The Motley Fool

Das Wertpapierdepot beim Smartbroker

Was mir gefällt

  • Keine Depotgebühren
  • Ab 0 EUR pro Order
  • Ein Depot für alles: Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Zertifikate, Optionsscheine

Die Bank

Mit dem Smartbroker gibt es seit Ende 2019 einen neuen Anbieter, bei dem Privatanleger günstig Wertpapiere handeln können. Das Unternehmen gehört zur wallstreet:online capital AG aus Berlin, die bekannte Finanzportale wie Wallstreet-online.de, Boersennews.de und Finanznachrichten.de betreibt.

Der Smartbroker ist aktuell der günstigste Onlinebroker mit einem breitem Angebot an Handelsplätzen und Dienstleistungen. Er ist nicht nur für Anleger interessant, die bisher noch kein Wertpapierdepot haben.

Das Wertpapierdepot

Der erst im Dezember 2019 gestartete Smartbroker trumpft auf bei den Gebühren. Wertpapierkäufe kosten pauschal 4 Euro, über andere Handelsplätze sind Orders zum Teil noch billiger oder sogar kostenlos. Mit Blick auf andere Broker schreibt die Finanztest: „Da kann keiner der ‚klassischen Anbieter mithalten“. Allerdings fällt bei hohem Barbestand ein „Verwahrentgelt“ an. Wer eine höhere Cashquote als 15 Prozent der Gesamtanlage auf dem Konto hat, muss auf den darüber hinausgehenden Betrag satte 0,5 Prozent pro Jahr zahlen.

Über den Börsenplatz gettex handeln Smartbroker Aktien, Fonds, ETFs und Anleihen bereits für 0 Euro. Bei Lang & Schwarz zahlen Anleger 1 Euro pro Order – in beiden Fällen ab einem Volumen von mindestens 500 Euro. Bei allen anderen deutschen Börsenplätzen kostet der Service nach wie vor nur 4 Euro. Über die Premiumpartner Morgan Stanley, HSBC, UBS und Vontobel können Derivate sogar kostenfrei gehandelt werden. Es gibt kostenlose Sparpläne, und sogar die Möglichkeit Edelmetalle zu kaufen. Dabei fallen keine Depotgebühren an. Durch das breite Angebot ist der Smartbroker eher mit der klassischen Direktbank vergleichbar. Eine App wird nicht angeboten.

Das Onlinebanking

Die Website hat etwas 90er Jahre Look. Auf Schnickschnak wurde weitestgehend verzichtet, die Anwendung ist eher minimalistisch, aber klar aufgebaut.

ETFs und amerikanische Aktien

Alle in Deutschland zugelassenene ETF (ca. 1.500) können über Smartbroker börslich oder außerbörslichen gehandelt werden. Die Kosten entsprechen dem Aktienhandel (Standard : 4,00€ / L&S : ab 1,00€ / gettex : ab 0,00€). Smartbroker bietet zurzeit insgesamt 604 ETF-Sparpläne an, davon sind 295 kostenfrei. Die Ausführung erfolgt über L&S OTC in der Zeit von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Möglich ab Sparraten von 25€. Eine Sparplan-Ausführung kostet 0,20%, mind. 0,80 €
Außerdem gibt es ca. 100 Aktien-, 17 ETC- und diverse Fondssparpläne. Darunter auch Sparpläne auf Xetra- und EUWAX-Gold

Internationale Aktien können über die elektronischen Börsen Xetra, Tradegate, gettex, LS Exchange und neuerdings auch Quotrix gehandelt werden (9,00€ Festpreis pro Trade, zzgl. Handelsplatzentgelt).

Der Service

Der Service scheint noch nicht rund zu laufen. Einige Kunde berichten, dass sie 3 Wochen oder länger auf die Depoteröffnung warten mußten. Die Hotline scheint teilweise überlastet. Kunden berichten, dass Emails sehr lange oder gar nicht beantwortet werden. Es scheint, dass Smartbroker vom Erfolg etwas überrascht wurde, und einige Kinderkrankheiten erst noch ausmerzen muss.

Das Foolishe Fazit

Smartbroker erfüllt das Versprechen, der günstigste Broker am Markt zu sein. Die Anwendung tut was sie soll, und bietet ein breites Spektrum an Finanzprodukten. Alle notwendigen Funktionen sind übersichtlich vorhanden. Im Bereich Kundenservice und Schnelligkeit könnte Smartbroker noch draufpacken.


von Peter Roegner