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Warum Apple mit HealthKit den Gesundheitsmarkt revolutionieren wird?

Foto: Apple

Dr. John Noseworthy, Chef der Mayo Clinic, ist überzeugt: „HealthKit wird die Interaktion zwischen dem Gesundheitssystem und den Menschen weltweit revolutionieren.“ (entsprechend Forbes) Dieser Einschätzung kann ich mich zu 100 % anschließen.

Ausgezeichnete Wachstumsprognosen

Den exzellenten Wachstumsprognosen liegen zahlreiche Marktstudien renommierter Institutionen – von McKinsey über Boston Consulting bis zu MarketsandMarkets – zu Grunde. Heute werden schon 9 Mrd. US Dollar mit mobilen Gesundheitslösungen umgesetzt, 2018 sollen es bereits 20 Mrd. US Dollar sein. Dass derartige Wachstumsprognosen auch IT-Giganten wie Apple (NASDAQ: AAPL)(STG: APC) aufhorchen lassen, ist kein Wunder. Und mit HealthKit und der iWatch ist Apple ein, wie ich glaube, aussichtsreiches Duo gelungen.

Exzellente Kooperationsstrategie

Ein Blick auf die mit Apple kooperierenden Akteure des Gesundheitswesens ist für mich ein klarer Hinweis auf das in HealthKit schlummernde Potenzial. Die Mayo Clinic hat in den letzten beiden Jahren zusammen mit Apple an der Health App und dem HealthKit gearbeitet und ist vom Ergebnis begeistert.

Die Kliniken der Stanford University und der Duke University prüfen HealthKit gerade in zwei Pilotstudien auf Herz und Nieren. Jugendliche Diabetiker mit erblich bedingtem Typ 1 Diabetes sowie Herz- und Krebspatienten werden dabei die nötige Datengrundlage liefern. Dass Apple mit HealthKit primär die Gesundheitssysteme ins Visier nimmt, macht für mich den spannenden Unterschied.

Denn die Digitalisierung der gesamten Gesellschaft, die auch Deutschland nun auf ihre Agenda gesetzt hat, wird bald auch unser Gesundheitssystem erfassen und dieses völlig verändern. HealthKit bietet erstmalig die technischen Möglichkeiten, diese Veränderungen auch umzusetzen.

Zusammen mit Epic Systems, einem führenden Anbieter der elektronischen Gesundheitsakte, soll HealthKit schon bald Eingang in die großen Krankenhäuser und medizinischen Zentren finden.

Jüngst konnte Apple mit Humana (NYSE: HUM)(STG: HUM) einen der großen Krankenversicherer in den USA mit ins Boot holen. Humana wird HealthKit in sein Wellness-Programm „HumanaVitality“ integrieren und seinen Mitgliedern so das Management ihrer Fitnessdaten und das Erreichen ihrer persönlichen Gesundheitsziele erleichtern.

Was HealthKit besonders macht?

Das Herzstück von HealthKit ist das API, was für „Application Programming Interface“ steht und eine Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung darstellt. HealthKit ist also keine reine App, sondern eine Art Plattformtechnologie, die gesundheitsrelevante Daten eines Menschen aus ganz verschiedenen medizinischen Geräten und Apps zusammenführen kann. Erst das API ermöglicht es Geräten wie Puls- oder Blutdruckmesser und den dazugehörigen Apps, problemlos miteinander und mit HealthKit zu kommunizieren.

Was HealthKit leistet?

HealthKit richtet sich nicht nur an Sportler, Fitnessfreaks und Life Style Junkies, sondern zielt auch auf chronisch Kranke, ältere oder auch pflegebedürftige Menschen. HealthKit ermöglicht nicht nur ganz unterschiedlichen Gesundheits- und Fitness-Apps – wie FitBit, Nike, Wahoo und anderen – die problemlose Kommunikation miteinander, es kann auch mit professioneller Software aus Kliniken kommunizieren und damit Diagnostik und Therapie erleichtern.

