass Kultur „die wichtigste Sache ist“, mit der man sich auseinandersetzen muss, wenn man ein Unternehmen gründet — und dass „sei nicht böse“ im Mittelpunkt der Kultur von Google steht. Laut den Autoren werden die besten Kulturen immer erstrebenswerte Kulturen sein.

2. “Die besten Produte sind über technische und nicht über kaufmännische Faktoren zu ihrem Erfolg gekommen, während die weniger erfolgreichen den technischen Unterschied vermissen ließen.“

Diese wichtige Erkenntnis ist ein Resultat einer Revision der Produktlinie von Google im Jahre 2009. Das Unternehmen hat über die Jahre gelernt, dass stagnierende Produkte (iGoogle, Desktop, Notebook, Health, Reader, etc.) diejenigen waren, denen „technische Erkenntnisse nicht von Anfang an zugrunde lagen“. Die Autoren schreiben: „Finde Geeks und Kram, und genau dort wirst du die technischen Erkenntnisse finden, die Erfolg versprechen“ — so könne man das vermeiden.

3. “Skalierbarkeit muss ein Herzstück deiner Grundlagen sein. Wettbewerb ist intensiv und Wettbewerbsvorteile bleiben nicht lange erhalten, also musst du eine ‚wachs schnell groß‘ Strategie haben.“

Schmidt und Rosenberg argumentieren, dass die Tage des langsamen und methodischen Wachsens um groß zu werden, vorbei sind. Stattdessen behaupten sie, dass Unternehmen im Internetzeitalter „sehr schnell und global“ wachsen müssen.

Der Grund dafür ist, dass Plattformen und nicht Produkte der Schlüssel zum Erfolg sind und die besten Leader „werden diejenigen sein, die wissen wie man Plattformen erschafft und schnell groß macht.“ Netflix, für Filme, und Spotify, für Musik, sind nur zwei Beispiele erfolgreicher Plattformen, die die Autoren aufführen.

4. “…wir fokussierten uns auf die Internet-Suche, weil das etwas war, von dem wir das Gefühl hatten, dass wir besser waren als alle anderen. In diesen frühen Tagen des Internets waren alle führenden Unternehmen in dieser Industrie damit beschäftigt, ihre Internet-Portale zu pflegen, während unsere Suchmaschine besser und besser darin wurde, großartige Antworten für die Nutzer zu finden.“

Wie viele andere Betriebswirtschafts-Bücher, liefern die Autoren überzeugende Argumente für die Macht des Fokussierens. Sie stellen dar, dass Google ungewollt dem Rat des Strategieexperten Michael Porter folgten, der scheibt, „Eine effektive Strategie, um überdurchschnittlichen Unternehmenserfolg zu erreichen, kann sein, sich auf eine eng eingeschränkte Gruppe von Produkten zu fokussieren…“

5. “Clevere Trainer wissen, dass selbst eine noch so gute Strategie Talent ersetzen kann und dass das im Geschäftsleben genauso ist, wie auf dem Feld. Scouting ist wie rasieren: Es wird sich zeigen, wenn du es nicht jeden Tag machst.“

Die Einstellung von Mitarbeitern ist ein Gebiet, in dem sich Google von anderen Unternehmen absetzt. Jeder „Googler“ macht es zu seiner Priorität, die best- möglichen Mitarbeiter einzustellen. Und vom oberen Management wird erwartet, dass es sich mehr — nicht weniger — an dem Prozess beteiligt.

6. “Wir woollen die besten verfügbaren Köpfe anstellen, weil wir glauben, dass es einen großen Unterschied zwischen „großartigen“ Leuten gibt und denen, die „gut“ sind. Und wir geben alles dafür, diese beiden voneinander trennen zu können.“

Die Autoren sind unverfroren in ihrem intellektuellen Elitedenken. Sie wollen die intelligentesten Leute, die sie haben können. Und sie arbeiten hart daran, diese zu gewinnen und zu halten.

