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Was ist: Ein Exchange-Traded Fund (ETF)

Ein Exchange-Traded Fund (ETF) ist ein börsennotierter Fonds, der eine Gruppe von Aktien hält und wie ein normales Wertpapier an den großen Börsen gehandelt werden kann.

Falls du bereits in einen „normalen“ Investmentfonds oder Indexfonds investiert hast, weißt du, dass es nur einmal täglich möglich ist, dessen Anteile zu kaufen oder zu verkaufen, und zwar nach Börsenschluss. Das ist so, weil der Investmentfonds einen Nettovermögenswert (NAV) errechnet, der auf den Schlusskursen aller Aktien basiert, die der Investmentfonds hält. Dieser entspricht quasi dem „Aktienpreis“..

Wenn du jedoch auch tagsüber mit Indexanteilen handeln möchtest, ist ein “ETF“ genau das Richtige für dich. ETFs sind wie Indexfonds, da sie die Anteile aller Firmen halten, die den entsprechenden Index bilden. Ihre Anteile können jedoch in Echtzeit während der normalen Marktöffnungszeiten gehandelt werden.

Als ETFs zu Beginn der 1990er Jahre eingeführt wurden – der SPDR (“spider”), welcher den S&P 500 Index abbildet, war 1993 der erste – bildeten sie hauptsächlich die größten bzw. wichtigsten Indizes nach. Mit steigender Beliebtheit haben sich ETFs später immer weiter spezialisiert, so dass du heutzutage einen ETF kaufen kannst, mit dem du unmittelbar in beliebige Sektoren und Teilsektoren der Wirtschaft investieren kannst. Bist du nur am Goldabbau interessiert? Dann gibt es einen ETF nur dafür. Du interessierst dich speziell für brasilianische Unternehmen? Auch hier wirst du fündig.

Diese Vielseitigkeit macht es einfacher für Investoren, in ausgewählten Sektoren engagiert zu sein, erhöht durch die Spezialisierung jedoch Risiko. Das steigt nämlich, wenn man einen Teil seines Portfolios auf spezielle Industrien oder Teile davon fokussiert. Also wende das mit Vorsicht an, Fool.

Investoren, die sich zwischen einem ETF und einem ähnlich konstruierten Investmentfonds entscheiden müssen, sollten besonders die Kosten berücksichtigen. Wenn das angelegte Kapital in einem Wertpapierdepot steckt, berechnen manche Broker gewisse Servicegebühren für Transaktionen mit Investmentfonds. Diese Gebühren sind oft viel höher als Discount-Broker-Provisionen. Daher kann sich der Besitz eines solchen Investmentfonds als sehr kostspielig erweisen.

Wenn du deinen Investmentfonds jedoch auf einem Konto bei einer Fondgesellschaft hältst, stellt dir die jeweilige Gesellschaft oft jeglichen Service zur Verfügung, ohne zusätzliche Gebühren zu berechnen. Diese Leistungen werden dann von der Kostenquote des Fonds getragen. Die meisten Broker bieten eine Reihe von Fonds ohne Transaktionskosten an. Jedoch enthält eine solche Liste selten sämtliche am Markt verfügbaren Fonds.

Investoren sollten daher sämtliche Kosten in der Investitionskalkulation berücksichtigen und ihre Entscheidungen danach richten.

Es ist ebenso wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass die meisten ETFs nicht aktiv gemanagt sind. Du kaufst quasi eine Aktie, die aus einer Ansammlung von Aktien besteht, die in einem festgelegten Verhältnis gekauft werden. Wenn sich die Marktbedingungen für manche dieser Aktien ändern, hast du nur die Option deinen ETF zu verkaufen. Das Fondmanagement ändert nur in den seltensten Fällen die Zusammensetzung eines ETF.