Über das API gelangen Daten aus ganz verschiedenen medizinischen Messgeräten und Apps in HealthKit, wo sie verschlüsselt an einem gemeinsamen Ort abgelegt werden. So hat der Nutzer über das Dashboard seiner Health-App Zugriff auf seinen Herzschlag, seine verbrannten Kalorien, seinen Blutdruck oder auch Blutwerte wie Cholesterin oder Blutzucker.

Auch der Austausch von Daten diverser Apps ist möglich. So kann etwa deine Fitness-App mit deiner Ernährungs-App kommunizieren und berechnen, wie viele Kalorien du an jedem Tag durch Bewegung und Sport verbrennst. Auch lebensrettende Informationen, die in Notfällen relevant sein können, lassen sich speichern – dazu gehören etwa die Blutgruppe oder Allergien.

Chronisch Kranke können sämtliche Daten in Echtzeit an ihren Arzt übermitteln, so werden unnötige Arztbesuche vermieden. Diabetiker können ihren Blutzuckerspiegel überwachen, bei kritischen Werten erhalten Arzt und Patienten eine Nachricht. Schwangere können sogar den Herzschlag ihres ungeborenen Kindes kontinuierlich aufzeichnen lassen. Das sind nur einige Möglichkeiten, die HealthKit heute schon bietet, weitere werden wohl bald folgen.

Warum Apple von HealthKit profitieren wird?

  1. HealthKit löst das Schnittstellenproblem zwischen Apps und medizinischen Messgeräten wie Pulsuhr oder Blutdruckmesser. Dies wird die Anzahl professioneller Apps und mobiler Endgeräte zur Messung von Vitaldaten erhöhen und die Ausbreitung von HealthKit weiter beschleunigen.
  2. Daten sind die Währung der Zukunft, als Sammelstelle für gesundheitsrelevante Daten wird HealthKit im Zusammenhang mit Big Data Analysen von dieser Währung profitieren. Anonymisiert lassen Big Data Analysen Einblicke in den Gesundheitszustand einer Bevölkerung zu, ermöglichen Prognosen und Rückschlüsse auf notwendige und nachgefragte Dienstleistungen im Gesundheitssektor. Damit wird HealthKit zunehmend auch für die großen Akteure im Gesundheitssystem interessant – Gesundheitspolitik, Krankenversicherer, Krankenhäuser und die Gesundheitsindustrie.
  3. Apple könnte mit HealthKit der Sprung in den Massenmarkt gelingen und Zielgruppen ansprechen, die bisher weder Apple-Produkte besitzen, noch zur eigentlichen Zielgruppe des Unternehmens zählen. So können Sportbegeisterte HealthKit ebenso nutzen wie chronisch Kranke und ältere pflegebedürftige Menschen. Über den Umweg der beruflichen Nutzung könnten auch Arbeitnehmer in der Gesundheitsbranche – Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, usw. – die Vorteile der Apple-Produkte kennenlernen und diese dann auch privat nutzen.

Warum ich vom HealthKit Erfolg überzeugt bin?

Als langjährige Apple-Investorin bin ich nicht nur von den Produkten der Firma, sondern auch von deren innovativer Unternehmensstrategie begeistert. Wie Apple es schafft, stets auf das richtige Pferd zu setzen, ist schon fast unheimlich.

Fest steht, auch mit HealthKit ist Apple der Konkurrenz wieder einen Schritt voraus. Für mich persönlich stellt HealthKit den langgesuchten Schlüssel zur Revolution mobiler Gesundheitslösungen dar.

Die demographische Entwicklung in vielen hoch entwickelten Ländern und die damit einhergehende Kostenexplosion wird die Nachfrage nach Tools wie HealthKit künftig steigen lassen. Für den Erfolg von HealthKit sprechen aber nicht nur gesellschaftliche Umbrüche, auch die Vorteile der Apple-Produkte insgesamt – Professionalität, Ästhetik und vor allem Funktionalität – dürfen nicht unterschätzt werden.

Insgesamt bin ich davon überzeugt, dass Apple mit HealthKit von der Digitalisierung in der Medizin überproportional profitieren wird. Dass dies langfristig auch Investoren zu Gute kommt, ist für mich nur eine logische Konsequenz.

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Simone Hörrlein besitzt Aktien der Firma Apple.

The Motley Fool empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

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