7. “Wenn du Verantwortung dafür hast, Leute einzustellen, oder wenn du einer der Gesprächspartner in einem Vorstellungsgespräch bist, reicht es nicht aus eine Meinung zu haben; du musst sie mit Daten unterstützen können.“

Google Personalverantwortliche sind Verfechter von Daten als Teil des Prozesses. Sie wollen nicht, dass Interviewer mit ihrem „Bauchgefühl“ oder „Instinkt“ entscheiden. Jede Meinung von einem Kandidaten muss von Daten oder empirischen Beobachtungen unterstützt werden können. Und je mehr Details es gibt, desto besser.

Das ist etwas, das auch Daniel Kahneman, Autor von Thinking Fast and Slow, ebenfalls empfiehlt. Er fand heraus, dass Interviewer viel zu überzeugt von ihrer Intuition sind und Ihren Eindrücken viel zu viel Gewichtung zukommen lassen.

8. “Stell dir den idealen Job für dich vor. Nicht heute, sondern in fünf Jahren. Wo möchtest du sein? Was möchtest du machen? Wie viel willst du verdienen? Schreib die Job-Beschreibung auf: Wenn du das auf einer Website sehen würdest, wie würde der Aushang aussehen? Jetzt spul vier oder fünf Jahre vor und stell dir vor, du hättest diesen Job. Wie sieht dein fünf-Jahre-ab-jetzt-Lebenslauf aus? Wie sieht der Weg aus, den du eingeschlagen hast, um dort hin zu kommen?“

Viele junge Menschen beten Schmidt und Rosenberg um Karriereratschläge und genau das sagen sie ihnen dann. Die Autoren haben herausgefunden, dass viele Leute nicht genug Energie in ihre Karriereentwicklung stecken und dass viele von uns härter daran arbeiten sollten, uns unsere Zukunft vorzustellen.

9. “Eine der transformativsten Entwicklungen des Internetzeitalters ist die Möglichkeit, fast alle Aspekte eines Unternehmens zu quantifizieren. Entscheidungen, die früher auf Basis von subjektiven Meinungen und anekdotenhaften Nachweisen getroffen wurden, stützen sich jetzt primär auf Daten.“

Laut den Autoren hat jedes Konferenzzimmer bei Google zwei Projektoren: Einen für die Aufzeichnung des Meetings an sich und einen für die Aufzeichnung von Daten. Jedes Meeting fängt mit Daten an und Google-Mitarbeiter versuchen sich gegenseitig zu überzeugen, indem sie sagen „Lass es mich dir zeigen.“ Diese Betonung auf die Wichtigkeit von Daten ist eine der markantesten Ausprägungen der Unternemenskultur.

10. “Die Frage, die man stellen sollte ist nicht was Wirklichkeit sein wird, sondern was Wirklichkeit sein könnte. Zu fragen, was Wirklich sein wird, setzt Vorhersagekraft voraus, was in einer sich schnell verändernden Welt Unsinn ist. Zu fragen, was Wirklich sein könnte, setzt Vorstellungskraft voraus: Welche Unvorstellbare Sache ist denn noch vorstellbar, wenn es nach der gängigen Meinung geht?“

Ich denke, dass das ein sehr hilfreicher Weg ist, um über die Zukunft nachzudenken. Die Zukunft vorherzusagen ist absurd — Politikexperten und Wall Street Analysten zeigen uns das täglich. Sich die Zukunft dagegen vorzustellen scheint ein sehr lohnendes und potentiell profitables Bestreben zu sein.

Könnten autonom steuernde Fahrzeuge funktionieren? Oder was ist damit, Menschen auf den Mars zu fliegen? Unternehmen mit der Fähigkeit, sich unsere Zukunft vorzustellen werden ganz sicher einen riesigen Vorteil gegenüber ihren unkreativen Rivalen haben. Und diejenigen Investoren, die clevere, kreative Unternehmen identifizieren können, sollten sich sehr wacker schlagen, wie die Performance von Google in den vergangenen zehn Jahren zeigt.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Google (A shares), Google (C shares) und Netflix und empfiehlt Aktien von Google (A shares), Google (C shares) und Netflix.

Dieser Artikel wurde von John Reeves auf Englisch verfasst und wurde am 28.10.2014 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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