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Wer Ist: Jim Rogers

Fotokredit: Gage Skidmore.

Foto: Gage Skidmore.

Geradeheraus und unterhaltsam – man kann sich auf den Rohstoffguru Jim Rogers verlassen, wenn es um unkonventionelle Perspektiven geht.

Eine unabhängige Denkweise und das Bestreben, konventionelle Denkweisen in Frage zu stellen, werden häufig als notwendige Voraussetzungen für erfolgreiches Investieren gesehen. Und es gibt nur wenige, die von diesen Charakterzügen stärker geprägt sind als Rogers.

Hintergrund
1942 in Alabama geboren, zeigte Rogers schon als Kind Spürsinn für Geschäftliches und sammelte weggeworfenen Flaschen bei Baseball-Spielen. Nachdem er ein Stipendium für die Yale University bekam, machte er einen zweiten Abschluss in Oxford. Nach einer kurzen Zeit in der Armee begann er seine Karriere an der Wall Street.

Hier traf er George Soros und sie gründeten 1973 gemeinsam den Quantum Fonds. Dieser verzeichnete in den 1970er Jahren ein Wachstum von 4.200%, während der S&P 500 Index weniger als 47% wuchs. Im Alter von 37 Jahren setzte sich Rogers 1980 zur Ruhe.

Reisen
Der „Ruhestand“ war für Rogers produktiver als das Berufsleben der meisten Leute. Nachdem er einige Zeit Vorlesungen gehalten und für das Fernsehen gearbeitet hatte, zog er los, um aus ersten Hand mehr von der Welt zu sehen. Nachdem er China und Russland in den späten 1980er Jahren mit dem Motorrad durchquert hatte, begann er im März 1990 seine Reise um die Welt und fuhr mit seinem BMW mehr als 100.000 Kilometer.

Auf seinen Reisen nutze Rogers jede Gelegenheit, um mit so vielen Leuten wie möglich ins Gespräch zu kommen. Seine Abenteuer hat er in seinem Buch „Investment Biker“ veröffentlich, und wie es typisch für ihn ist, hält er sich mit seinen Ansichten nicht zurück.

Eine weitere Weltreise mit dem Auto machte er von 1999 bis 2001, die er in einem weiteren Buch, „Adventure Capitalist“, dokumentierte.

Investitionsstil
Rogers Stil ist es, mit der Makroökonomischen und politischen Betrachtungen anzufangen, und die größten Trends der Welt zu verstehen. Für ihn sind richtige Einschätzung der volkswirtschaftlichen Gegebenheiten und langfristigen Entwicklungen wichtiger, als kurzfristige Bewegungen in den Märkten.

Aber Anders als viele „long-term, buy-and-hold“ (LTBH) Investoren, nimmt er kurzfristige Verluste in Kauf und erkennte sie als solche an und akzeptiert sie, anstatt anzunehmen sie wären unwichtig: „So etwas wie Papierverluste gibt es nicht. Ein Papierverlust ist ein echter Verlust.“