The Motley Fool

Das Wertpapierdepot der ING

Was mir gefällt

  • moderne und anwenderfreundliche Nutzeroberfläche
  • sehr umfangreiches Angebot an ETF-Sparplänen

Die Bank

1965 gegründet, ist die ING die älteste und mit Abstand größte Direktbank Deutschlands. Seit 2003 gehört sie vollständig zum niederländischen Finanzkonzern ING Groep. Die Bank stellt ihren rund 9 Millionen Kunden ein umfangreiches Angebot an Bankdienstleistungen wie Girokonto, Sparprodukte und Kredite zur Verfügung. Im Anlagebereich können Kunden alle an deutschen Börsen notierten Wertpapiere (z. B. Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine) handeln, jedoch keine Optionen, Futures und CFDs.

Das Wertpapierdepot

Die ING bietet ein Wertpapierdepot ohne Beratung an. Darüber hinaus gibt es eine Vermögensverwaltung per Robo-Advisor oder eine standardisierte Vermögensverwaltung, in der der Kunde unter fünf Strategien diejenige mit dem passenden Fondspaket auswählen kann.

Eine normale, beratungsfreie Order im Onlinebanking über eine außerbörsliche Handelsplattform kostet 4,90 Euro plus 0,25 % des Ordervolumens, höchstens 69,90 Euro. Orders an ausländischen Börsen kosten weitere 12,50 Euro. Allerdings bietet die ING nur USA und Kanada an.

Die Depotführung ist kostenlos, ebenso wie die Einrichtung oder Streichung von Limits. Ein Wechsel der Lagerstelle schlägt mit 10 Euro zu Buche. Alle anderen Standardleistungen sind kostenlos, darunter auch Dividendenzahlungen.

Die ING bietet als außerbörslichen Handelspartner für Aktien lediglich Tradegate, dazu die Commerzbank für Schweizer Titel. Durch das breite Angebot von Tradegate werden klassische Börsenplätze, für die noch zusätzlich Makler- und Börsengebühren anfallen, nicht benötigt.

Eine spezielle Tradingsoftware neben dem regulären Onlinebanking gibt es bei der ING nicht.

Das Onlinebanking

Das Onlinebanking der ING ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Aus dem Informationsangebot der Homepage gibt es direkte Links, um das abgefragte Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen.

ETFs und amerikanische Aktien

ING bietet einen direkten Zugang zu den amerikanischen Börsen NYSE und NASDAQ. Eine Order wird mit 17,40 Euro plus 0,25 % des Ordervolumens, höchstens 82,40 Euro, berechnet.

Bei der ING gibt es keine Währungskonten. Das finde ich als Anleger mit einem Schwerpunkt auf amerikanischen Aktien sehr schade.

Wer in ETFs anlegen möchte, kann über die ING alle in Deutschland zugelassenen Fonds kaufen. Das ETF-Sparplanangebot besteht aus über 370 Fonds. Die Ausführung einer ETF-Sparrate (mindestens 50 Euro) kostet 1,75 % der Sparrate. 64 ETFs von Franklin Templeton und iShares werden kostenlos angeboten, wobei mir nicht ganz klar geworden ist, ob es sich hier um eine Aktion handelt oder dies dauerhaft der Fall ist.

Der Service

Die ING bietet eine Servicehotline für die Kunden an, die schnelle und kompetente Auskunft bietet. Dazu gibt es einen ordentlichen Chatbot.

Das Foolishe Fazit

Die ING ist seit jeher eine Vollbank ohne Filialen. Die Gebühren liegen zwar unter denen einer Filialbank, sind innerhalb der Onlinebranche aber recht hoch. Im Angebot sind zumeist einfache und standardisierte Produkte. Je nach den Anforderungen, die du hast, kann das ausreichen oder eben zu wenig sein.

Für Foolishe Anleger, die nur Möglichkeiten zum günstigen Handeln suchen, gibt es sicherlich bessere Alternativen.


von Peter Roegner